Toller Kommentar, Timon. So fundiert und sachlich... 
Zitat
Original geschrieben von Steinie
Naja, ich empfand es als das typische Geschwafel.
Verändern kann er eh nichts, weil er eine eher rein repräsentative Funktion inne hat.
Auch mit einer rein repräsentativen Funktion kann der Bundespräsident einiges bewegen, und sei es nur das weltweite Ansehen und die Stimmung bzgl. Deutschland und der Deutschen aufzupolieren.
Beruhigend stimmt mich, dass er nicht wie sein Vorgänger Johannes Rau Deutschland in der Büßer- und Täterrolle dastehen lässt. So oft wie dieser "zu Kreuze gekrochen" ist, repräsentierte er Deutschland sicher nicht in positiver Art und Weise. Ein bisschen mehr Überzeugung für das eigene Land wird in den nächsten 5 Jahren gut tun.
Vielleicht schafft es der Ökonom Köhler, Deutschland in der Welt auch mal wieder als Witschaftsnation zu repräsentieren und so wenigstens einen gewissen Teil auf den bitter nötigen wirtschaftlichen Aufschwung Einfluss zu nehmen.
Frau Schwan war meiner Meinung nach ein unglücklicher Notnagel von Rot-Grün. Kann man mit dem Kandidaten nicht personell überzeugen, muss der Frauenbonus herhalten. Auch von der beruflichen Vorgeschichte her, hätte ich mir Frau Schwan nur schwer als Staatsoberhaupt vorstellen können.
Summa Summarum ist die Wahl auf den richtigen Kandidaten gefallen. Auch wenn der "Banker" nicht durchweg auf Sympathie in der Bevölkerung stößt, vermag er vielleicht - vorallem aus seiner gewissen politischen Unsabhängigkeit heraus - etwas frischen Wind, unabhängig von den Parteikollegen in das Amt des Bundespräsidenten zu bringen.
Charisma (v. Weizsäcker) und Bibeltreue (Rau) waren gestern - etwas wirtschaftlich denkende Härte ist heute angesagt.
In diesem Sinne ... "Herr Prof. Dr. Schwan" hat die Wahl verloren und die Nationalhymne kommt zukünftig auch vor der Antrittsrede. [small](Verbrochen by Wolli Thierse)[/small]
Stefan