Ich kann auch nach 5 Seiten die Argumentation der Winterreifenpflicht-Gegner nicht ganz nachvollziehen.
Mit dem Handy am Ohr zu telefonieren ist verboten, das wird akzeptiert, weil sinnvoll.
Ich kann aber mit einem Handy am Ohr genauso gut fahren wie ohne!?!
Jeder ist sich der Pflicht bewusst, Nachts Licht einzuschalten.
Innerorts sehe ich ohne Licht aber genauso gut!?!
Die Anschnallpflicht wird auch akzeptiert, wie auch die Kindersitzpflicht.
Ich fahre nicht schlechter unangeschnallt, und den Kindern geht es ohne Kindersitz auch gut!?!
Alle drei bzw. zwei Jahre dackeln wir brav zum TÜV.
Ohne TÜV-Stempel fährt mein Auto auch nicht schlechter!?!
Warum geht jetzt also so ein Aufschrei herum, weil an dem elementarsten Sicherheitsmerkmal des Autos eine gesetzliche Regelung in Kraft treten soll? Jeder ist sich bewusst, brav alle Vorkehrungen zu treffen, um bei einem Unfall so heil wie möglich aus dem Auto aussteigen zu können. Geht es aber darum, Unfallrisiken noch vor der Entstehung zu minimieren, fühlt sich jeder gleich überreguliert.
Ferner verlangt jeder, dass die Krankenversicherungen mehr in die Prävention investieren - im Straßenverkehr ist uns die Prävention aber zuwider.
Letzendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel ihm die eigene Gesundheit und die Unversehrtheit dritter wert ist. Mir jedenfalls sind gute Reifen allemal mehr wert als fette Spoiler ein fetteres Fahrwerk oder eine noch fettere Anlage mit 20 Subwoofern.
In diesem Sinne ... Manchmal ist ein Sommerreifen eben nur ein Sommerreifen.
Stefan