Ich bin auch gerade dabei meine Dipl zu schreiben. Schreibe allerdings eine Arbeit, die einen praktischen Teil enthält. Thema ist die "Steigerung der F&E-Effizienz in der Pharmazeutischen Industrie. Eine Analyse von Projektabbruchsgründen". Grundsätzlich ein total interessantes Thema, wenn man sich aber tiefer damit beschäftigt, merkt man ganz schnell, dass es auch sehr aufwändig ist. Da finde ich die Phasen von Sebastian sehr treffend. Ich würde sagen, dass ich mich mittlerweile irgendwo zwischen Phase 3 und 4 befinde. Wobei ich noch nicht ganz beim Ärmelhochkrempeln angekommen bin. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich erst am 1.9. im Unternehmen anfange. Bis dahin muss zwar schon der theoretische Bezugsrahmen stehen aber da fehlt mir noch etwas der Druck. Aber dieses latente Bauchweh der ersten Phase gefolgt von totaler Euphorie kenne ich sehr gut. Das trifft es auf den Punkt!
Mir hat es anfangs sehr geholfen ein Exposé zu schreiben. Vorher war es für mich total schwer zu formulieren, worum es eigentlich geht, wie meine Vorgehensweise ist und wie das Ziel aussehen soll. Mit so einem schriftlichen Dokument kann man dann auch viel besser verschiedene Aspekte mit dem Lehrstuhl wie auch dem Unternehmen abklären. Ist eben schon etwas Handfestes im Gegensatz zu mündlichen Absprachen. Ein Exposé würde ich jedem empfehlen, der in einem Unternehmen schreibt. Man muss sowieso einen weiten Spagat hinlegen, um die Anforderungen beider Parteien -- und im Grunde auch seiner eigenen (das macht dann drei Parteien) -- in Einklang zu bringen.
Ich hoffe nur, dass ich nach Fertigstellung dann im Unternehmen einen Job angeboten bekomme. Wäre schon nicht schlecht für den BErufseinstieg. Ist schließlich ein sehr großer Pharmakonzern und das macht sich im Lebenslauf ganz gut. Allerdings ist das auch vom Ergebnis der Dipl abhängig, was den Druck natürlich etwas vergrößert.
Alles in allem, und was ich in diesem Thread auch schon gelesen habe, darf man sich nicht verrückt machen. Mit klarem Verstand an die Sache heran gehen, die Themenstellung eingrenzen und die Vorgehensweise sowie das Ziel klar formulieren. Hat man dann noch einen guten Betreuer oder andere kompetente Ansprechpartner dürfte das Ergebnis auch ganz gut ausfallen. Man muss sich halt immer klar machen, dass man an Punkte kommt, an denen man am liebsten alles hinschmeißen würde. An denen man denkt man hat sich total übernommen und schafft das nie. Speziell wenn es dem Ende zu geht, kommen massive Zwiefel, ob die Arbeit überhaupt noch dem Thema entspricht (etwas überspitzt ausgedrückt). Das habe ich mittlerweile schon von einigen Kommilitonen gehört.
In diesem Sinne, nicht unterkriegen lassen und immer schön nach vorne schauen.
Grüße