Beiträge von rasputin

    Rentnerinnen, die sich im Erwerbsleben mit ihrem Ehepartner Wohneigentum angeschafft haben und heute durch eigene Rentenzahlungen und ggfs. Witwenrente finanziell gut situiert sind.

    In solchen Fällen ist die Immobile eine zusätzliche private Altersvorsorge, für die sie in der Regel erhebliche monatliche Raten bezahlt und damit über Jahre oder eher Jahrzehnte ihren finanziellen Spielraum mitunter erheblich eingeschränkt haben. Üblicherweise fällt Wohneigentum nicht vom Himmel ;) Sie haben sich das also (meistens hart und unter Verzicht auf andere Dinge) erarbeitet.

    Als Nachtrag: Würde der Staat bei Geburt als familienpolitische Maßnahme, für jedes Kind, 500 Euro für jedes Beitragsjahr, und einer fiktiv vorausgesetzten Beitragshistorie von 45 Jahren, also 22 500 Euro anlegen, hätte man bei 5% Rendite und thesaurierend die Erträge, beim Regeleintrittsalter von 67, einen Kapitalstock von knapp 591 000 Euro pro Person. Daraus könnte man, ohne die Substanz anzugreifen und , eine Bruttorente von etwas über 2400 Euro finanzieren. Ohne einen Cent Beiträge. 2024 hätte sowas knapp 15,2 Mrd. Euro gekostet.

    Mir würde das gefallen :thumbup:Da würde allerdings im Vorfeld vermutlich ganz schnell auch der Geist des bevorstehenden Totalverlustes heraufbeschworen werden.

    Ja, der Ausgleichsfond der AHV wird aber ausschließlich durch die Überschüsse an Beiträge und Zuschüsse finanziert, und soll Beitragsschwankungen ausgleichen. Die Ausgleichsfonds der AHV, IV und Eo dienen aber nicht der primären Finanzierung, sondern dem Ausgleich. Man nutzt den Kapitalmarkt, damit das Kapital nicht tot rumliegt.

    Das weiß ich Danke ;) Ändert jedoch nichts daran, dass es so ist.



    Hätte man die Sicherheisreserven der deutschen Rentenversicherung unter Kohl, Schröder und auch Merkels Groko 3 nicht geplündert, sondern einem ähnlichen Fond zugeführt, und natürlich das Rentensystem umgestellt, hätte Deutschland einen sehr komfortablen Renten- bzw. Sozialfond, der gewisse Probleme erstmal längerfristig gelöst hätte. Nicht zu verachten wäre auch eine gewisse EInflussnahme auf die gehaltenen Unternehmen des Fonds.

    Da sind wir uns einig. Da hat wohl die gepflegte deutsche Angst vor dem Kapitalmarkt den politischen Mut überstiegen.

    Er redet aber nicht von Säule 2 und 3, sondern von Säule 1

    1. Er redet von der Rente, ohne weitere Differenzierung.

    2. Auch die Säule 1 hat eine Kapitalmarktkomponente. Als Puffer gibt es hier einen zig Milliarden schweren (oder leichten, je nach Betrachtungsweise) Fonds.


    Erbschaftsteuer ab einem bestimmten Betrag

    Gibt es doch genau so. Oder habt ihr an der Küste eine Ausnahmeregelung? Dann wirf schon mal den Grill an, ich bin unterwegs ^^

    Erstmal muss man an die Vermögen(den) ran, die nicht arbeiten und das Geld für sich arbeiten lassen aka die Arbeitnehmer der börsennotierten Unternehmen.

    Du meinst vermutlich Aktionäre bzw. Dividendenausschüttungen an diese - und nicht wirklich die Arbeitnehmer? Fun Fact: die auf Unternehmensebene erwirtschafteten Gewinne sind bereits mit rund 50 Prozent Steuern belastet, bevor sie beim Aktionär als Dividende ankommen. Sooo wenig sind 50 Prozent Steuern nun auch nicht.


    Aktionäre sind nicht ausschließlich die Klattens und Quandts dieses Landes, sondern auch ganz normale Bürger dieses Landes, welche ihre Altersvorsorge mit Eigeninitiative in die Hand nehmen. Klar, die könnte man auch abstrafen, wenn man wollte - aber wäre das wirklich im Sinne des Erfinders?


    Stimmt. Die staatlich verordnete Welle von Altersarmut in die wir sehenden Auges hinein laufen muss gestoppt werden.

    Und wie? Die aufgrund der massiv gestiegenen Lebenserwartung meiner Meinung nach gerechtfertigte Erhöhung des grundsätzlichen Rentenalters scheint für dich ja ein rotes Tuch zu sein. Also: WIE soll das Ziel erreicht werden? WIE soll die massiv steigende Anzahl der Rentner durch immer weniger Einzahler versorgt werden?

    In der Schweiz, die ja eher weniger mit Sozialismus in Verbindung gebracht wird, zahlt ein jeder in die sozialen Sicherungssysteme ein. Warum soll das hierzulande nicht auch möglich sein? Es steht jedem frei, sich zusätzlich und freiwillig privat abzusichern.

    Würde mir tatsächlich zusagen - aber so einige hier würden Schnappatmung bekommen, denn…

    Zitat


    Das schweizerische Rentensystem, insbesondere die 2. und 3. Säule, basiert auf dem Kapitaldeckungsverfahren, bei dem individuelle Beiträge angespart und am Kapitalmarkt angelegt werden

    …der „böse, böse Kapitalmarkt“.