Beiträge von Stefan

    In der Summe nehmen sich Front- und Heckantrieb nichts. Beide Antriebsvarianten haben ihre Vor- und Nachteile.


    Der Frontantrieb ist "narrensicher" und bietet (heutzutage nur noch minimal) bessere Traktion z.B. im Schnee. Heckantrieb wird mitunter durch den Hang zum Übersteuern als agiler und sportlicher empfunden. Zudem ist beim Heckantrieb zumindest bei stärker motorisierten Fahrzeigen das Lenkrad ruhiger, weil vom Antrieb entkoppelt (entfällt natürlich bei "Drive by Wire").


    Hersteller wie BMW und MB setzen IMO aus Tradition auf dieses Antriebskonzept. Bei Ford und Opel wurden bis in die 80er/90er Fahrzeuge (z.B. Sierra oder Omega) "geschoben", mittlerweile ist man komplett zum Frontantrieb übergegangen.



    Eingeschworene Hecktriebler-Fahrer werden zwar was anderes behaupten, da ich regelmäßig neben meinem Fronttriebler auch einen gleich motorisierten Hecktriebler bewege (kein BMW ;) ) bin ich der Meinung, dass es nur marginale Unterschiede und keinen Vorteil für eines der Antriebskonzepte gibt - mir liegt beides sehr gut.


    Edit: Da haben wir ja schon einen eingeschworenen "verblendeten". :D Passt aber irgendwie nicht in Dein Konzept, dass mein 150 PS / 310 NM deutlich besser beschleunigt als die heckgetriebenen 143 PS / 310 NM. Die 7 PS sind´s sicher nicht. ;) Am Heckantrieb alleine kann man es also nicht festmachen. Das Gesamtpaket ist entscheidend.



    Stefan

    @noki0815: Das "Edit" macht den Beitrag auch nicht anspruchsvoller. ;)



    Elke2002: Du nötigst mich geradezu zu einem weiteren Beitrag.


    So tragisch die Zahlen der Toten und Verletzten auch klingen mögen, machen die getöteten "nur" 0,01% der Verkehrsteilnehmer aus, die Verletzten kommen auf eine Quote von 1%. (Bei einem Fahrzeugbestand von ~45.000.000)


    Das heisst einfach umgerechnet, dass 98,9% relativ sicher unterwegs sind und keine schweren Unfälle verursachen. Also kann das nicht das einzige und entscheidende Argument für ein generelles Tempolimit sein.



    Den selben Effekt der Reduzierung schwerer Unfälle (wobei ich ernsthaft bezweifle, dass die Unfallquote bei einem TL merklich sinken würde) hätte man mit ähnlicher Technik, wie z.B. rund um die Frankfurter Autobahnkreuze: Verkehraufkommen-Abhängige Anzeigen. Bei dichtem Verkehr 100-130 und wenn es die Verkehrslage zulässt, eben unbegrenzt. Teurer als das Maut-Desaster dürfte das auch nicht sein, aber eben teurer als es dem Staat die Sicherheit und Gerechtigkeit auf der AB wert wäre.



    Naja - wir werden das Thema hier mal wieder nicht ultimativ zu Ende diskutieren können. Ich freue mich erstmal wieder morgen auf 5 Stunden Autobahn und Fahrvergnügen auf unbegrenzten Abschnitten.



    Stefan - für den sein Auto nicht nur Gebrauchsgegenstand, sondern auch Wohnzimmer und Büro ist.

    noki777: Wenn Du keinen Wert auf Macht legst und damit zufrieden bist - bitte.


    autares: Da hat aber einer fein in VWL/BWL aufgepasst. Nur steht in den Büchern anscheinend nicht, dass es nicht nur die "Gesamtwirtschaft" an sich gibt, sondern diese durch viele einzelne Branchen zusammengesetzt wird. Hinkt das Bein hinten links, kommt das ganze Geraffel ins Wanken, wenn es zu keiner Umschichtung kommt. Die tollste Theorie nutzt nichts, wenn die Praxis dummerweise nicht mitspielt.


    bastian_S: Doch, das kann man sich Spasseshalber einfach mal so durchrechnen, auch wenn nicht wissenschaftlich fundiert und bis auf 40 Kommastellen genau. Ohne Tempolimit gibt es eine gewisse Durchschnittsgeschwindigkeit und mit Tempolimit eben eine gewisse niedrigere (angenommene) Durchschnittsgeschwindigkeit. Damit kann man dann die Zeit auf die Kilometerleistung umrechnen und kommt zu dem Ergebnis, wie viele km man in der selben Zeit mit und ohne TL fahren kann. Rechnet man sich dann noch durch, wieviele Kunden pro z.B. 100 km besucht werden und nimmt die prozentuale Wahrscheinlichkeit eines Geschäftsabschlusses hinzu, kann man annähernd errechnen, welchen Schaden ein Tempolimit anrichten würde.


