Beiträge von pallmall

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    Absolut korrekt. Ich erinnere mich an die beeindruckende Rechnung meines MLP-Beraters: Ich bin 28, habe also möglicherweise gut 40 Jahre Beitragszahlung vor mir. Kaufkraftbereinigt müsste ich jetzt monatlich satte 800 Euro zurücklegen, um meine voraussichtliche Versorgungslücke (bezogen auf mein jetziges Einkommen) zum Renteneintritt auszugleichen. Daß das nicht geht, muss ich wohl kaum ausführen.


    Naja, mal positiv gedacht und davon ausgehend, daß du keine Gehaltseinbussen bekommst, nie krank wirst und durchgehend beschäftigt bleibst...dann wärest du in 40 Jahren 68 Jahre alt. Wenn du dann laut Statistik mit 75 tot umfällst, dann hättest du insofern du das Geld ohne Zinsen schlicht aufs Sparbuch gelegt hast, dann hättest du in diesen verbleibenden 7 Jahren monatlich einen Betrag von circa 4500€ zum verballern (wenn ich keinen Denkfehler habe).


    Ist doch eigentlich recht üppig, selbst wenn man sich noch 7 weitere Jahre genehmigt, kommt man als Single wohl noch durch. :top:

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    Trotzdem sollte und darf man nicht vergessen, das es anderen Menschen noch viel schlechter geht, als es unseren "Armen" je gehen wird.


    Aber das ist doch völlig egal, wenn man über Armut in Deutschland nachdenkt. Es ist ja den "anderen Menschen" in Überhaupt gar nichts geholfen, wenn sie wissen, daß man auch in Deutschland im Pappkarton lebt-die leben dadurch nicht besser.


    Und ich denke auch nicht, daß man sich beschweren kann, wenn hierzulande die Discounter mittlerweile klassenübergreifend frequentiert werden. Die Unternehmer haben damit angefangen, sich an den Niedriglöhnen im Ausland zu orientieren, haben aber die Preise für "Made in Germany" regelmäßig hoch gepusht. Es wurde schlicht versäumt (vermutlich nicht aus Geiz, sondern aus Gier!), die deutschen Arbeitnehmer besser zu bezahlen und an Gewinnen zu beteiligen. Und dann ist man allen Ernstes peinlich berührt, wenn vom Niedriglohn keine Hochpreisartikel gekauft werden?


    Und man darf auch nicht ausser Acht lassen, daß sich die deutsche Wirtschaft ja immer noch massiv dagegen wehrt, daß deutsche Konsumenten entstehen. Da wird seit ewigen Zeiten der Mindestlohn torpediert (der durchaus eine gewisse Zahl an "Mindestkunden" garantieren würde), "Hire and Fire" herbeigesehnt (ohne Identifikation mit dem Unternehmen wird es aber nichts, denn genau diese Bindung an das Unternehmen macht die Asiaten so stark und war unser Trumpf zu Zeiten des Wirtschaftwunders) und Ausbilden will man schonmal gar nicht mehr.


    Sind eh alle "ausbildungsunfähig"-warum der Superinder oder Powerchinese hierzulande anheuern soll und mit seinem Wissen die Wirtschaft beflügeln, wenn er den Reibach auch zu Hause machen kann, bei niedrigeren Lebenshaltungskosten...darüber will keiner nachdenken. Anstatt ohne Rücksicht auf Verluste die eigenen Landsleute anzulernen und das Niveau insgesamt zu pushen, wird selektiert und klein gehalten, als gäbs kein Morgen mehr.

    Ich denk mir, die Frage ist nicht, ob das gegenwärtige Rentenmodell funktioniert (das tut es), sondern wichtiger ist, was für den Rentner später auf dem Konto steht-und da sitzt ja nun wahrlich mau aus, manche behaupten gar, es wird für momentan arbeitende Menschen nicht mehr als ALG2 rausspringen. Und auch wenn mancher meint, zu den Besserverdienenden zu gehören-will man da deutlich mehr Rente haben, muss man eigentlich als Besserverdiener einen Lebensstandard führen wie ein Minijobber (überspitzt gesagt). Anders ist die Rente privat nicht zu wuppen.


