Ja natürlich, sowas wird auch kontrolliert.
Dann geht immer die Suche los wer wessen Feld bewirtschaftet. Da diese in den meisten Fällen neben Feldern von anderen sind kann man da schon mal den überblick verlieren. Da ich jedoch im Ausland lebe muss ich da wirklich nichts beweisen ![]()
Beiträge von CK-187
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Ganz so kompliziert ist es in Griechenland Gott sei Dank nicht. So lange ich selbst keinen Gewinn dadurch erwirtschafte interessiert sich niemand dafür.
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Das ist auch in Griechenland so. Verpachtet habe ich sie nicht, auch wenn verschieden Cousins immer wieder was anbauen besteht kein Pachtvertrag o. Ä.
Steuerrechtlich wäre ich denoch nur Landwirt wenn es um landwirtschaftliche Erträge geht. Hätte ich nebenher noch eine Werkstatt oder ein Cafe, Taverne oder was auch immer, so läuft das separat. Mann kan natürlich tricksen und Subventionen zum querfinanzieren nutzen, aber das funktioniert nur bedingt und in sehr geringen Umfang. Theoretisch könnte man den subventionierten Diesel für den Traktor im Auto nutzen aber kaum jemand fährt dort Privat einen Diesel. Es war über lange Jahre schlicht verboten Dieselfahrzeuge zur privaten Nutzung zu besitzen. Deshalb fahren dort auch viele Caddys durch die Gegend. Die kann man sowohl Geschäftlich als auch Privat nutzen. Nur in größere Städte durfte man damit nicht fahren. (Keine Ahnung wieso)
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Original geschrieben von bernbayer
Verstehe ich dich richtig, du besitzt 100 ha Land in Griechenland? dann gehörst du ja selbst zu den sogenannten Großbauern mit denen du dich da angelegt hast. Jettzt klär uns doch mal auf, was da Sache ist.Fast jeder Grieche besitzt dort Land.
Bei mir im Dörfchen gibt es z. B. jedes Jahr Ausschreibungen in denen gewisse Gebiete per Gebot versteigert werden. Das sind immer paar wenige Hektar wovon immer wieder was übrig bleibt. Dort habe ich immer wieder mal das was übrig geblieben ist gekauft. Land verliert niemals an Wert, und es gab Zeiten in denen ein Stückchen fruchtbares Land, mehr Wert war als alles Geld und Gold der Welt
Vor ein paar Jahren waren es sogar 15 ha mehr, aber die hab ich an jemanden verschenkt der mir dafür 7.500 Euro geboten hat. Es hat jemand von Außerhalb ein riesiges Outletcenter gebaut und benötigte Land. Auf die Idee meines Vaters hin hat man sich darauf geeinigt das Land kostenlos abzugeben wenn ein gewisser Teil der Mitarbeiter aus dem Dorf stammt.Ich bin zwar als Bauer gemeldet (wie über 95% der Menschen aus Dörfern), aber da ich die Felder nur besitze und selbst nichts damit mache, stehen mir weder Subventionen noch Steuervergünstigungen zu. So etwas gibt es gegen Rechnung für Produkte die man für die Landwirtschaft benötigt.
Edit:

So sieht das Ding jetzt aus. Leider war es vielen Geschäften im Umkreis von 50km ein Dorn im Auge da aufgrund der Grenznähe andere Regeln (z.B. war es Sonntags geöffnet) gelten. Aufgrund der Kürzungen hat es auch unseren Bürgermeister erwischt und das Dorf wird von einer Stadt in der Umgebung verwaltet. Seitdem ist das Ding komplett zu da nur noch die Interessen der eigenen Wähler von Belang sind :mad:
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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Ich habe es ja schon weiter oben beschrieben, seit er seinen ehemaligen Finanzminister los hat, ist Tsipras wie umgedreht. Er bemüht sich jetzt die geforderten Auflagen und Reformen umzusetzen. Allerdings bleibt da halt das Glaubwürdigkeitsproblem,die Versprechungen aus dem Wahlkampf werden jetzt größtenteils nicht eingelöst. Aber sei es drum, wirklich aus der Misere wird Griechenland auch das dritte Hilfspaket nicht bringen.. Man kauft sich da nur Zeit und versenkt weiter Steuergelder. Ein Grexit im Sinne von. Prof. Sinn wäre da jedenfalls die bessere Alternative.Ein Grexit wäre eine Katastrophe wenn nicht etliche Milliarden ins Land fließen würden. Und da man die so oder so bekommt juckt auch der Grexit wohl niemanden. Das viele Dinge verändert werden müssen ist der Bevölkerung bewusst, und das schon seit Jahrzehnten. Einige dieser Dinge werden gerade geändert und Glaubwürdigkeit hin oder her, der hat in den paar Monaten um ein vielfaches mehr gemacht als alle seine Vorgänger der letzten zwanzig Jahre zusammen.