    Selbstverständlich spielen noch ganz andere Faktoren dabei eine Rolle, aber das mal durchzurechnen ist die Erkenntnis auf jeden Fall wert.


    @Fiesta-Elke: Mir fällt jetzt nix mehr ein :D



    Auf SWR3 kam heute ein nettes Statement eines Verkehrsexperten (sinngemäß):


    "Es gibt Schnellfahrer und Raser - Schnellfahrer sind nicht langsamer unterwegs als Raser, schätzen die Verkehrslage aber besser ein, sehen gefährliche Situationen rechtzeitig voraus und passen sich den Verkehrsverhältnissen an. Raser verlieren den Bezug zur Realität und Vernunft und steigern sich in den "Geschwindigkeitsrausch" hinein, sodass es zu Drängeln und gefährlichen Fahrmanövern kommt. Würde man nur die Raser sehen, kann man auf ein Tempolimit nicht verzichten. Ob man es sich andererseits aber leisten kann, deswegen ein generelles TL einzuführen bleibt fraglich."



    Desweiteren schließe ich mich Jochen an, beende die Diskussion meinerseits an dieser Stelle und werde auch weiterhin die dreimaligen Freischüsse beim betätigen der Lichthupe auf auch noch in 30 Jahren Tempolimitfreien, deutschen Autobahnen ausnutzen.



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Was der eine verliert, gewinnt der andere - alte VWL Regel.
    Gesamtwirtschaftlich wuerde sich wahrscheinlich ueberhaupt nichts aendern...


    greetz,
    autares


    Wobei es fatal ist, einzig die Gesamtwirtschaft in Betracht zu ziehen.


    Würde man z.B. sämtliche Binnenschiffkanäle dichtmachen, würde der Güterverkehr auf der Strasse und Schiene profitieren - für eine ganze Branche würde dies allerdings das Aus bedeuten.



    Mögen mich vielleicht einige dafür hassen, aber lieber 10 Tote auf der AB im Jahr mehr, als zehntausende zusätzliche Arbeitslose. :rolleyes:



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    (...)
    Ebenso geht es diesen Laendern wirtschaftlich besser, denn ich denke kaum, dass sich bei einem Tempolimit die Wirtschaft auch nur annaehrungsweise veraendern wuerde(...)


    greetz,
    autares


    Ich habe Spasseshalber vor einigen Monaten nach einer Diskussion über das Tempolimit in verschiedenen Ländern und deren Sinn und Unsinn mit unserem Vertriebsleiter durchgerechnet, was ein Tempolimit von 120 km/h umgerechnet auf seine eigenen gefahrenen Geschwindigkeiten anrichten würde.


    Herausgekommen ist, dass bei der jährlichen Fahrleistung von 85.000 km Zahl X an Kundenbesuchen aus zeitlichen Gründen ausfallen müsste, was auf den prozentualen Anteil der Abschlüsse gerechnet ein Minderumsatz von 3-4 Systemen, also rd. 200.000 - 250.000 € ausmachen würde.


    Natürlich ist dieser Fall zu speziell um ihn auf die gesamte Wirtschaft umzurechnen, so oder so anders sieht es in sehr vielen, besondern mittelständischen Unternehmen aus.


    Dass einem Megakonzern eine viertel Million € an der linken Arschbacke vorbei gehen, ist mir klar - in kleineren Unternehmen mit einstelligen Millionenumsätzen (wie meinem Arbeitgeber) reisst dies aber ein riesen Loch in die Bilanz, woran immerhin ~20 Arbeitsplätze hängen.



