Huiiii - hier geht ja des Nächtens die Post ab! 
Dann werde ich meine Haltung gegen die Wehr-/Zivildienstpflicht mal darlegen:
Erstmal vorweg: Dass die Wehrpflicht ausgedient hat, ist nicht nur meine Meinung. Kein Land ohne Wehrpflicht steht verteidigungstechnisch schlechter da als Deutschland - mit dem kleinen Unterschied, dass diese das gesparte Geld besser in motivierte Berufssoldaten und Ausrüstung die jünger als 30 oder 40 Jahre ist, stecken können. Deshalb schreibe ich im folgenden nur vom Zivildienst.
Die Gerechtigkeit geht dabei völlig verloren. Es sind nicht nur Männer zwischen 17 und 23 Jahren, die vom deutschen Staat profitieren. Das sind genauso Frauen, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Häftlinge, Ausländer und Asylanten. OK, Frauen bekommen i.d.R. (zumindest ca. 50%) Kinder, fallen dadurch im Berufsleben längere Zeit aus. Damit ist die Ausnahme aus dem Gemeinnützigen Dienst allerdings nur zur Hälfte entschuldigt.
Was ist aber mit denjenigen, die die Sozialsysteme in Anspruch nehmen und teilweise ausnutzen? Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und wegen z.B. Kapitalverbrechen (Betrug, Steuerhinterziehung etc.) verknackte Häftlinge können den gemeinnützigen Dienst genauso leisten. Und warum werden nur deutsche Staatsbürger herangezogen? Die Nationalität sollte doch hinsichtlich dessen heutzutage keine Rolle mehr spielen. Auch muss man diese Bevölkerungsgruppe diesbezüglich nicht übertrieben in Schutz nehmen.
Diese Menschen kosten - ob nun verschuldet oder unverschuldet - den deutschen Staat, resp. jeden Steuerzahler eine Menge Geld. Ich möchte in keinster Weise diese Menschen diskreditieren, diskriminieren oder als Menschen zweiter Klasse darstellen, aber obiges ist nunmal Fakt.
Das "Problem" der überwiegenden Mehrheit dieser Menschen ist nicht die Abhängigkeit vom Staat selbst, sondern die vermeintliche Nutzlosigkeit und Abschiebung auf das menschliche Abstellgleis. Also kann man doch gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen - die Leute bekommen wieder eine Aufgabe und evtl. die Chance wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. Ein 50 Jähriger ehemaliger Bauarbeiter ist für den Zivildienst in welchem Bereich auch immer, sicher nicht schlechter geeignet als ein 17 oder 18-Jähriger Schulabsolvent.
Warum also die berufstätigen, finanziellen Träger des sozialen Systems aus der gesellschaftlich guten Stellung abziehen und in Tätigkeiten stecken, die Millionen andere Menschen leisten könnten, ohne den Arbeitsplatz zu riskieren.
Wenn man es also differenziert betrachtet, ist es der deutsche Staat, welcher asozial und engstirnig handelt.
Schaut man sich dann den Wahnsinn an, dass man einen jungen Mann aus den USA (United States of Arabia :D) kramfhaft zur Musterung ranziehen möchte, kann man sich nur an den Kopf fassen.
Stefan