Beiträge von ThomasK

    Zitat

    Original geschrieben von Andreas Böhm
    [..] Glaube kaum, das ein seriöser Berater dafür Provision bekommen hat. Schließlich sind wie Banker tariflich geregelt bezahlt und haben bei Fonds und Krediten defintiv keine Zusatzleistungen aus Fonds- und / oder Kreitgeschäft.


    Und zum Thema "gute Beratung": Sicherlich hat der Banker seinerzeit bei Vertragsabschluss eine Befragung des Kunden nach dem Wertpapierhandelsgesetz vorgenommen. Gleichzeitig wurde der Kunde sicherlich auch über Chancen und Risiken des entsprechenden Fonds aufgeklärt. Wenn nicht: Defintiv Beratungsfehler.


    -Andi-


    Meine Meinung dazu ist einfach:
    Es gibt drei Arten von Beratern bei Geldanlagen (und Versicherungen):
    Typ A berät so dass sein Gewinn maximiert wird (Provisionen etc.), sorgt aber dafür dass man ihn nachher nicht in Haftung nehmen kann. So muss der Kunde dann eben ein undurchsichtiges Vertragswerk unterschreiben, wo von "Risiken" die Rede ist. Damit den Banken nichts passiert, sichern sie sich zusätzlich durch Einteilung der Kunden in "Risikogruppen" ab - will man z.B. Aktien kaufen erhält man noch Informationen in schriftlicher Form. Der Typ A Berater hat aber immerhin noch Ahnung von den Vorgängen (und dass er manche Kunden um ihr Geld bringt) und verdient so in einer rechtlichen Grauzone recht gut (und seine Bank, Versicherung etc.)


    Typ B glaubt selber an das Gute seiner empfohlenen Geldanlagen (typisch für Banklehrlinge, die es nach Jahren am Schalter zum Berater geschafft haben, oder BWL-Absolventen). Seine Religion ist der DAX und nicht mehr haltbare Theorien vom ewigen, ungehinderten Wirtschaftswachstum. Er hat ein kurzes Gedächtnis (Börsenkurse im Jahr 2000) und wirkt bei den Kunden sehr überzeugend, da er ja selbst glaubt was er verkauft. Seine Vorgesetzten sind glücklich: Er macht willfährig bei jedem Mist mit ohne Nachdenken.


    Typ C hat zwar irgendeine Meinung zu Geldgeschäften aber die ist nicht wichtig. Er geht von der Kundenseite an die Beratung heran und kann Menschen gut einschätzen. Optionsscheine für 85 jährige Rentnerinnen? Kein Problem! Dynamische Hausratversicherung für Hartz Empfänger? Klar! Typ C ist oft die Endstufe eines ehemaligen Typ A Beraters, der eingesehen hat, dass die Kunden im Grunde gar nicht seine Belehrungen hören wollen. Verkaufen geht so schneller wenn man den Menschen überzeugt. Ob das Produkt was taugt ist nebensächlich.


    Nur meine Meinung, es möge sich niemand auf den Schlips getreten fühlen. Und vielleicht gibt es ja noch Typ D: Ehrlich, bis vor 5 Jahren im Kundengeschäft einer Grossbank tätig. Er hat nie viel Umsatz gebracht, da er die Kunden wirklich gut beraten wollte. Gut dass sein Arbeitgeber ihn bei der letzten Bankenfusion loswerden konnte. So eine Niete!


    Viele Grüße
    Thomas

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Du bist also ein ganz schlauer und tust lieber gar nichts? :confused:


    Die Antwort auf den ersten Teil deiner Frage ist "ja" :) und die Antwort auf den zweiten Teil ist etwas länger aber ebenso einfach zu verstehen. Ich lehne (für mich persönlich, andere Lebensumstände - andere Anlagen) lediglich folgende Anlageformen ab:
    - Lebensversicherungen (als Single uninteressant, mein Kaktus braucht kein Geld)


    - Altersvorsorge mit unsicheren Zukunftsperspektiven durch unvollständige Information, d.h. heute schenkt mir der Staat ein wenig Steuern, um dann in der Zukunft einen mir heute nicht bekannten Steuersatz anzuwenden. Ich mache dir folgenden Vorschlag: Du gibst mir einen Euro und ich schenke dir 20 Cent Prämie dazu. In einem Monat musst du mir dann von den 1,20 einen von mir bestimmten Prozentsatz abgeben. Spielst du mit?


    - Alles das Zeugs was mir so an Angeboten per Post zufliegt. Erstaunlich für wie dumm mich die Banken halten. Die sollen mir doch direkt schreiben, was sie wollen. "Machen Sie mit - und geben sie uns einen kostenlosen Kredit! In 1-2 Jahren erhalten sie ihr Geld zu genau 100% zurück." Mit der Angst der Kunden, Geld zu verlieren, kann man beinahe jeden Garantiefond verkaufen.


    - Anlagen, die mit 60, 65 als Rente ausgezahlt werden. Aufgrund der Erfahrung in meiner Familie rechne ich mit maximal 70 bis bestenfalls 75 Jahre Lebenserwartung. Das rechnet sich nicht.