    So pauschal äussern, dass es keinen Wirtschaftlichen Schaden gäbe kann man es also definitiv nicht! ;)



    Stefan

    Du sprichst mir aus der Seele.


    Wenngleich ich - um Konfrontationen zu vermeiden und fair zu bleiben - den Namen aus dem Zitat entfernen würde.



    Ich kann es auch nicht leiden, dass man sich für den eigenen - und sei es nur ein kleiner - Wohlstand schämen oder rechtfertigen muss. Jeder erträumt sich größeren finanziellen Spielraum, neidet es aber denjenigen, die diesen Spielraum besitzen und auch ausnutzen.


    In diesem Zusammenhang kann man Deutschland wunderbar auf TT ausweiten. Selten habe ich in einem Forum eine größere, ganz eigene Form erlebt. Das bezieht sich zwar nicht nur auf den Sozialneid, fällt aber hinsichtlich dessen schon oft auf. Kann man sich wöchentlich 3 Handys kaufen, gehört man noch zu den "Guten", weil gleichgesinnten. Andererseits kann man sich z.B. nicht ohne weiteres erlauben, einen Thread zu eröffnen, in welchem offensichtlich wird, dass man einen Maserati fährt. Es wird einem übel genommen, dass man seine Kinder am eigenen Wohlstand teilhaben lässt (wie im Taschengeld-Thread nachzulesen) oder ist schier noch selbst schuld an Stalking, weil man ein zu großes Haus und Auto hat. Das alles bezieht sich nur auf einen User bei TT, der mir um Weiten sympathischer ist als die Pseudo-Sozialgerechtikeits-Verfechter, oder jammernde "ich habe sowieso kein Geld" Vertreter.



    Viel schlimmer sind dann noch sogenannte "Freunde", die gerne ein unbegrenztes Kreditlimit fordern und einem zum Vorwurf machen, dass man genug Geld und einen Geschäftswagen hätte, sodass es doch selbstbverständlich ist, den Taxidienst zu spielen oder in der Kneipe die Zeche zu übernehmen. Andererseits kann man selten zusammen weggehen, weil selbst ein Bier selbst zu bezahlen nicht möglich ist, da man ja auf einen 37er Cognac für 48 €/Glas im 5-Sterne Lokal sparen muss, welcher mit dem ebenso vorhandenen und gnadenlos überzogenen Kreditkartendoppel beglichen wird.



    All das ist "Typisch Deutsch". Was lobe ich mir da die Schweiz, wo man sich für einen Stern auf der Kühlerhaube nicht rechtfertigen muss.



    Stefan

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    (...)
    Nun ja, und Dänemark ist ein Fall fuer sich. Das Tempolimit dort treibt die meisten Deutschen zur Weissglut, die Dänen sehen das soweit ich weiss alles ganz anders. Wer brauch in so einem kleinen Land schon mehr als 4h fuer die Ost-West / Nord-Sued-Achse, auch bei Tempo 130? (...)


    Was auch ein treffliches Argument gegen ein Tempolimit darstellt. Deutschland hat mitunter das längste Autobahnnetz und die höchste Verkehrsdichte im Vergleich zu "limitierten" Ländern in Europa, hinzu kommt noch der Status als Transitland und die flächenmäßige Größe.


    Wenn ich unter günstigen Bedingungen im Schnitt 140-150 km/h fahren kann, ist es entweder Nacht oder schon extrem gut gelaufen (Ausnutzung "freier" Abschnitte und Einhaltung der Tempolimits!). 120-130 km/h sind eher die Regel. Bei einer Begrenzung auf 130 km/h kommt man keinesfalls auf einen Schnitt von 130. 100-110 hielte ich für eher realistisch. Und was Das auf der Strecke z.B. Freiburg -> Kiel oder Aachen -> Frankfurt/O. im Vergleich ausmacht, kann sich jeder selbst ausrechnen.


    Ferner ist überwiegend an Werktagen festzustellen, das dort sicher 90% der Fahrzeuge nicht aus Spass, sondern aus beruflichen Gründen unterwegs sind.


    Wessen Interessen sind nun höher zu bewerten? Die der Freizeitschleicher, die sich in einer bösen Welt von Dränglern befinden oder die Berufstätigen, die ihren Arbeitsplatz über die AB erreichen oder ihr Geld quer durch Deutschland verdienen?