    Das tolle an unserem Rentensystem war ja, daß es bei günstiger demographischer Entwicklung bombensicher läuft, leider auch nur dann. Die ganzen privaten Vorsorgesysteme sehe ich nicht als sicher an, da werden noch einige große Tragödien erleben. Die private Vorsorge ist in der Regel irgendwie mit dem Aktienmarkt verwoben und der nimmt auf niemanden Rücksicht.


    Ich vermute, daß die "Schwarzarbeit" eine neue Qualität erleben wird. Es läuft dann bei Minimalstrenten darauf hinaus, daß man jemanden kennt, der jemanden kennt, der einem die Heizung repariert, wenn man ihm dafür die Wohnung streicht etc.. Da mag der Staat noch jubilieren, daß er jetzt mehr Kohle für Selbstverteidigung am Hindukusch und ähnlichen Schmonzes hat, aber er zersetzt sich mit diesem Abspaltungskurs vom Volk selbst.

    Nur weil du meine Aussage als Beleidigung empfindest, ist es noch lange keine-das Spielchen kannste im Muslimforum machen, aber sicher nicht hier.


    Wissenschaftlich gesehen ist das durchaus "krank", da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Ich finds irgendwo merkwürdig, daß sich Leute über vermeintlich "authentische" Gewaltdarstellungen "amüsieren"-deshalb ist man sicher kein schlechter Mensch, bloß ein kranker.


    Authentisch ist an den Gewaltdarstellungen erstmal garnix, wäre dem so, dann würden sich etliche Computerspieler in Behandlung begeben müssen-wie diejenigen, die bspw. in Kriegsgebieten authentische Gewalt ausüben und erfahren und dann zerbrochen heimkehren.


    Umso bezeichnender ist die Verrohung, denn viele sind geil auf Gewalt, selbst dann, wenn diese völlig unreal ist. Sollte man auch mal drüber nachdenken.


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    Wenn ich da an die World Cyber Games 2005 denke, da durfte halt mal das Halo 2 Team von mTw fix nach Tokyo fliegen (alles umsonst und sponsored by WCG), dort 3 Tage verbringen und halt zocken.


    Ja, schön blöd-da ist man mal drei Tage in Tokio und verbringt die dann vorm Computer. Echt beneidenswert, die Clanbuben.

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    die unangenehm gestresste situation in der ich jetzt grade bin ist aber nicht aus einem tag/einem ereignis erwachsen, sondern aus der aneinanderreihung mehrerer stressfaktoren, die jeder für sich allein genommen eigentlich kein problem sind, sich aber im laufe einer woche angestaut haben.


    Sind die angesammelten Stressfaktoren denn noch aktuell, oder mittlerweile erledigt? In jedem Fall hilft da zukünftig, solche Stressfaktoren nach ihrem Wert abzuarbeiten. Nicht alles muss sofort erledigt werden-und wenn doch, dann nicht von einer Person alleine. Am Besten also "delegieren", oder "entschärfen".


    Delegieren bedeutet, jemand anderem die Aufgabe zutragen. Ist das nicht möglich, dann muss man entschärfen, was bedeutet, sich teilweise Unterstützung zu holen. Untertsützung kann bedeuten, sich Ratschläge zu holen, einfach zu reden oder aber auch, Termine zu verschieben. Wenn man weiß, daß man einen Termin nicht einhalten kann, dann sollte man dazu auch stehen. Wenn man eine Aufgabe nicht erledigen kann, ebenfalls. Jeder hat seine Grenzen und die sind nichts negatives, die gehören einfach dazu.