    Um deine Frage, was ich denn tue zu beantworten: Mietfreies Wohnen durch ETW - fast bei jeder Lage mit Ausnahme vom Kriegszustand auch noch nach Jahren ein Gewinn. Aus der staatlichen Renten-Zwangsversicherung bin ich ausgestiegen durch das Beamtenverhältnis. Ich weiss nicht, was der Staat mir mal als Pension zahlen wird, aber ich weiss eines: Ich habe dafür keinen müden Euro eingezahlt und verdiene somit garantiert.


    Viele Grüße
    Thomas

    Selbstverständlich kannst du versuchen, über Einspruch und evt. auch ein Gerichtsverfahren zumindest eine Wiederholung der Prüfung zu erreichen.
    Die Chancen dürften eher gering sein, es war eine mündliche Prüfung und eine solche ist immer eine subjektive Ansicht.
    Was du uns noch nicht genau gesagt hast ist die Art der Schule. Bei dir steht nur "an einer Art Berufsschule". Bezahlst du für den Unterricht dort? Dann gäbe es ja noch die Möglichkeit dass man einen "Kunden" noch ein Jahr länger halten möchte...
    Versuche doch eine Wiederholung in kürzerer Frist als ein ganzes Jahr zu erreichen. Darauf kann man sich möglicherweise verständigen. Und dann bereite dich besser vor- mit 2 Tagen Vorbereitung sollte man in keine Abschlussprüfung gehen. Ich vermute dass ein Teil deines Zornes auch daher rührt.
    Viel Glück und denke immer daran: "Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir!" (Hm... oder war das anders...)
    Thomas

    Diese "zahle jetzt keine Steuern für Altersanlagen sondern bei Auszahlung" Modelle können kräftig nach hinten los gehen - dann nämlich wenn bei Auszahlung in 20,30,40 Jahren ein Steuersatz herrscht, der einem die Tränen in die Augen bringt. Vermutlich der Trick der Politiker - jetzt ködern und dann mit 90% Steuer abkassieren. Naja, immerhin fühlt man sich dabei dann viele Jahre sicher - man zahlt sozusagen für ruhigen Schlaf weil "ich habe ja was getan fürs Alter". Mich kriegen die mit solchen Versprechungen nicht.
    Es kann sich dennoch lohnen in solche Verträge das Minimum einzuzahlen, die staatlichen Zuschüsse eben.


    Viele Grüße
    Thomas

    Wenn Steuerrecht logisch wäre - dann wäre es nicht Deutschland. :)
    Es ist meiner Ansicht nach das Ergebnis von
    - Übernahme uralter Gesetze (Preussen)
    - Lobbyarbeit einzelner Gruppen
    - Anpassung an andere Länder (Steuerflucht etc.)
    - Zusätzlichem Einnahmebedarfs diverser Regierungen
    - Dummheit des Gesetzgebers ("Schiffsmodelle", "Windmühlen")


    Viel Spass beim Steuerzahlen
    Thomas

    Die Solidargemeinschaften haben doch heute das Problem, das sie eben nur funktionieren wenn Auszahlungen und Einzahlungen sich die Waage halten. Ein Ungleichgewicht kann durch den Staat oder Rücklagen aufgefangen werden. Das funktioniert jedoch nur bis zu einer gewissen Grenze.
    Beispiel: Rentenversicherung, immer weniger Beitragszahler, aber immer mehr Renter
    Beispiel: Krankenversicherung, weniger Beiträge durch Geringverdiener, Arbeitslose, privat Versicherte Gutverdiener, aber steigende Kosten, Leute werden immer älter und brauchen mehr Leistungen.


    Irgendwann muss das System kippen. Da sind wir nun wohl angekommen. Und die Lösung ist ganz einfach: Mehr Zahlen, zahlen, zahlen wer das noch kann - und Armut, Krankheit, geringe Lebenserwartung für viele andere.
    Meiner Ansicht nach ist es völlig egal, welche Modelle wir zur "Rettung" aufbieten, es kann nur immer wieder darauf hinauslaufen. Ob höhere Beiträge, höhere Steuern, irgendwelche obskuren "Merkel-Schmidt-Fonds", längere Lebensarbeitszeit, usw. usw. ZAHLEN KÖNNEN oder ARM und KRANK, das ist die Alternative. Der Staat hat in seiner augenblicklichen Situation mit hohen Schulden keine Möglichkeit mehr dämpfend einzugreifen.


    Ok, ich richte mich darauf ein:
    - Arbeitszeit verkürzen wenn es geht, um weniger Steuern zu zahlen. So bleibt mehr meines Gehaltes für mich.
    - Gespartes vor dem Zugriff durch den Staat in Sicherheit bringen. Steuern auf Immobilien sind immer noch relativ gering, keine langfristigen Verträge ("Riester-Rente" - jetzt Steuervorteile, bei Auszahlung dann vermutlich 90% Steuer, geniale Idee den Bürger um sein Geld zu bringen!)
    - mir JETZT leisten was ich mir wünsche, bald kann ich es vermutlich nicht mehr.
    - Mehr ins Ausland schauen; wenn es sich für Firmen lohnt dort zu investieren, und hier nur Verluste einzufahren wegen der Steuer, naja da muss es doch (bald?) auch für mich was geben? Alles was Kunden anziehen könnte, wird irgendwann angeboten. Was der Gesetzgeber grossen Konzernen erlaubt, das darf ich auch, oder?
    - Einrichten auf Mehrkosten zum Erhalt meines Besitzes, meiner Gesundheit. Leute, die nichts mehr haben leiden entweder still und hoffnungslos oder holen sich von denen, die noch mehr haben. Dann muss eben ein privater Bewachungsdienst von den Bewohnern meiner Strasse gezahlt werden. Was heute schon in Vierteln der Reichen (USA) normal ist, gibt es bald hier auch.