    Ich wage es kaum zu definieren, aber zumindest diese Form der Wirtschaftsfeindlichkeit hat selbst diese Regierung noch nicht erreicht. Auch wenn sich einige Grüne ab und zu mit solchen Themen ins Rampenlicht spielen wollen (wie z.B. auch "5 DM für einen Liter Sprit", Trittins "Rasenmähersteuer", die Freigabe von Marihuana, initiiert von Hr. Ströbele und jetzt eben das Tempolimit).


    Solche Extreme haben glücklicherweise in D keine Chance.



    Ich bin weiterhin der Meinung, dass die bestehenden Tempolimits auf gefährdeten Strecken vollkommen ausreichen. Vielleicht sollte jeder einfach mal über seine eigene Einstellung zum Autofahren nachdenken und nicht aus lauter Frust selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten durch hirnrissige Belehrungsversuche auffallen.


    Meiner Meinung nach ist jeder Drängler ungefährlicher als ein Schleicher, der zum Trotz nochmal kräftig auf die Bremse tritt oder sich um den nachfolgenden Verkehr einen Teufel schert.



    Stefan - der beim Drängeln noch nie den Scheibenwischer aktiviert hat und auch nicht wild gestikuliert.

    Hey Elke [auch: "Die 155 km/h Frau].


    Hier kommt das Killerargument:


    Fakt ist, dass in Deutschland weniger schwere Unfälle auf Autobahnen geschehen, als z.B. in den USA, Frankreich und Italien, wo es generelle Tempolimits gibt.


    Wer braucht also in D ein Tempolimit? :confused:



    Nenn´ mich von mir aus überheblich, aber wer sowieso nie schneller als 130 oder 150 km/h fährt, hat objektiv nicht besonders viel zu solchen Diskussionen beizutragen. Dazu gehen die Einstellungen zum Autofahren - wie es der Postingschindende Renaultfahrer (:D) schon formulierte - viel zu weit auseinander.


    Es überwiegen nunmal die Gründe gegen ein generelles Tempolimit, wo Geschwindigkeitsbegrenzungen notwendig sind, existieren sie bereits und das ist auch gut so. Von den Tempolimit-Befürwortern werden die Gegner irgendwie immer in die selbe Schublade gesteckt und als Buhmann dargestellt. Nicht jeder "Schnellfahrer" ist ein notorischer Drängler - die weit größere Gefahr ist die Rücksichtslose Spezies auf der "anderen Seite":


    - Mit 120 auf der linken Spur einer leeren AB


    - Mit 100 km/h LKWs überholen


    - Vor dem rechts rüber fahren nochmal ordentlich in die Bremse treten, damit der nachfolgende auch noch verzögern muss


    - Ohne zu Blinken ausscheren (Man munkelt, beim Blinken fällt den Männern der Penis ab und die Brüste der Frauen beginnen zu hängen :eek: )


    - Mal präventiv bremsen, wenn man von hinten ankommt


    - Lichthupe von hinten, wenn man schnell vorbei fährt


    - Mal flott nach links zucken um dann zu bemerken, dass der mit den qualmenden Reifen geringfügig schneller war als man selbst


    - Auf der Einfädelspur stehen bleiben, weil am Horizont ein LKW auftaucht
    -> genau das selbe gilt beim Ausscheren mit oben beschriebenen 100 km/h


    - Ausbremsen, wenn man hupend auf sich aufmerksam macht, wenn man gerade heftigst geschnitten wurde


    Und, und, und...



    Es gibt genügend Gipsnacken auf beiden Seiten, welche nun die gefährlichere ist, bliebe noch zu definieren - am gefährlichsten bleiben aber immernoch die Kleintransporter, schwankend mit 180 auf der AB und eigentlich generell sehr dicht auffahrend, wenn´s mal nicht schnell genug geht.



    In diesem Sinne ... bei solchen Themen muss ich immer an Dieter Nuhr denken.



    Stefan

    Ich habe gerade in Deinem Namen mit der Hotline gesprochen.


    Du bekommst das E100 selbstverständlich, zusätzlich erhältst Du als Entschädigung für die Wartezeit ein Gesprächsguthaben von 100.- €, damit Du auch mal selbst kostenpflichtige Hotlines anrufen kannst.


    :rolleyes:



    Stefan