Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Eben der Druck den Schröder aufgebaut hat ließ doch gar kein anderes Ergbnis zu die Demontage der Frau Merkel wird dafür umso schneller erfolgen sollte sie es nicht schaffen sich auf den Kanzlerstuhl zu hieven.


    CH


    Es gäbe auch die theoretische Möglichkeit Demontage von Schröder... ist aber nicht sehr wahrscheinlich da er in seiner Partei im Gegensatz zu Angie fest und unkritisch im Sattel sitzt. Für die Genossen ist er ein Sieger, während Angie für ihre Parteifreunde eine Verliererin ist.


    Allerdings gibt's ja auch viele Leute die meinen daß früher oder später beide verschwinden und dann neue Figuren auf der Bildfläche erscheinen...

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    Original geschrieben von Martin Reicher
    wo wolltest du denn hin und um welche Zeit?


    btw: Woher willst du wissen, dass der Herr am ServicePoint Beamter war? :)


    Bonn - Nürnberg - Schwandorf - Cham.
    Das Problem war daß der Zug Bonn - Nürnberg in Frankfurt mit einem Maschinenschaden liegengeblieben ist. Also konnte ich nur einen späteren Ersatzzug Frankfurt - Nürnberg nehmen, mit der Folge daß die letzte Verbindung Nürnberg - Schwandorf an dem Abend weg war.


    Das alles übrigens während der letzten Fußball-Weltmeisterschaft, an dem Tag als Deutschland die USA besiegt hat, daran kann ich mich noch erinnern. :D Nach dem Länderspiel bin ich in Bonn losgefahren, war glaub' ich so gegen 16 Uhr. In Nürnberg war ich abends um 22 oder 23 Uhr.


    Daß der Schaltermann Beamter war habe ich einfach mal so angenommen, die meisten haben ja ein entsprechendes Verhalten, auch wenn sie gar keine Beamte mehr sind... :p
    Aber er war wirklich sehr freundlich und service-orientiert, ich beklage mich nicht.

    Nun hört doch endlich mal mit den Geschwafel auf dem Schröder zu unterstellen daß er wie Pattex an seinem Sessel klebe. Er hat mehrfach seinen Rücktritt angedroht und hat jetzt Neuwahlen initiiert obwohl er damit rechnen mußte seinen Job dann los zu sein.
    Und vor allem: wer mal ein bißchen nachdenkt müßte doch bei einem Mindestmaß an Intelligenz kapieren daß Schröder blöd wäre wenn er jetzt "einfach so" seinen Platz räumt. De facto hat er die besten Chancen zum Kanzler gewählt zu werden - auch wenn das vielen hier nicht paßt.


    Er stellt einfach nur in Frage daß die größte Fraktion des Bundestages den Kanzler stellen müsse. Diese Tradition wurde lange so durchgeführt, es ist aber nirgendwo verbrieft daß es so sein muß. Der Kanzler wird aus der Mitte des Bundestages gewählt, nirgendwo steht geschrieben daß er aus der stärksten Partei stammen muß.
    Woher will schwarz/gelb bitte eine Mehrheit nehmen um Frau Merkel ins Kanzleramt zu bringen?
    Schröder tut nichts Unrechtes wenn er die bisherige Tradition, für die es keinen triftigen Grund gibt, in Frage stellt um daraus einen Vorteil für sich abzuleiten.


    Und wenn man das als Grundlage nimmt sieht's doch so aus:


    Schröder beansprucht den Kanzler-Job genauso wie es Merkel tut und er setzt als Bedingung für die große Koalition seine Kanzlerschaft. Das ist sein gutes Recht und wenn die CDU das nicht will muß sie ja nicht darauf eingehen.
    Bei der momentanen Zusammensetzung des Bundestags schätzt Schröder es allerdings vollkommen richtig ein daß Merkels Chancen, zur Kanzlerin gewählt werden zu können, nicht gegeben sind. Er hingegen hätte im Falle einer Wahl durchaus Chancen, denn neben den rot/grünen Abgeordneten könnten sich auch Linkspartei-Vertreter sicherlich viel eher für ihn anstatt Merkel entscheiden.


    Auch in einer Jamaica-Koalition ist nicht zweifellos sicherzustellen daß alle grünen Abgeordneten Merkel wählen würden. Selbst in einer großen Koalition muß der Kanzlerkandidat nicht zwangsläufig vom größten Koalitionspartner stammen (wobei man noch dazu trefflich darüber streiten kann ob CDU/CSU der größere Koalitionspartner sind. An anderer Stelle treten sie nämlich als getrennte Parteien auf - und dann ist die CDU keineswegs mehr die stärkste Partei). Auch hier wäre ein Kanzlerkandidat Schröder weiterhin denkbar - und hätte im Bundestag größere Chancen gewählt zu werden als Merkel. Das kann die Union nicht ändern, auch wenn sie momentan so tut als sei es schon klar daß nur Merkel die Kanzlerin geben kann.


