Kriegen wir die D-Mark zurück?-Diskussions-Thread

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Die Lage ist dramatisch und mit unserem Wohlstand könnte es bald vorbei sein:


    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau138.html


    "Der Preis ist sehr hoch. Die finanziellen Belastungen in Form von Rettungspaketen und direkten Hilfen sind noch nicht absehbar. Wenn alles schief geht, belaufen sie sich auf rund zwei Billionen (2.000.000.000.000) Euro allein auf deutscher Seite."


    Seit wann wird denn diese Zahl in den Raum gestellt?
    2 Billionen? Das ist ja die reinste Katastrophe!! :mad:


    Eine bodenlose Sauerei, wie die Zahlen schön nach der Salami-Taktik erhöht werden. Es war mal von ein paar Milliarden die Rede, verdammt!




    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Denn aktuell ist es so, das wir zwar viel exportieren, aber auch viel zahlen müssen, um es herzustellen. Wenn unsere Lohnkosten vergleichbar wären, wie in Resteuropa (also hoch!, unsere sind, vergleichen mit der Leistungsfähigkeit extrem niedrig), dann wären unsere Waren unbezahlbar, dank der hohen Rohstoffkosten.


    Sehr richtig, du darfst aber nicht vergessen zu erwähnen, dass die Ware welche wir herstellen und exportieren z.T. nicht mal mehr bezahlt wird, sondern in Form von wertlosen Target2-Forderungen in unserer Bundesbank-Bilanz stehen.


    Aber wir können ja versuchen, mit der Bundeswehr nach Spanien und Italien und Griechenland zu fahren und uns die €700 Mrd. zurückzuholen, oder?
    Am besten mit Schäuble an der Front, im Rollstuhl mit dem Sturmgewehr in der Hand.
    -------------


    Im Übrigen noch eine Anmerkung zu den Belastungen Deutschlands aus den "Rettungsaktionen".
    Wenn der Fiskalpakt nun und die Schuldenbremse ab 2016 / 2020 in Kraft tritt, Deutschland aber über den Kapitalschlüssel an EZB / ESM entsprechend hart zahlen darf, dann werden die Zeiten hier ganz schnell sehr bitter aussehen. Dann dürfen wir vielleicht einen hohen Anteil unseres Bundeshaushalts nach Brüssel / in die Südländer überweisen und für uns selbst im Land bleibt kein Geld mehr übrig.
    Think! :cool:

    Ihr wundert euch wirklich, warum Eure Eigentumswohnung 400.000 €* 650.000 €** kostet, wenn der Bauherr Ferrari F430 & 458, Porsche Carrera GT & 911 fährt?
    * 2013, ** 2015

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69


    Denn auch dieser Herr geht mit keiner einzigen Silbe darauf ein, das bei einem Anzug der D-Mark auch die Wechselkurse sprunghaft ansteigen (so, wie seine Argumentation liegt) und somit Rohstoffe wie Öl, Stahl, Metalle generell, seltene Erden, quasi alles, was in anderen Leitwährungen gehandelt wird, auch deutlich (!) billiger werden.


    Versteh ich jetzt nicht. Was bringt es uns, wenn wir günstig Rohstoffe kaufen können, uns aber die Endprodukte niemand abkauft?

  • Zitat

    Das Problem ist ja daß mit dem ESM keinerlei Bedingungen mehr gelten bezüglich Sparsamkeit etc. Es lohnt sich also ab sofort für kein Land mehr zu Sparen. Das Geld wird mit vollen Händen ausgegeben, und die Idiotenstaaten die so blöd waren zu sparen, zahlen die Zeche.


    Warum sollten Staaten auch zum Sparen verdonnert werden, wenn sie das Geld weitgehend für die Banken brauchen?

  • autares:



    Zitat

    Versteh ich jetzt nicht. Was bringt es uns, wenn wir günstig Rohstoffe kaufen können, uns aber die Endprodukte niemand abkauft?


    Die kauft uns schon jemand ab, solange die Qualität stimmt. Nur nicht mehr soviel.


    Im Übrigen kannst du dir deine Fragen sparen, da sie nur Interesse heucheln soööen. Du weist doch eh ALLES besser.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Damit uns die jemand abkauft, muss er erstmal Geld haben. Auch wenn Deutschland sich unter dem Strich seit einiger Zeit de facto mit Schuldscheinen bezahlen lässt, die absehbar zum Großteil abgeschrieben werden müssen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
      autares:
    Die kauft uns schon jemand ab, solange die Qualität stimmt. Nur nicht mehr soviel.


    :eek:


    Da fehlen mir jetzt echt die Worte...


    :rolleyes: :eek:

  • Zitat

    Original geschrieben von thomasGr
    ...
    Seit wann wird denn diese Zahl in den Raum gestellt?
    2 Billionen? Das ist ja die reinste Katastrophe!! :mad:
    ...


    Du darfst nicht alles glauben. Das zum einen. Zum anderen löst sich dieser Betrag ja nicht in Luft auf, sondern verbleibt im Wirtschaftskreislauf. Günstigstenfalls fließt er in Teilen sogleich wieder in die Staatskasse.


