Beiträge von ThomasK

    Zitat

    Original geschrieben von holden
    [..]
    Da ist Dir leider ein kleiner Denkfehler bezüglich des dt. Steuersystems unterlaufen. Denn jede Steuersatzerhöhung bedeutet gleichzeitig eine höhere Förderung in der Einzahlungsphase, da Riester ja (indirekt) aus unversteuertem Einkommen finanziert wird. Also einfach gesagt, wenn der Staat Dir als Rentner 100.000 wegsteuert, dann steigt die Förderung während der Einzahlung auch (mindestens) um diese 100.000. Zusätzlich kommt Dir als Rentner ja auch noch die Rendite aus dieser Förderung zugute.


    Und eine Steueränderung a la Rentner zahlen höhere Steuersäte als Arbeitende, ist wohl ausgeschlossen.


    Diesen Absatz habe ich wohl nicht verstanden. :) Heute (bzw. in der Einzahlungsphase) erlässt mir der Staat Steuern und/oder gibt einen Zuschuss, damit ich einen Riestervertrag besparen kann.


    2035 bin ich dann Rentner und der Staat greift mit dem dann geltenden Steuersatz auf meine Rente zu. Warum sollte dieser dann nicht so hoch sein, dass meine Rendite sehr gering oder gar negativ wird?
    Dazu müssen nicht Rentner höhere Steuersätze als Arbeitende zahlen. Rentner zahlen 2035 eben 45%, und Arbeitende 60%. Oder besser: Steuersatz für Rentner genauso hoch, dass gerade noch keine Sozialhilfe/Hartz gezahlt werden muss.


    Als Finanzminister würde ich so vorgehen: Alle 10 Jahre mache ich ein neues Förderungsmodell und gebe das alte auf. Dann haben die braven Bürger schon 10 Jahre eingezahlt und nur wenige werden kündigen und dann erfahren dass sie kaum Kapital gebildet haben sondern nur die Versicherungsprovisionen und Verwaltungskosten bezahlt haben. Also lässt man halt den Vertrag wie er ist.
    Die braven Leute zahlen weiter ohne Förderung bis zur Rente. Und da hole ich mir das Geld wieder über die Steuer.
    Ich glaube wir sollten uns schnell davon trennen, dass der Staat fair handelt. Die aktuell an der Macht befindlichen handeln einfach so dass der Bankrott des Staates in die Zukunft verschoben wird.


    Viele Grüße
    Thomas

    Zitat

    Original geschrieben von Schumi
    Ich bin Vermögensberater
    [..]
    ,lieber ein wenig von dem geld privat anlegen,aber nicht bei der BANK (SPARBUCH) für 2% ZINSEN und die Bank macht daraus auf dem markt 12-15% ist das fair?z.b PRIVATE-RENTENVERSICHERUNG auf FONDS-BASIS, mit ca.20-30% GEWINN pro jahr [..]CU


    Du hast soeben alle meine Vorurteile gegenüber sogenannten "Vermögensberatern" vollkommen bestätigt! Vielen Dank! Warum arbeiten eigentlich diese Berater ab 30 noch? Sie sollten durch Einhalten ihrer eigenen Ratschläge längst Multimillionäre sein. :D

    In den ersten 5 Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich und mein armer Arbeitgeber ( ;) ) ca. 40.000 EUR in die Rentenkasse gezahlt. Vor ein paar Tagen kam ein Brief von der Rentenversicherung. Darin teilen sie mir mit, dass ich in 23 Jahren davon ca. 200 EUR monatlich sehe. Eine Überschlagsrechnung zeigt dass ich auch in 1000 Jahren als Rentner nie soviel sehen werde als würde ich das Geld auf die nächstbeste Bank auf ein nieder verzinstes Sparkonto legen. Am Ende des Schreibens teilt man mir mit, dass dann natürlich zusätzlich Steuern anfallen. :) Unter dem Kopfkissen hätte ich mehr Rendite bekommen.