Ich bin mir ziemlich sicher dass in Brüssel im Hinterzimmer etwas ausgehandelt wurde das man bis jetzt nicht öffentlich gemacht wurde. Einen Grund für diese Kehrtwende muss es geben denn anders ist diese nicht zu erklären. Ganz besonders dann nicht wenn man weiß dass das eigene Volk hinter einem steht. Es hätte einen großen Bruch in Europa gegeben zumal Frankreich, Italien, Spanien und Portugal ganz klar gegen Deutschland standen. Die anderen deren Meinung man nur dann wahrnimmt wenn es passt lasse ich mal bewusst weg.
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Nicht jedes Dokument der EU muss richtig sein.

Ich denke das kleine Bauern in der ganzen Welt auf ähnliche Weise arbeiten. Man hat ein paar Felder die man selbst bewirtschaftet. Nimmt höchstens einen Kredit für einen Traktor auf und fängt halt mal an. Involviert sind dort natürlich auch der Ehepartner, die Kinder und teilweise vielleicht die Eltern. Es ist in Griechenland nicht unüblich das mehrere Generationen unter dem selben Dach leben wenn genug Platz ist. Gerade in Dörfern baut nicht jeder gleich ein Haus da irgendwer auch das vorhandene erben muss. Da wird vielleicht angebaut, viel mehr aber nicht.Wie gesagt, ich stamme aus einem Dorf mit maximal 150 Einwohnern. Davon sind 120 in der Landwirtschaft tätig und jede Familie hat ihren eigenen Betrieb. Die restlichen die irgendetwas anderes tun aber trotzdem zur Familie gehören arbeiten dort genau so mit. Einer ist z. B. Polizist und hilft abwechselnd auf der Schweinefarm des Schwiegervaters und der Ziegenzucht des Schwagers.
Gibt Tage im Sommer da arbeitet der Typ 20 Stunden am Tag.
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Das Schindluder betrieben wird ist klar, das dürfte aber in den meisten Fällen Großbauern betreffen. Und dort wiederum so wie ich es vorher beschrieben habe. Durch das erschleichen von Subventionen. Das keine Mitarbeiter vorhanden sind liegt an der Natur der Sache. Die meisten dieser Betriebe sind auch nur rentabel weil eben kein Außenstehender bezahlt wird. Dort arbeiten drei Generationen auf dem selben Feld. Deshalb wundert es mich auch gar nicht wieso die Abstimmung darüber verschoben wurde. Es würde mich auch nicht wundern wenn dort gar nichts großartig geschieht da das nur die wenigsten dieser 700.000 Betriebe betrifft.
Die einzigen die angeheuert werden sind Besitzer eines Mähdreschers und den braucht man bekanntlich nicht oft.
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Zitat
Original geschrieben von Applied
Genau das halte ich für ziemlich aussichtslos. Ohne imminenten Druck, ohne imminente "Bedrohung" (wenn man so will) bzw. ohne "grossen Knall" reformieren sich die wenigsten Staaten so weit. Und Menschen lassen sich meist auch nicht davon überzeugen. Und die letzten Jahre in Griechenland sind Beleg genug dafür.Das werden sich andere Länder aber nicht antun.
