Ja, solche Lösungen gibt es. Die brauchen zusätzlichen, in Deutschland besonders günstigen Strom. Da würde ich bei DSL bleiben, wenn es bei mir ausreichend funktioniert.
Als der Ausbau bei uns anfing, hatte der günstigste Tarif keine Telefon-Flatrate. Auch wenn die meisten Leute für maximal 1-2 Euro im Monat telefonieren, wollen sie doch nicht auf ihre gewohnte Flatrate verzichten. Es war schwer, damit genügend Interessenten zur Unterschrift zu bewegen.
Ein weiterer Grund, warum Glasfaser bei uns schlecht ankam, ist die fehlende IPv4, so dass der Zugriff aufs Heimnetz oft scheitert, wenn man im Hotel-Wlan ist. Auch wenn inzwischen IPv6 zumindest beim Mobilfunk meistens klappt, bin ich froh, über einen anderen Anbieter wieder per IPv4 erreichbar zu sein.
Wer sich weniger für Technik interessiert, der stellt dann einfach fest, dass der Glasfaseranschluss einfach sch... ist, und so was spricht sich dann sehr schnell rum.
Ich erinnere mich noch an hämische Kommentare, als ein Bagger das Hauptkabel der Anbindung des Ortsnetzes erwischt hat. Der Ausfall dauerte keine zwei Tage und konnte mit Mobilfunk überbrückt werden, aber das "stabilere" Glasfasernetz war dann eben wieder in den negativen Schlagzeilen.