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    jetzt sozusagen "posttraumatisch" 4 tage später, gibt meine phsyche mir die quittung


    Vielleicht ist es auch Ärger? Vielleicht bist du ja in Stresssituationen mehr oder weniger reingerutscht, in die du garnicht wolltest. Und jetzt merkst du, daß das eigentlich ziemlich scheiße gelaufen ist, die direkte Ansprache des Mißstandes aber nicht mehr möglich, weil die Stresssituationen vorbei sind?


    Ich mein, wenn der Stress vorbei ist, kann man ja zu Recht befürchten, daß er sich wiederholen könnte. Wenn man dann aber nicht so recht weiß, wie man sich dessen erwehren soll, dann bleiben ja nur zwei Szenarien übrig: Angriff oder Starre (kennt man ja aus dem Tierreich und ist bei Menschen nicht anders). Möglicherweise hast du körperlich ganz viel Adrenalin für den Angriff, dein Geist ist aber eher defensiv und plädiert auf Starre-deshalb beruhigt sich erstmal nix, weil der Körper angreifen will, der Geist aber nicht.


    Vielleicht nimmt es viel Stress weg, wenn du dir überlegst, wie du beim nächsten Mal in einer solchen Verkettung von Stressfaktoren darauf reagieren willst? Es hilft dabei zu gucken, was eigentlich in der eigenen Verantwortung liegt und was nicht.


    Zu sagen "ich mach das nicht" ist schwer, weil man die Konsequenzen befürchtet. Allerdings sind selbstverantwortlich verursachte Konsequenzen viel einfacher zu ertragen, als Dinge, die man nicht beeinflussen konnte. Es ist eines, daß einem alles zu viel wird, weil andere etwas von einem wollen, etwas anderes ist es, wenn einem alles zu viel wird, weil man selber etwas will.

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    wie bringe ich meinem körper schneller bei, dass die stresssituation von letzter woche jetzt vorbei ist ??


    Das bringst du deinem Körper garnicht bei, abgesehen davon weiß er um diesen Umstand deutlich besser Bescheid, als dein Geist. ;)


    Egal welche Art Stress man hat, der Körper verbraucht dabei Energie. Je nach Unausgewogenheit von Stress und Ruhephasen reichen die gewohnten Ruhephasen dann nicht mehr aus, um die Energiereservern wieder in die persönliche Norm zu bringen. Insofern bleibt dir eigentlich nur, die Ruhephasen massiv zu vergrößern, wenn du schneller wieder "der Alte" werden willst.


    Jetzt einfach zu sagen, der Stress ist vorbei, wird nix bringen. Es bringt ja auch nix, deinem Auto zu sagen, die Fahrt übers Nagelbett ist vorbei-Reifen wechseln und neu tanken musst du trotzdem .


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    ist es besser gar nix zu machen und sich ins bett zu legen, oder sollte ich etwas machen, dass ich sonst auch gerne mache um mich abzulenken ?


    Wenn dich die Ablenkung beruhigt und entspannt, dann kannst du das natürlich machen. Wenn du aber körperlich halb daniederliegst und eigentlich merkst, einfach mal absolut nix tun würde dir am meisten liegen, dann ist das auch erforderlich und sollte gemacht werden. Im Grunde kann man sich nicht "ablenken", wenn es um Erholung geht. Man kann sich nur erholen, ob man das nun mittels einer angenehmen Tätigkeit macht (also eine, die kaum Energie verlangt, wie oben erklärt) oder schlichtweg garnix tut, ist egal.


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    im moment ists mir am liebsten, wenn kein mensch mich anspricht und ich einfach ruhe habe.


    Dann ist das wahrscheinlich am Hilfreichsten. Man muss sich ja nicht komplett isolieren. Ich würde also alle Kontakte bis auf engste Freunde und Famile/Lebenspartner komplett runterfahren. Wenn also wer anruft, der nicht dazu gehört und was will, darauf verweisen, daß es momentan nicht geht und anderen Termin nennen-und auch garnicht erst diskutieren, warum oder weshalb.