    Ich verstehe also nicht so Recht warum man hier so einen Zirkus darum veranstaltet daß Schröder Kanzler bleiben will - er hat eine realistische, momentan die beste, Chance es zu werden.
    Daß sein Auftreten in der Elefantenrunde zu aggressiv war sieht wohl jeder so, das hat aber wenig mit der grundsätzlichen politischen Gemengelage zu tun.

    Hi,


    ich bin seinerzeit in Nürnberg gestrandet, 150 km von meinem Endziel entfernt.


    Es wurde dann einen Verrechnungsgutschein über 80€ angeboten, den man wahlweise beim Taxifahrer oder in einem Hotel abgeben kann und die Bahn rechnet das dann über diesen Gutschein mit dem Dienstleister ab.


    Ich hab' mich dann nicht ganz so begeistert gezeigt und nach ein bißchen Laberei hat mir der Schalterbeamte 2 80€-Gutscheine gegeben, für die mich der Taxifahrer bis vor die Haustür meines Zieles gebracht hat.


    War prima, ich bin in Nürnberg nie wieder so perfekt umgestiegen wie in diesem Fall auf's Taxi. :D

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    Original geschrieben von brasax
    Ich habe DVB-T, vorher nur Hausantenne... Allerdings ist die Qualität zum grauen... Ich habe mehrere Receiver getstet und kann es nicht empfehlen. Ich bin heilfroh, dass ich nach meinem Umzug Kabel/Sat habe...


    Was haste für ne Antenne? Vielleicht solltest Du mal eine Aktivantenne probieren, dann sollte es gehen. Oder Dein Fernseher verarbeitet die Signale der Receiver nicht korrekt. AFAIK gibt es nämlich bei digitalem Fernsehen nur "geht" oder "geht nicht", aber daß man ein Bild hat, das aber mit Rauschen, kann normalerweise nicht sein.


    Ich hab' persönlich keine Erfahrungen mit ISH, höre im Kollegenkreis aber auch immer wieder Horrorgeschichten. Also weg von dem Laden!

    Kann mir bitte mal jemand schlich und ohne Blick durch seine persönliche, parteipolitische Brille erklären was an einer großen Koalition so schlimm ist?


    Ich verstehe nicht so recht warum jeder meint daß das Stillstand bedeutet. Immerhin gibt es genügend Aufgaben, die zu erledigen sind.


    Und die letzte große Koalition gab es vor über 30 Jahren, die meisten von uns dürften sich kaum daran erinnern, so sie denn überhaupt schon auf diesem Planeten herumgekrabbelt sind.


    Wieso wird da jetzt so ein Hype drum gemacht?

    Ich möchte mal einen anderen Aspekt in die Diskussion einbringen: auch wenn jetzt alle aufschreien, aber meiner Meinung nach macht man den Fehler die Linkspartei wie eine Aussätzige zu behandeln.


    Damit werden zum einen 8,x% der Wähler nicht für voll genommen, man drängt sie sozusagen in einer Ecke als wäre das eine undemokratische Partei und als seien diese Wähler ewiggestrige Kommunisten - was sie nicht sind. Auch die Linkspartei bewegt sich im demokratischen Spektrum, sie hat sich zum Sprachrohr der sozial Schwachen und vieler Ossis gemacht.


    Und darüber, das hätten die anderen Parteien kapieren müssen, kann man sich nicht einfach hinwegsetzen. Es gibt ja offenbar Gründe warum Leute die Linken gewählt haben.


    Deren Wahlergebnis ist jetzt nämlich genau der Stimmenanteil, der den beiden Blöcken rot/grün und schwarz/gelb an Stimmen fehlt - weil man von vorneherein darauf verzichtet hat diesen Bereich sozusagen mit ins Boot, auf seine Seite zu ziehen.


    Jetzt hat man sich natürlich festgelegt und kommt aus dieser Ecke nicht mehr heraus. Aber wenn man jetzt jammert daß Stillstand kommen würde etc. (warten wir mal ab, es wird schon was passieren...) muß man sich auch fragen wieso man z. B. durch das ständige Ablehnen der Linkspartei eine große und entscheidende Wählergruppe "einfach so" preisgibt, und vor allem: arrogant behandelt.


    Wir brauchen jetzt keine pro/contra-Linkspartei-Diskussion reanimieren, mir geht's mehr um das Prinzip. Ich habe schon heute Nachmittag irgendwo in diesem Thread gesagt daß man die Linkspartei unterschätzt. Alle labern was warum und wer was falsch gemacht hat - und man blendet dabei völlig aus daß hier eine Wählergruppe völlig unbeachtet bleibt.

    Wenn ihr es nicht schon getan habt - setzt euch vor den Fernseher und schaut euch die Elefantenrunde an! :D:D


    Schröder platzt fast vor Freude und frechem Auftreten, schwarz/gelb ganz bedröppelt und ein Gag jagt den nächsten. Echt sehenswert!

