Da ich glücklicherweise ein intelligentes Fahrzeug habe, welches beim abstellen des Motors das Licht auch aus macht (Alles andere macht nicht wirklich Sinn), fahre ich eigentlich ständig mit Abblendlicht. Der Mehrverbrauch ist absolut zu vernachlässigen, im Schnitt steigt er lt. ADAC um 0,1%.
Fakt ist allerdings, dass man auf der AB viel schneller erkannt und die Geschwindigkeit besser eingeschätzt wird. So wird viel früher Platz gemacht und ein LKW schert auch i.d.R. seltener einen Meter vor Dir aus, da Du auch von diesen Damen und Herren schneller und besser erkannt wirst.
Umgekehrt geht es mir genauso. Kommt dann doch mal ein schnelleres Fahrzeug von hinten, ist dies mit Licht besser und vor allem viel früher zu erkennen und man kann gemütlich Platz machen. Jeder kennt sicher den Schreck, wenn einem schier aus dem Nichts ein Fahrzeug auf der Stoßstange hängt, weil man ein paar Sekunden nicht explizit in den Rückspiegel schaut.
Beleuchtete Fahrzeuge werden auch Tagsüber viel schneller aus dem Blickwinkel heraus erkannt, ohne explizit in den RS schauen zu müssen.
Zu den Motoradfahrern: In den letzten sechs zwölf Monaten und 30.000 km Autobahn sind mir genau zwei Motorräder begegnet, denen ich Platz machen musste - dem Gegenüber stehen einige tausend PKW. Welcher Sicherheitsvorteil nun überwiegt, bleibt jedem selbst überlassen.
Ich sehe jedenfalls keinerlei Nachteil für Motorradfahrer, wenn eine Tagesfahrlicht-Pflicht (hoffentlich) kommt. Schliesslich muss jeder mit den Fehlern anderer Rechnen, vermeintlich schwächere Verkehrsteilnehmer eben mehr als andere.
>40.000.000 PKW in D stehen einige hundert tausend, bis ein paar Millionen Motorradfahrer gegenüber. Ich bin der Meinung, dass der Sicherheitsaspekt für die PKW gegenüber der unbegründeten Angst der Motoradfahrer, ihr "Privileg" zu verlieren ganz klar überwiegt.
Also werde ich auch weiterhin rund um die Uhr mit Licht fahren.
