ZitatOriginal geschrieben von SirShagalot
(...)Mal ne andere Frage: welche Sofortmaßnahmen wären denn am sinnvollsten (konkret bei den betroffenen Städten)? (...)
Es gibt in dem Fall keine sinnvollen Sofortmaßnahmen. Die Maßnahmen können, um langfristige Senkungen der Feinstaubkonzentration zu bewirken, auch nur mittel- bis langfristig durchgeführt werden.
Dazu gehört nach und nach die Ausrüstung sämtlicher Diesel-PKW, -LKW und -Busse mit DPF (BTW: Die Nachrüstung eines Busses kostet ca. 6.000 €). Nicht zu vergessen, die Diesel-Loks der Deutschen Bahn.
Das ist mal die erste, relativ günstige Maßnahme. Längerfristig müssen in Industrie und Privathaushalt die Emissionen verringert werden.
Fahrverbote sind völliger Blödsinn, führen vielleicht zu einer Verringerung der Feinstäube im gesperrten Bereich, dafür verteilen sie sich dann im Umland und sorgen für eine insgesamt höhere Feinstaubkonzentration.
Die Überlegungen der Bundesregierung, Filter ab Werk mit 350.- € und Nachrüstfilter mit 250.- € Steuervorteil zu fördern, sind schonmal als sehr positiv anzusehen, da damit der Kauf / die Nachrüstung mit etwa 50% gefördert wird. Um dies umzusetzen, müssen die Damen und Herren nur mal zu Potte kommen und sich nicht von den Landesregierungen reinreden lassen, die Steuerausfälle befürchten.
Da es letztendlich auch bei jedem Umweltthema um Profitmaximierung bei Vater Staat geht, befürchte ich allerdings, dass die Förderung noch einige Zeit auf sich warten lässt.
Nunja, mein nächster Diesel Ende 2006 hat auf jeden Fall einen DPF und aufgrund von Umstrukturierungen in unserem Fuhrparkmanagement auch einen Stern.
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Stefan