    Ich würde auf keinen Fall Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsschutz in einem Produkt mischen. Schon gar nicht wenn man offensichtlich so jung ist. Wenn ich mal rechne, so macht 65 - 37 = 28 Jahre. Da ist noch sehr, sehr viel Zeit für das Alter vorzusorgen. Ich würde mein Geld in diesem Alter erst mal kurzfristig parken, da gibt es momentan an die 4%. In 5 Jahren kann man dann wieder nachdenken wie es weiter geht. Ändern sich die Familienverhältnisse (Kinder) so sind ganz andere Produkte möglicherweise besser.
    Riester als Single abzuschliessen halte ich für wenig sinnvoll. Das einzig nützliche daran sind die Kinderzulagen, die ab 2007 deutlich wachsen sollen! Die Rechnung mit den 10.000€ hat Holden schon perfekt aufgezeigt. Ich würde mir Provisionen sparen und im Internet abschliessen, man zahlt leider sonst die ersten 2-5 Jahre nur die Provision und spart nichts an.
    Das waren nur ein paar allgemeine Tips, versuche doch http://www.ihre-vorsorge.de. Die Berater der Deutschen Rentenversicherung haben Ahnung und man kann auch Fragen im Forum stellen.


    Live long and prosper
    Thomas

    Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel
    Ich sehe das so: von meinen Beiträgen in die staatliche Rentenkasse sehe ich - wenn überhaupt - irgendwann im Alter Essensgutscheine wieder. Privat vorsorgen ... macht man das selbst, spart man aus versteuertem Einkommen und greift man später darauf zurück darf man nochmal Steuern zahlen. Die ganzen Riester- und Rürup-Produkte sind an Verrentung (statt Einmalzahlung) gekoppelt, und die ersten zwei Jahre zahle ich nur die Provision des Maklers ab, erst nach 10 Jahren wirfts so langsam Erträge ab - angesichts des unausweichlichen globalen Finanzcrashs, an den ich ganz fest glaube, auch irgendwie nicht sinnvoll.


    Eine ziemlich zutreffende Schilderung finde ich. Vergessen hast du noch, dass die staatlichen "Renten-Steuersparmodelle" Riester, Rürup darauf beruhen, die Steuern als Rentner zu zahlen. Das ist wirklich genial gemacht von den Experten! Jetzt erlassen sie einem ein paar Euro und in 20, 30, 40 Jahren greifen sie mit BELIEBIG hohem Steuersatz dann zu! Ich vermute man berechnet das dann einfach nach Hartz IV (V, VI, VII...) Niveau, d.h. setzt den Satz einfach so hoch an, dass man gerade 1 Euro über der Hartz Grenze bleibt.


    Einzige Gegen-Strategie: Vermögen schaffen, auf das der Staat nicht zugreifen kann. Dazu gehört z.B. Haus oder Wohnung (nimmt er das, so muss er Ersatz schaffen, also lässt er es bleiben) oder Kapital im Ausland. Denn immer wieder steigen Staaten auch auf wenn andere zugrunde gehen.

    Zitat

    Original geschrieben von realice
    [..]
    Als Info für dich: Es handelt sich um einen zweiten Bildungsweg,. sie Steht seit über 10 Jahren im berufsleben...
    Hat jemand auch was konstruktives beizutragen? ;)


    Ich war zwar nicht angesprochen, aber tut mir leid: Ich finde es eine Zumutung, nach 10 Jahren Einkommen zu sagen jetzt gehe ich mal wieder zur Schule und soll der Staat mal für mich sorgen.

    Sie hätte doch den "Überschuss" sparen können wenn klar ist, dass sie ihren Job für die Schule aufgeben muss? So denkt der Staat - Hartz IV Niveau, mehr ist halt nicht. Und versichert MUSS man nicht sein. Das ist zwar absolut notwendig, aber interessiert den Staat nicht mehr.
    Als Trost: Sei froh dass dein Gehalt nicht noch angerechnet wird, aber das kommt sicherlich auch bald.

    Da haben die Politiker doch ein tolles System entdeckt: Sie können weiter behaupten, dass es Rentenkürzungen nie geben wird, dafür wird eben das Alter regelmässig erhöht. Ich tippe darauf dass der nächste Schritt die Rente mit 70 ist.
    Ärgern bringt eh nichts, aber ob 65, 67, 70 oder 80, ich gehe dann in Rente wenn mein Vermögen plus Rentenalmosen vom Staat für die restlichen zu erwartenden Jahre reicht. Wann das der Fall sein wird steht in den Sternen.


    Und notfalls gibt es ja als IT-ler beim Staat noch die Alzheimer-Methode: Mit 66 angesichts neuer Technologien, die ein 66 jähriger nie versteht aus Versehen mal 1000 GByte löschen. Danach kann man dann über eine Verrentung reden oder mit weiterem täglichen Erscheinen im Serverraum drohen. :D


    Viele Grüße
    Thomas