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Das wäre ja noch schöner 
Es ist jedem klar, dass den großen Geldmengen keine adäquaten Mengen an Gegenwerten gegenüber stehen. Die große "Enteignung"-Rhetorik bringt nichts - man kann im Dreieck hüpfen, dadurch entstehen auch keine realen Werte. Es ist aber nach einem womöglichen Crash oder einer anderen Anpassung der Geldwerte ein, denke ich und ebenso viele andere, sehr legitimes Interesse der Gesellschaft, mit diesem Problem auch die zu belasten, die durch scheinbar besonders clevere Anlagemethoden ihre Mitbürger übervorteilen wollen. Aus persönlicher Sicht ist die sichere Anlage ideal, weil man möglichst als Profiteur aus der Nummer raus will, aus gesellschaftlicher Sicht ist das natürlich ein No-Go.
Zwangshypotheken sind ein effektives Mittel zur Lastverteilung, also... sollte man zumindest mit dem Gedanken spielen, dass es sie geben wird. Natürlich kann man auch Aktienbesitzer und Unternehmen belasten und ebenso auch die Besitzer von Gold.
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Die Salamitaktik läuft seit vier Jahren und ist doch ziemlich erfolgreich, nicht? Man hat den Zusammenbruch jeweils aufschieben können, ohne dass es in Deutschland Stress gab.
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Ich frage mich in dieser Situation ernsthaft, wie ich meiner Regierung und meinen Volksvertretern überhaupt noch vertrauen soll
Merkel hat sehr gute Zustimmungswerte, die Parteien hinter der Euro-Rettungspolitik in jeder Umfrage eine überragende Mehrheit. Obwohl jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.
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und damit frage ich mich ebenfalls ernsthaft, ob der deutsche Michel nicht irgendwann einmal doch genug hat, und die Faust nicht nur in der Tasche ballt. Was meint ihr?
Deutschland hängt mittlerweile so tief in der längst vorhandenen Haftungsunion, dass der Michel im Dreieck tanzen kann. Wenn er "njet" sagt und rebelliert, bricht das Konstrukt sofort zusammen. Wenn er weiter mitmacht, hält es wenigstens noch ein paar Wochen bis Monate mit der leisen Hoffnung, dass es ein Wunder gibt und alles wieder gut wird 
Ich war vergangene Woche in Griechenland. Da steppt der Bär. Nicht nur ob der XXL-Arbeits- und mittlerweile auch vielerorts Hoffnungslosigkeit. Ganz offensichtlich: Das Gesundheitssystem ist gerade am Kollabieren. Die Kassen haben kein Geld mehr, in den Krankenhäusern gehen die Medikamente aus.
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Hier hat sich eine interessante Diskussion ergeben. Das Projekt Europa wird in der jetzigen Form definitiv scheitern, die europäischen Völker haben sich über Jahrhunderte bekriegt und an der unterschiedlichen kulturellen Historie hat sich auch nichts durch die EU geändert.
Halte ich für gewagt. Ist die unterschiedliche kulturelle Historie der Grund, warum es nicht klappen kann? Oder der Punkt, dass in Europa lange Zeit Krieg zum Inventar der Machtpolitik zählte - bis vor knapp 70 Jahren der Kontinent komplett verwüstet und mehrere Millionen Tote zu beklagen waren?
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Original geschrieben von Timba69
Du hast aber scheinbar nicht verstanden, das deine "Schuldscheine" eben Geld ist. Und Geld, was durch Werte hinterlegt ist (Gold, Wertgegenstände, Eigentum) hat kein Land oder nach deiner Diktion "Volkswirtschaften" mehr.
Alle bezahlen in "Schuldscheinen". Nach BWL-Sichtweise sind die USA, Japan und Indien de facto pleite bzw. insolvent.
Genau wie ein Großteil der Welt.
Es geht nicht primär um das Zahlungsmittel. Es geht um die Handelsbilanz.
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Dieses "nur" hat aber nach wie vor einen Wert in der Welt. Ausserdem, was soll es denn sonst geben? Murmeln? Muschelschalen? Kamele?
