Es ist vollbracht! Den Artikel habe ich gerade in verschiedenen Sprachen/Versionen gelesen.
Berücksichtigt man (was ich zuvor nicht getan hatte), dass es sich um die maschinelle Übersetzung eines englischsprachigen Artikel handelt (den cxcc dankenswerterweise eingebracht hat), sind die im Artikel getroffenen Aussagen gar nicht mal so abwegig. Leider ist die maschinelle Übersetzung in Teilen wirklich sinnentstellend.
So ist etwa der Vorwurf, die USA stellten eigene zig-tausende getötete Zivilisten im Irak Krieg als bedauernswerte "Kollateralschäden" dar, während im Ukraine-Krieg getötete Zivilisten selbstverständlich Opfer eines Genozids von russischer Seite seien, schlüssig und nachvollziehbar. Jedenfalls kann ich dieser Aussage rein gar nichts entgegensetzen. Zudem: Warum sollte das Leben eines europäischen Christen um ein Tausendfaches wertvoller sein als das eines Moslems aus Nahost? Über letztere Opfer der US-Army wurde kaum berichtet, während Opfer im Ukraine Krieg schon fast als Märtyrer glorifiziert werden.
Bonusfrage:
Warum wird eigentlich stets Wert darauf gelegt, dass "Zivilisten" als Opfer des russischen Angriffskriegs präsentiert werden. Ist ein ukrainischer Armeeangehöriger etwa weniger wert? Eine Frage, die am heutigen Vormittag von meinem Zahnarzt aufgeworfen wurde.
Die Wirkung derartigen "Framings" hatte ich weiter oben dargelegt, als ich Meldungen der Tagesschau "umformuliert" hatte. Wurden Meldungen der Tagesschau problemlos als wahr und richtig unterstellt, führte eine abweichende Darstellung derselben Sachverhalte umgehend zur Entrüstung.
Waren einige TT-Mitglieder dem Herzinfarkt nahe, hatte (nur?) Thomas diesen Zusammenhang erkannt. Hier sollte sich jeder die Frage stellen, ob er (unter anderem) im Ukraine-Konflikt vielleicht nur reflexartig mit den Wölfen heult und lediglich eine einzige Sichtweise eines vielschichtigen Konflikts zulässt.