@Porno:
Diesel sind i.d.R. nunmal Langstreckenfahrzeuge, die nicht ihr ganzes Leben von Ampel zu Ampel geprügelt werden, sondern eher auf Autobahnen und Landstraßen unterwegs sind, wofür auch die Laufleistung des hier erwähnten Fahrzeuges spricht.
Desweiteren sind die Fahrwerke von Dieseln i.d.R. anders ausgelegt, als die des vergleichbaren Benziners. Schon allein aus dem Grund, dass ein Dieselmotor schonmal 100-300 KG mehr wiegt, als ein Benziner. Dazu dann noch eine Kupplung / ein Getriebe, welches für das hohe Dieseldrehmoment ausgelegt ist (kann man jetzt nicht auf die SDI-Rakete beziehen, eher allgemein). Dann geht es weiter mit den Bremsen. Die Bremsscheiben meines Dieselchens sind z.B. 2cm im Durchmesser größer als die des vergleichbaren Benziners mit der selben (nominellen) Leistung. Dann noch letztendlich die Motordrehzahl: Ein Diesel dreht maximal 4.000-4.500 U/Min, bei typischem Autobahntempo von 130 km/h liegen gerade mal 2.000 Touren an. Ein Benziner nölt bei dieser Geschwindigkeit schon bei 4.000 Touren, gerade leistungsstarke Motoren drehen mindestens 6.000, aber auch schonmal 8.000 Touren im Maximum.
All diese Faktoren sorgen dafür, dass ein Dieselfahrzeug (schon wieder i.d.R.) höhere Laufleistungen erreicht als ein Benziner. Das muss nicht zwingend so sein, mit dieser Laufleistung ist man bei einem Diesel allerdings eher auf der sicheren Seite. Gerade Benziner in der Leistungsklasse um 60-70 PS sehen oft nur selten eine Strasse, die Tempi höher als 50 km/h erlaubt - bei ständigem Stop and Go ist der Verschleiss sämtlicher Teile natürlich ungleich höher.
Also: Ein Diesel muss nicht generell länger halten als ein Benziner, durch die technisch robustere Auslegung ist dies aber (zum letzten Mal i.d.R.) wahrscheinlicher.
Stefan