    Derartige Zahlen sind aberwitzig und nur bis zur Nasenspitze gedacht.


    Ähnlich, wie seinerzeit die Abwrack-/Umweltprämie i.H.v. 2.500,- € für jeden (zumeist) außerplanmäßig gekauften Neuwagen. Auch ich hätte mir ohne die Prämie keinen Neuen gekauft. Der Alte wäre noch viele Jahre ausreichend gewesen.


    Die Prämie war so kalkuliert, dass in etwa der Gesamtaufwand für die Umweltprämie im Rahmen der Neuwagenverkäufe sogleich als Umsatzsteuer wieder vereinnahmt wurde. Die USt fällt völlig unabhängig vom Produktionsland des Fz. an. Die mit fünf (?) Milliarden Euro bezifferten Ausgaben waren zum überwiegenden Teil also eine Nullnummer für den Staatshaushalt. Unter Berücksichtigung der gesamtwirschaftlichen Zusammenhänge (weniger Kurzarbeit/ALG II-Empfänger) könnte sich diese Aktion also direkt positiv auf den Staatshaushalt ausgewirkt haben - unabhängig von fortdauernden Effekten.


    Von daher sehe ich den verschiedensten Berechnungen mit Gelassenheit entgegen. Ich gehe davon aus, dass gegenwärtig absolut niemand die finanziellen Folgen der zu treffenden Entscheidungen abschätzen kann - nicht mal den Umstand, welche der diskutierten Lösungen letztlich die ökonomisch günstigere ist. Als "Stochern im Nebel" sehe ich die gegenwärtigen Diskussionen ... und zwar auch die der Entscheidungsträger.


    Frankie



    Ergänzung:
    Im Hinblick auf die Gründlichkeit der deutschen Bürokratie wäre eine Währungsumstellung in der Bundesrepublik ganz sicher mit außergewöhnlich hohem Aufwand verbunden, selbst wenn jetzt schon Planungen angelaufen sein sollten. Zudem würde das kein Gesetz (ohne wird es nicht gehen), das man in Bundestag und Bundesrat "mal eben" durchwinken könnte ... die Verabschiedung könnte sich ewig hinziehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Versteh ich jetzt nicht. Was bringt es uns, wenn wir günstig Rohstoffe kaufen können, uns aber die Endprodukte niemand abkauft?


    Das ist wirklich ungeheuer simpel: Wenn die gesamte Wertschöpfung deutscher Exportprodukte in Deutschland stattfinden würde, dann würde eine Aufwertung der heimischen Währung auch vollständig auf die Exportpreise durchschlagen. Wenn in deutsche Exportgüter allerdings importierte Vorleistungen eingehen, was in der Realität in großem Umfang geschieht, dann verhält sich die Sache anders. Durch eine Aufwertung verbilligen sich die Preise für die importierten Vorleistungen und damit sinken tendenziell die Herstellungskosten so daß die Preise unserer Exportgüter unterproportional zur Aufwertung der heimischen Währung steigen. Und dieser Effekt ist um so stärker je höher der Anteil importierter Vorleistungen ist, der in deutsche Exportgüter eingeht. Insofern braucht sich die deutsche Exportindustrie durchaus nicht so sehr vor einer möglichen Aufwertung fürchten, wie das von den Euro-Fanatikern immer behauptet wird.

  • autares:


    Zitat

    Da fehlen mir jetzt echt die Worte...


    Dir?


    Buahah.


    Aber noch einmal:


    Es kaufen deshalb alle größeren Nationen, Länder, Institutionen, Firmen bei uns Maschinen und Technik, weil wir (noch) führend sind auf solchen Gebieten. Und nicht nur deshalb, weil wir die Billigsten" sind. Billig können andere auch, und das auch noch besser.
    Aber billig reicht nun einmal in manchen Bereichen nicht.


    Das war so und das wird auch bei teureren Preisen so bleiben. Vorläufig. Aber auch das ist endlich.


    Im Gegensatz zu deinen Thesen, die sind (fast) haltlos. Aber das ich DIR das erklären muss? DU weist doch sonst alles.....

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Insofern braucht sich die deutsche Exportindustrie durchaus nicht so sehr vor einer möglichen Aufwertung fürchten, wie das von den Euro-Fanatikern immer behauptet wird.


    :)


    Der deutsche Export wird erst einmal das Problem haben, neue Abnehmer zu finden. Wie oben geschrieben: Die deutsche Außenhandelsbilanz weist ein aus Sicht etlicher Ökonomen viel zu hohes Plus aus. Wir liefern Güter an Volkswirtschaften, die sich das gar nicht leisten können. Und die nie zahlen werden. Die Wahrscheinlichkeit steigt leider immer weiter. Clever an der Sache: Das Problem bleibt nicht bei den Firmen hängen, die dorthin geliefert haben. Sondern an ganz Deutschland.


    Um auch mal einen schlechten Vergleich zu gebrauchen: Du kannst der beste Wirt im Ort sein mit der höchsten Qualität weit und breit. Das bringt dir nichts, wenn die Kunden sich eigentlich gar nicht so viele Kneipenbesuche leisten könnten und dein Laden nur noch brummt, weil du jeden anschreiben lässt.

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