Und ganz besonders wenn nicht viel gespart werden kann. Wenn früher oder später genügend Länder zusammengekommen sind endet das wie üblich im Krieg. Die Bundeswehr sollte das G36 dann lieber doch behalten
ZitatOriginal geschrieben von Applied
Mir ist jetzt ehrlich gesagt nicht ganz klar, wo und wie das jetzt die Widerlegung von franks Aussage sein soll?- Du kennst massenhaft Leute, die als Bauern registriert sind
- Bauern geniessen in Griechenland (eben nicht nur Subventionen, sondern) sehr lukrative SteuervergünstigungenBauern genießen das aber auch nur wenn sie als Bauern tätig sind.
Ein Mechaniker der als Bauer gemeldet ist zahlt doch keine Steuern wie ein Bauer.
Man braucht Nachweise wo man arbeitet, und als Bauer hat man gewisse Unkosten die man nicht verschleiern kann.ZitatOriginal geschrieben von Applied
PS: Wenig überraschend, dass Griechenland im EU-Vergleich einen besonders hohen Anteil kleiner landwirtschaftlicher Betriebe hat, die rein familienbetrieben werden. :p
Bei nur 10.4 Mio. Einwohnern gibt es in Griechenland etwa 700.000 solcher landwirtschaftliche Betriebe ohne externe Mitarbeiter (Eurostat Farm Structure Survey, 2010). Knapp halb so viel wie in Polen und Italien, nur 20% weniger als in Spanien. Ich muss jetzt nicht erwähnen, dass letztere drei Länder allerdings vier bis sechsmal soviele Einwohner haben, oder? Und zweieinhalb mal soviele, wie in Portugal, welches etwa ähnlich viele Einwohner wie Griechenland hat.Anders formuliert: In Griechenland gibt es relativ gesehen etwa doppelt soviele dieser kleineren landwirtschaftlichen Betriebe als in anderen EU-Ländern (inkl. den klassischen südeuropäischen Landwirtschaftsproduzenten). Nur Rumänien hat relativ mehr.
Und wenn das statistisch so ist, dann gehe ich auch davon aus, dass da sehr viele davon auch steuerlich als Bauern betrachtet werden (wenngleich nicht unbedingt als Vollerwerber). Wieviel mögen das wohl sein? 10, 15, 20, 25% der Bevölkerung?
Mein Dorf hat irgendwas zwischen 100 und 150 dauerhafte Einwohner. Gemeldet sind knapp 600. Landwirtschaftliche Betriebe hat es dort mindestens ein Duzend. Und ich verstehe nicht was daran falsch sein soll. :confused:
Trotz deines zusätzlichen Beitrags sehe ich nicht was daran falsch ist.
Von den 10 Mio. Einwohnern leben knapp 6 in Athen und Thessaloniki. Der Rest in Städten und Dörfern von 50.000 Einwohnern abwärts. Ich hätte sogar mit weit mehr als 700.000 Betrieben gerechnet und würde noch immer keinen Fehler entdecken.Von den 4 Mio. die auf dem Festland und den Inseln verteilt sind, ist jeder irgendwo Landwirt denn jeder besitzt Land. Jeder hat seine Felder die er entweder selbst bewirtschaftet oder vermietet. Ich besitze auch hundert Hektar Land. Wer sie vermietet der arbeitet irgendwas anderes und zahlt entsprechend seine Steuern. Ein Cousin von mir besitzt z.B. die Dorftaverne und einen landwirtschaftlichen Betrieb. Der muss auch zwei Steuererklärungen machen. Einmal die der Taverne und einmal die für den landwirtschaftlichen Betrieb.
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Mir ging es nicht so sehr um Verbrauchssteuern wie für Agrardiesel, sondern darum, dass nahezu jeder Grieche, der in seiner Steuererklärung behaupten kann, Landwirt zu sein (etwa weil ein Familienmitglied einen Hof betreibt oder betrieben hat), nur etwas mehr als die Hälfte der üblichen Einkommensteuer zahlt - unabhängig von der konkret ausgeübten Tätigkeit.Das ist einer der Punkte, die vordringlich abgestellt werden müssten, deren Umsetzung aber mehr als zweifelhaft ist. Hier lauert in meinen Augen eine der offensichtlichen Ungerechtigkeiten, die "Normalbürger" zu Recht auf die Palme bringen können.
