Diese Diskussion dürfte sich ewig in die Länge ziehen, weil keine der beiden Seiten die andere versteht. Aus diesem Grund wird es auch nie ein für alle Beteiligten zufriedenstellendes Ergebnis geben können.
Der Eine ist damit aufgewachsen, bzw. mag es einfach, solche Spiele zu spielen und der Andere wird sich nie mit dieser Art von Spielen identifizieren können.
Bei diesen Spielen geht es meiner Meinung nicht darum, dass es besonders gewalttätig ist oder besonders viel Blut fließt, es geht um das Konzept. Wenn das Konzept eines Spiels nicht überzeugt, dann nützt auch die überzogenste Gewaltdarstellung nichts. Die Gewaltdarstellung ist wohl eher ein Nebenprodukt der immer weiter fortschreitenden Grafiktechniken und dem Anspruch der Spieler, immer realistischere Spiele haben zu wollen.
Jeder halbwegs normal denkende Mensch (und das werden immer weniger...) weiß, dass die Konsequenz seines Handelns der Tot der gegnerischen Spielfigur ist und kann dieses Geschehen klar vom realen Geschehen trennen.
Sollte jemand einen Hang zu Gewalt haben und sehr aggressiv eingestellt sein, ist sehr wohl eine Steigerung des Gewaltpotenzials merkbar, wenn zusätzlich "Killerspiele" gespielt werden. Mit diesen Spielen lebt derjenige seine Aggressivität aus und überträgt dieses Verhalten auf seinen Umgang mit anderen Menschen.
Somit denke ich, dass es immer auch auf den Menschen ankommt, der mit "Killerspielen" (was für ein neutraler Begriff...
) konfrontiert wird.
Wie schon öfter im Thread angemekrt wurde, liegt es hauptsächlich am Zusammenspiel aller Faktoren (Eltern/Schule/Umfeld), von denen die "Killerspiele" einen verstärkenden, nicht auslösenden Faktor darstellen.
elke
Es gibt einfach Personen, die einen Actionfilm einer Romanze vorziehen und schon hier können die Liebhaber der einen Filmsorte die Liebhaber der anderen manchmal nicht verstehen. Jeder hat jedoch seinen "Spaß" an dem jeweiligen Film. Übertragen auf Spiele wird der Unterschied noch viel deutlicher ausfallen, jedoch wird gerade deswegen der Eine den Anderen hier noch weniger verstehen.