Vielleicht sind auch alle Parteien irgenwie gleich und wollen nur an die Macht (was vielleicht auch nicht verwerflich ist, aktiv was zu verändern und zu gestalten?).
Ich meine nur hinsichtlich der Koalitionsversprechen, gilt doch zuletzt nur was bei der Wahl herauskommt, siehe Thüringen.
Wenn Steinmeier und Müntefehring meinen, mit ihnen gäbe es keine Zusammenarbeit mit den Linken, kann dies sehr wohl bedeuten, dass sie dann eben zurücktreten (wie Althaus oder verzichten wie Ramelow). Soll die SPD wenn es für schwarz-gelb nicht reicht, wirklich auf den Kanzlerposten verzichten, nur weil die FDP sich trotz bisheriger fehlender strikter Koalitionsaussage querstellt (um die Grünen in die Jamaikakoalition zu zwingen)? Deshalb, denke ich, dass Althaus umsonst zurückgetreten war. Es war vor der Wahl schon zu lesen, Ramelow könnte auf das Ministerpräsidentenamt verzichten, um der Linken zur Regierungskoalition zu verhelfen. Dass die Gespräche sich ggf. bis über den Bundestagswahltag hinziehen, ist ebenfalls kaum verwunderlich.
Die CDU verspricht keine Steuern zu erhöhen, also bleiben ja nur Erhöhung der Abgaben oder Beiträge (Renten-/Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung oder Krankenversicherung etc.) oder eben die Einführung einer neuen Steuer wie die CO2-Steuer (wie sie gerade in Frankreich auf Energie eingeführt wird). Da man mit Benzin die Rente finanziert, ist das ja auch kein Problem. Ohne was bekommt man den Schuldenstopp bis 2020 nicht hin und es lauern ja überall noch die plötzlichen unvorhersehbaren Wirtschafts-, Sozial- und Sicherheitsprobleme, die ja als Ausnahmen unerwarteterweise dann wieder plötzlich viel zusätzliches Geld dringend benötigen....
Vielleicht wird ja der FDP-CDU-Gesamtstimmenanteil ein wenig überschätzt in der Gesamtbevölkerung und wir bekommen auch noch nach der Wahl so schnell keine neue (alte) Regierung.