Tut es aber nicht da du hier irgendwas nachquatscht was du irgendwo aufgeschnappt hast und so nicht stimmt.
Ich kenne einige Mechaniker, Versicherungskaufläute, Händler, Elektriker die fast alle ganz offiziell als Landwirte gemeldet sind. Bin ich in Griechenland sogar auch aber besteuert wird keiner davon als Landwirt wenn er kein Landwirt ist. Landwirt ist außerhalb von großen Städten das was die meisten sagen wenn bei der Ausstellung des ersten Persos nach dem Beruf gefragt wird. Viele helfen zuhause oder bei der Verwandtschaft mit, verdienen sich so eine Kleinigkeit und viele wollen auch in die Landwirtschaft. Den Perso erhält man mit 16, nur ist man mit 16 in Griechenland i. d. R. noch Schüler. Und da Schüler kein Beruf ist trägt man das ein was man macht, vor hat oder die Eltern machen.
Bei den Landwirten läuft einiges andere falsch. Am übelsten die ganzen Subventionen die die erhalten und trotzdem noch jedes Jahr die Grenzen mit ihren Traktoren dicht machen um zu demonstrieren. Ich hab mich 2010 übel mit denen angelegt da die bei mir in der Gegend alles zugestellt haben. Ich bin ja auch für Subventionen wenn es um kleine Landwirte geht. So lange bis diese ein gewisses Niveau erreicht haben um sich selbst zu tragen. Meinetwegen auch dauerhaft bei Diesel oder anderen speziellen Dingen.
Aber wenn ich sehe das die meisten dieser Idioten gegen Januar die Grenze zu Bulgarien zustellen, Subventionen verlangen weil es ihnen so schlecht geht und gleichzeitig jeden Tag die besten Kunden vom Casino und den Bordellen direkt hinter der Grenze sind dann könnte ich kotzen.
Wenn man verschiedene Dinge anbaut kann man Felder fast das ganze Jahr bewirtschaften. Großbauern sind sich dafür aber zu fein. :mad:
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
In jeder anderen Vereinigung wäre Griechenland bedingt durch sein gemeinschädliches Verhalten längst achtkantig rausgeflogen. Den "mitfühlenden" Plan hat es bereits mehrfach gegeben. Irgendwann muss auch mal Schluss sein ... insbesondere dann, wenn eine Volksabstimmung zu dem Ergebnis führt, dass 60% der Bevölkerung die Einhaltung grundlegender Regeln auch weiterhin ablehnen. Dann sehe ich einfach keine Basis mehr für eine gemeinsame Zukunft. :flop:Du weißt aber schon dass genau diese Betrachtungsweise Deutschland so viele "Feinde" verschafft wie schon lange nicht mehr? Friede Freude Eierkuchen dürfte in der EU vorbei sein, und da trägt nicht nur Griechenland die Schuld sondern mindestens im gleichen Umfang auch Deutschland. Das Problem für Deutschland dürfte sein das viele Länder in einer ähnlichen oder schlimmeren Situation stecken wie Griechenland und das nicht ewig mit sich machen lassen. Wenn sich in der Finanzpolitik nicht schnell etwas ändert, und das Radikal zu Gunsten der Allgemeinheit wird es früher oder später krachen. Sind nicht alle so wie hier wo man einen Molotov Cocktail sofort verurteilt, Linke draufschreibt und schon seinen Sündenbock hat den man verteufeln kann.
Außerdem scheint mir ein weiterer Grund für die Einmischung der USA die Türkei zu sein. Die ist in Fragen was die ISIS betrifft ein ziemlicher Wackelkandidat, und man wird es wohl auch nicht zulassen dass sie sich Teile des Iraks unter den Nagel reißt wenn der IS die Kurden bezwingen sollte. NATO hin, NATO her, die Mitgliedschaft in der NATO bedeutet keinesfalls dass die Türkei u. U. nicht von einem anderen NATO-Land angegriffen werden könnte.
Ob sich der Rest einmischt oder nicht muss Einstimmig beschlossen werden und da reicht schon einer der nicht mitspielt.
