ZitatOriginal geschrieben von BigBlue007
Zur Entlastung der ges. KK (bezüglich derer Du ansonsten aber absolut Recht hast) sei angemerkt, dass diese sich ihre Patienten halt nach wie vor nicht aussuchen können. (...)
Natürlich ist meine Aussage überspitzt, dass es die gesetzlichen KK'n im Gegensatz zu den Privaten nicht einfach haben, ist mir schon klar.
Allerdings können auch die gesetzlichen KK'n, bzw. der Gesetzgeber z.B. von der Tarifstruktur lernen. Für einen geringeren Beitrag bin ich gerne bereit, eine Selbstbeteiligung in Form einer Summe oder eines prozentualen Anteils auf mich zu nehmen, in einer gesetzlichen Regelung z.B. abhängig vom Gehalt. So können die KK-Beiträge und so auch die Lohnnebenkosten auf Dauer gesenkt werden. Grundlage wäre dann natürlich eine Einheitliche Krankenkassenstruktur abseits von gesetzlich oder privat.
Den Sozialstaat mit dem allumfassenden Solidaritätsprinzip können wir uns schon lange nicht mehr leisten.
ZitatOriginal geschrieben von jabrokoss
ich bin ja immer froh, dass du mit deiner "langjährigen" erfahrung im öd, dich soooo gut auskennst....
Da mein bester Freund meinen Job "übernommen" hat, habe ich noch perfekten Einblick in die Situation dort. Die "Erfahrungen" beruhen also auf inzwischen drei Jahren. Drei Wochen Krankheit sind dort noch wenig - vier bis sechs Wochen und alle paar Jahre ein Kürchen sind normal. Dabei geht es konkret um eine EDV-Abteilung, bzw. inzwischen ein Amt für Organisation und IT in einer Stadtverwaltung mit 3.000 Mitarbeitern. Schon in meiner relativ kurzen Tätigkeit dort bin ich also viel rumgekommen in den verschiedensten Ämtern, Dezernaten, "Stellen" etc. Wenn man sich auf der "Stelle zur Gleichberechtigung der Frau" darüber gedanken macht, wie man es organisiert ein rollierendes Verfahren einzuführen, dass jede Kollegin mal den Schreibtisch am Fenster bekommt, kann was nicht stimmen.
Der Staat macht es den Faulenzern, Quärulanten und Simulanten also perfekt vor.
Stefan
[small]Sklave der Marktwirtschaft[/small]