Hast du meinen Beitrag ganz gelesen?
Sinn des Außenhandels einer Volkswirtschaft ist gerade, damit Murmeln, Muschelschalen, Kamele und andere Güter kaufen zu können. Deutschland verkauft seit Jahren hochwertige Güter ins Ausland, kauft dafür aber nicht im gleichen Umfang ein. Das Ausland liefert daher statt Waren de facto für große Werte nur Schuldscheine. Das funktioniert aber nicht mehr, wenn es zu viel wird und wichtige Akteure bezweifeln, dass eine andere Volkswirtschaft die Verschuldung je zurückzahlen wird. Diese Situation haben wir bei Griechenland. Die Griechen reagieren darauf wahrscheinlich kurz- bis mittelfristig, dass sie kurzerhand die Schulden nicht mehr bedienen und für nichtig erklären. Was damit im Ausland gekauft wurde - zum Beispiel in Deutschland - steht aber ja immer noch da und wird auch da bleiben.
Deutschlands Export beruht auch darauf, dass Volkswirtschaften Waren angedreht werden, die die sich eben gar nicht leisten können.
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"Anschreiben" tut jeder bei jedem.
Der Saldo zählt. Dabei wären die USA zum Beispiel eher auf der anderen Seite zu finden - die importieren seit Jahren viel mehr an Wert, als wieder rausgeht. Die Welt gibt den USA die Waren im Vertrauen, irgendwann mal was dafür zu sehen - solang gibt es nur bedrucktes Papier oder eher Bits im Computer.
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Insofern braucht sich die deutsche Exportindustrie durchaus nicht so sehr vor einer möglichen Aufwertung fürchten, wie das von den Euro-Fanatikern immer behauptet wird.

Der deutsche Export wird erst einmal das Problem haben, neue Abnehmer zu finden. Wie oben geschrieben: Die deutsche Außenhandelsbilanz weist ein aus Sicht etlicher Ökonomen viel zu hohes Plus aus. Wir liefern Güter an Volkswirtschaften, die sich das gar nicht leisten können. Und die nie zahlen werden. Die Wahrscheinlichkeit steigt leider immer weiter. Clever an der Sache: Das Problem bleibt nicht bei den Firmen hängen, die dorthin geliefert haben. Sondern an ganz Deutschland.
Um auch mal einen schlechten Vergleich zu gebrauchen: Du kannst der beste Wirt im Ort sein mit der höchsten Qualität weit und breit. Das bringt dir nichts, wenn die Kunden sich eigentlich gar nicht so viele Kneipenbesuche leisten könnten und dein Laden nur noch brummt, weil du jeden anschreiben lässt.
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Damit uns die jemand abkauft, muss er erstmal Geld haben. Auch wenn Deutschland sich unter dem Strich seit einiger Zeit de facto mit Schuldscheinen bezahlen lässt, die absehbar zum Großteil abgeschrieben werden müssen.
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Das Problem ist ja daß mit dem ESM keinerlei Bedingungen mehr gelten bezüglich Sparsamkeit etc. Es lohnt sich also ab sofort für kein Land mehr zu Sparen. Das Geld wird mit vollen Händen ausgegeben, und die Idiotenstaaten die so blöd waren zu sparen, zahlen die Zeche.
Warum sollten Staaten auch zum Sparen verdonnert werden, wenn sie das Geld weitgehend für die Banken brauchen?
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Nochmal: Lies dir bitte die Vereinbarungen und das zu entscheidende Regelwerk zum ESM noch einmal genau durch.
Und damit meine ich nicht Wikipedia oder die Bild.
Ganz ohne "Wikipedia oder Bild": Welcher Haftungsobergrenze Deutschlands hat der Bundestag denn gerade zugestimmt? Wie kann das Parlament jetzt noch eingreifen?
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Sollten sie sich allerdings als richtig herausstellen, würde sich hier - um es freundlich auszudrücken - doch ein gewaltiger Erklärungsbedarf ergeben.
Für wen denn?