    Ich hänge an Deutschland, meiner Heimat, aber nach Ende meiner Berufstätigkeit werde ich genau prüfen, ob ich hier noch bleiben will. Aber vielleicht muss ich auch, weil dann schon viele Länder ihre Grenzen von dem Zustrom aus Deutschland dicht gemacht haben? Das könnte in 20-25 Jahren durchaus schon soweit sein.


    Viele Grüße
    Thomas

    Sparen tue ich indem ich unwirtschaftliche Angebote weitgehend vermeide.


    * Auto habe ich nicht - dafür Jahreskarte für Münchner Verkehrsverbund,
    lohnt einfach nicht, selbst wenn ich alles mit dem Taxi fahren würde, wäre es noch günstiger - und in den Urlaub will ich sowieso fliegen.


    * Mein Festnetz-Telefon ist VOIP Flat, für 9,90.- kann ich im Monat soviel telefonieren wie ich will und habe nie eine Rechnung zu kontrollieren.


    * Handy-Gespräche halte ich kurz und vermeide die üblichen "Wo bist du gerade? In der S-Bahn auf dem Weg zu dir. usw...."


    * Überflüssige Elektrogeräte ausschalten, Standby nur wenn ich in einem kurzen Zeitintervall wieder einschalten will.


    * (Leider) keine Kantine in der Arbeit, also mitnehmen von Verpflegung. Das würde ich aber nicht tun, wenn es nicht notwendig wäre.


    * Anbieter wechseln, auch wenn ich schon lange Kunde bin. Beispiele: Banken, Versicherungen, Internet-Zugang. Wer nichts tut um mich als Kunden zu halten und glaubt dass ich zu träge bin um zu wechseln, der hat schnell Pech.


    * Versicherungen auf das notwendige beschränken - Haftpflicht, Hausrat nur für die ersten paar Jahre mit neuer Einrichtung. Ich mache kaum etwas kaputt, führe nie Prozesse und muss daher nur extreme Risiken versichern.


    * Akkus statt Batterien in Geräten wo das möglich ist.


    * Meine Kleidung ist meist vom C&A oder aus dem Kaufhaus. Richtige gute und teure Stücke für seltene Anlässe halten ewig, da ich meine Figur halte. :D


    * Markennamen spielen kaum eine Rolle, für "Adidas" oder "Puma" am Turnschuh zahle ich nichts. Die Kinder in den armen Ländern, die das produzieren, sind eh dieselben als bei Nonames.


    * Heizung im Winter vernünftig regeln - ist auch gesünder.


    * Als Getränk besonders im Sommer oft Wasser aus der Leitung, Studien zeigen dass hier weniger Keime enthalten sind als in Flaschen. Und viel billiger ist es ohnehin.


    * Werbeforum bei TT lesen. (Ähm... leider bisher Negativ-Sparen weil der Haben-Wollen Effekt überwiegt...)


    * Vorhandene Ausstattung im Büro nutzen - Kopierer, Faxgerät, Papier, Stifte, Telefon in Grenzen.


    * Miete wurde durch Kauf einer Wohnung gespart - noch 2-3 Jahre, dann bin ich im Plus das sich jedes Jahr dann vergrössern wird.


    * Wirtschaftliche Rücksichtnahmen vermeiden - ich verhalte mich so, wie es für mich am besten ist. Ist Mediamarkt billiger als der Elektrohändler um die Ecke, so wird dort gekauft. Lidl kann seine Angestellten von mir aus schlecht behandeln, wenn dadurch die Milch billiger ist.


    * Ehefrauen, Freundinnen, Kinder, Haustiere verursachen unnötige Kosten ohne realen Gegenwert - alles eingespart. Einige Zimmerpflanzen und die Amsel im Vogelhaus auf der Terrasse dürfen bleiben. :)


    * Ich gehöre keiner Religionsgemeinschaft an. Evt. gebotene Leistungen (Ewiges Leben im Himmel, göttliche Hilfe) sind hier nicht einklagbar aber kosten monatlich Geld.


    * Altersvorsorge ist unnötig - Deckung des absolut Notwendigen reicht, ich rechne damit mal alt und krank zu sein und da braucht man nicht mehr soviel.
    Wenn es hart auf hart kommt kosten 100 Schlaftabletten aus der Apotheke auch nur wenig.

    Die letzten drei Tipps sind allerdings nicht unbedingt allgemein übertragbar. :D


    Fröhliches Sparen
    Thomas