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Was anderes: Nach den derzeitigen Hochrechnungen bzgl. der Wahlbeteiligung scheint sich eine geringere Beteiligung als 2002 abzuzeichnen. DAS würde mich ehrlich gesagt wirklich überraschen. Ich hätte im Gegenteil mit einer Wahlbeteiligung gerechnet, die so hoch ist wie fast nie zuvor. Wenn das wirklich so kommt, wenn sich also ein guter Teil der Bevölkerung (und das wären dann nicht nur Frustrierte, Arbeitslose und sonstige Randgruppen) zu faul ist, ihre Möglichkeit der Mitgestaltung der Gesellschaft zu nutzen, dann hätten wir ganz ehrlich nichts anderes verdient, als eine Linke als drittstärkste Kraft, vielleicht gleich noch die Rechten mit rein, und dass ansonsten einfach alles so weitergeht wie bisher... :flop:


    Ich würde es aber auch als ein Ausdruck der Frustration der Leute verstehen. Die wissen einfach nicht was sie wählen sollen weil niemand ein rundum gutes Programm-Angebot gemacht hat - machen kann.


    Ich werde jetzt gleich ins Wahllokal gehen und habe meinen Meinungsbildungsprozeß letztlich auch nur dahingehend abgeschlossen daß ich mich ja jetzt irgendwie auf eine Stimme festlegen muß. Ich bin aber auch einer derjenigen, die eigentlich nicht wirklich wissen wen sie wählen sollen weil mir keine Partei ein Programm bietet, das mich insgesamt anspricht und überzeugt. Obwohl mir klar war daß ich meinem Bürgerrecht nachkomme und zur Wahl gehe habe ich eine Weile lang überlegt ob ich erstmals auf die Stimmabgabe verzichten soll weil ich sowieso den Falschen wähle.


    Dieses Gefühl im Zusammenhang mit dem schönen Wetter (hier zumindest) dürften viele Bürger dazu bewegt haben nicht zur Wahl zu gehen.


    Aber es sind ja auch noch gute 1 1/2 Stunden Zeit seine Stimme abzugeben. Insofern: Schaun mer mal dann sehn wir's schon. Vielleicht pilgern noch größere Scharen zu den Urnen.

    Ich kann o2Neuling nur beipflichten. Hört doch endlich mal auf die Linkspartei immer wieder als sinnloses, rückwärts gewandtes Schreckgespenst hinzustellen.


    Diese Partei schickt sich an womöglich drittstärkste Kraft zu werden und mehr Stimmen als die Grünen und die FDP zu gewinnen.


    Die Wähler dieser Partei generieren sich vor allem aus dem Bereich der Arbeitslosen, der Sozialhilfeempfänger, der "working poor", die sich den Arsch aufreissen und doch kein lebenswertes Gehalt bekommen, aller sozial Schwachen und aller (vornehmlich ostdeutschen) Wende-Verlierer.


    Ihr seid viel zu kurzsichtig wenn ihr die Linkspartei nur auf ihre Vergangenheit von vor mehr als 15 Jahren reduziert oder eine Oppositionspartei immer daran meßt ob ihr Programm umsetzbar wäre wenn diese Partei an der Regierung beteiligt wäre - was sie nicht sein wird weil sie selber und auch niemand sonst es will.


    Die Linkspartei ist vor allem ein Sammelbecken für Protestwähler, die sich in den Programmen und der Politik der etablierten Parteien nicht wiederfinden und die ihrer Enttäuschung durch die Wahl der Linkspartei Ausdruck verleihen.
    Damit muß man sich auseinandersetzen, und das kann man nicht tun indem man den Wählern der drittstärksten Kraft im Land vorwirft ihre Stimme zu verschenken oder zu blöd zu sein Zusammenhänge zu erkennen.


    Bei der Linkspartei spielt in entscheidendem Maße der Protestgedanke mit, genauso wie viele Grünen-Wähler unabhängig vom Parteiprogramm den Gedanken des Umweltschutzes stützen wollen oder FDP-Wähler eine unternehmerfreundliche Politik favorisieren.


    Es ist erwiesen daß Wähler nach


    1) der Grundausrichtung und dem "Image" einer Partei
    2) dem Bezug zum eigenen Lebensumfeld und
    3) der Sympathie für die Köpfe in der Partei


    entscheiden.


    In den Punkten 1 und 2 trifft die Linkspartei eben sehr gut das Klientel der sozial Benachteiligten und der Protestwähler und Punkt 3) spricht an weil Gysi und Lafontaine nun mal einen gewissen "Unterhaltungswert" einbringen.


    Außerdem deutet sich ja ein Wahlsieg von schwarz/gelb oder eine große Koalition an. Unter den Linkswählen könnten demnach auch viele taktische Wähler sein, die dem eine starke Opposition entgegensetzen wollen und daher zu ihrer Wahlentscheidung kamen.


    Kommt endlich mal von dem hohen Ross herunter die Wähler der Linkspartei als uneinsichtige Idioten hinzustellen. So einfach ist es nicht, das ist nicht der geeignete Weg sich mit dieser Partei, ihren Wählern und der "Bewegung", die hinter den Wahlentscheidungen der Anhänger dieser Partei steht, auseinanderzusetzen.