Beiträge von Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Zur Entlastung der ges. KK (bezüglich derer Du ansonsten aber absolut Recht hast) sei angemerkt, dass diese sich ihre Patienten halt nach wie vor nicht aussuchen können. (...)


    Natürlich ist meine Aussage überspitzt, dass es die gesetzlichen KK'n im Gegensatz zu den Privaten nicht einfach haben, ist mir schon klar.


    Allerdings können auch die gesetzlichen KK'n, bzw. der Gesetzgeber z.B. von der Tarifstruktur lernen. Für einen geringeren Beitrag bin ich gerne bereit, eine Selbstbeteiligung in Form einer Summe oder eines prozentualen Anteils auf mich zu nehmen, in einer gesetzlichen Regelung z.B. abhängig vom Gehalt. So können die KK-Beiträge und so auch die Lohnnebenkosten auf Dauer gesenkt werden. Grundlage wäre dann natürlich eine Einheitliche Krankenkassenstruktur abseits von gesetzlich oder privat.


    Den Sozialstaat mit dem allumfassenden Solidaritätsprinzip können wir uns schon lange nicht mehr leisten.



    Zitat

    Original geschrieben von jabrokoss
    ich bin ja immer froh, dass du mit deiner "langjährigen" erfahrung im öd, dich soooo gut auskennst....


    Da mein bester Freund meinen Job "übernommen" hat, habe ich noch perfekten Einblick in die Situation dort. Die "Erfahrungen" beruhen also auf inzwischen drei Jahren. Drei Wochen Krankheit sind dort noch wenig - vier bis sechs Wochen und alle paar Jahre ein Kürchen sind normal. Dabei geht es konkret um eine EDV-Abteilung, bzw. inzwischen ein Amt für Organisation und IT in einer Stadtverwaltung mit 3.000 Mitarbeitern. Schon in meiner relativ kurzen Tätigkeit dort bin ich also viel rumgekommen in den verschiedensten Ämtern, Dezernaten, "Stellen" etc. Wenn man sich auf der "Stelle zur Gleichberechtigung der Frau" darüber gedanken macht, wie man es organisiert ein rollierendes Verfahren einzuführen, dass jede Kollegin mal den Schreibtisch am Fenster bekommt, kann was nicht stimmen.


    Der Staat macht es den Faulenzern, Quärulanten und Simulanten also perfekt vor.



    Stefan
    [small]Sklave der Marktwirtschaft[/small]

    Wie heisst es so schön: "Was uns nicht umbringt, macht uns härter".


    Wer also aus Schiss vor Entlassung arbeiten gehen kann, kann dies auch ohne Angst davor tun. Wer wirklich so krank ist, dass er physisch und/oder psychisch nicht mehr fähig ist, arbeiten zu gehen, dann bleibt er (zu recht) zuhause.


    Wenn ich dann an anderer Stelle lese und auch aus dem eigenen Bekanntenkreis höre, dass man im Jahr drei oder mehr Wochen krank ist, macht mein Kopf automatisch eine schüttelnde Bewegung. Gleichzeitig muss die daraus zu schließende Erkenntnis sein, dass man sich dies nur im Öffentlichen Dienst in nicht allzu wichtiger Position "leisten" kann. Aus meiner eigenen, neunmonatigen Erfahrung im ÖD, treffe ich diese Aussage einfach mal.


    Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass bei 30 Tagen Urlaub und 15 Tagen Krankheit (3 Wochen), insgesamt 45 Tage "verloren" gehen.


    Den Arbeitnehmern muss anscheinend erstmal verdeutlicht werden, wie wichtig Arbeit heutzutage ist, und sich jeder mal etwas am Riemen reissen muss und Urlaub und Krankheit nicht als Grundrechte von Arbeitnehmern angesehen werden.


    Trotz 2-3 teils heftigen Erkältungen im Jahr, finden sich für 2004 ganze 1,5 Krankheitstage in meiner "Akte". Angst entlassen zu werden, habe ich gewiss nicht, der Unternehmensdurchschnitt liegt, wenn man die notorisch "kranken" Azubis rausrechnet bei 2-3 Tagen. Angst um den Arbeitsplatz hat noch immer keiner.



    Aronia:
    Nun nehme ich als dritter hier im Thread folgenden Satz auf: "Es ist einfach dumm, sowas zu behaupten"


    Die meisten "klassischen" gesetzlichen Krankenkassen sind, fette, aufgeblasene Verwaltungsapparate, die es sich zum Teil trotz Milliardendefiziten leisten, 14 Monatsgehälter zu bezahlen. Dazu müssen dann die KK'n, welche "besser" wirtschaften, die defizitären Klötze finanziell unterstützen und über Wasser halten.


    Richtig machen es die privaten Krankenkassen. Keine Defizite trotz besserer Leistungen und niedrigerer Beiträge, dazu eine Portion Eigenverantwortung des Versicherten.


    Nun steht die Frage im Raum, welches das durchdachtere Konzept ist.



    Stefan

    Das sind doch keine Berufsgruppen. Das ist einfach eine Aufstellung der Beschäftigungsverhältnisse. Welche Relevanz diese haben sollen, ist mir schleierhaft.


    Interessanter wäre eine Umfrage nach tatsächlichen Berufsgruppen/Berufsbereichen wie Technik, Informatik, Medizin, Verwaltung etc.


    Wenn man es gänzlich ausschlachten will, kann man sogar noch weiter gehen und nach ausgeübten Berufen fragen.


    Aber letzteres ginge wohl zu weit, wenngleich nicht ganz uninteressant.



    Stefan

    Sodele, da sich der Schnee nun auch endlich mal für Freiburg erbarmt hat, aber sicher nicht lange verweilen wird, die altbekannten Stefan'schen Bilder vom Fenster zum Hof:





    Temperatur: 0°C
    Schneehöhe: 0,5 cm
    Niederschlag: Mittlerer bis starker Schneefall
    Gemütsstimmung: Guuuuuut



    Stefan

    ...ausserdem ist das Wägelchen ein TT-Baby, das heisst, Dominik wurde durch die allseits kompetenten und freundlichen Ratschläge der TT'ler in seiner Entscheidung für den Nissan unterstützt. ;)


    Resumee:
    "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten" [small](Dieter Nuhr)[/small]



    Stefan