Beiträge von polli
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Original geschrieben von Printus
Warum drängen sich Aldi und Co. in dieselbe ökologische Nische obwohl sie mit dem Discounter-Konzept - Grundsortiment zum bestmöglichen Preis - doch gut fahren und eine Sparte erfolgreich besetzen?Eventuell weil im Einzelhandel immer das Ziel ist mehr für die Ware verlangen zu können?
=> hochwertiges Ambiente als Versuch eben nicht alles zum allerbilligsten Preis anbieten zu müssen sondern auch akzeptiert wird wenn man bei einzelnen Artikeln auch günstigere Wettbewerber zulässt.
(Ist wirklich nur so ein Gedanke auf den ich komme weil ich der Meinung bin das Amazon dies gegenwärtig als einziger schafft => z.B. Lebensmittel online vermarkten und dafür vergleichsweise hohe Preise verlangen die widerum durch die Bequemlichkeit die geboten wird akzeptiert werden).Übrigens habe ich schon seit einigen Monaten den Eindruck das Lidl ganz bewusst in seinen wöchentlichen Werbeaktionen immer etwas teurer als die Mitbewerber ist.
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Original geschrieben von Printus
Und so schön der Edel-Aldi ist... ich glaube, die müssen aufpassen, dass sie das Aldi-Image (günstige Basis-Produkte in schnörkelloser Umgebung, Reduktion auf das Wesentliche) nicht verlieren - gerade auch wegen der immer umfangreicheren Aktionsangebote. Früher gab es einmal in der Woche ein paar Aktionswaren. Heute erscheinen diese Angebote 2x wöchentlich und die Verkaufsfläche dafür füllt den halben Laden, und zwar im zentralen Bereich... Manchmal frage ich mich, ob man sich da nicht irgendwann verzettelt und abkehrt vom eigentlichen Prinzip der Albrecht-Gründer...Klaus, bist du es?
alles viel zu kundenfreundlich - Klaus Gehrig weiss genau was schief läuftUnd wegen des Publikums in den Filialen:
In einer der größeren Städte Baden Württembergs mit reichlich Industrie gibt’s nur einen Lidl - da gehts ungefähr genau so zu wie du es beschreibst.
Hingegen bei mir im Ort, große Kreissstadt mit reichlich Lidls im Umfeld, ist alles gesittet und ordentlich => ist sehr vom Umfeld abhängig wie es in den Läden zugeht. -
Bei mir nicht.
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Original geschrieben von Anja Terchova
Das ist aber nur so wenn der Laden wirklich eine 100%-Discount-Strategie faehrt, und kein Personal fuer Bedarfsanalyse bereitstellt, und der Platz extrem knapp ist.Ich kenne es im Non-Food Bereich eher so das die Filiallen zwar erstmal eine gewisse Anzahl von "Starter-Sets" bekommen, dann aber gezielt nachbestellen können. Entweder um die Bestaende aufzufuellen, oder gleich mit Reservierung wenn jemand ein bestimmtes Teil ein einer anderen Farbe moechte.
Im Food-Bereich macht man sich zwar nicht ganz soviel Aufwand, aber man hat bei Joghurt zum Beispiel die Wahl zwischen:
- einem gemischten 16er-Tray mit 4x Erdbeer, 4x Pfirsich-Maracuja, 3x Himbeere, 3x Heidelbeere, 2x Kirsche
- sortenreinen 8er-Trays
Wenn man feststellt das die Mischung nicht passt, weil die regelrecht nach dem Kirschjoghurt "graben" hat man zwei Moeglichkeiten:
- Wenn man genug Platz hat: Ganz auf die gemischten Trays verzichten und die sortenreinen Trays nebeneinander stellen. Dann kann man genau das was sich besser verkauft entsprechend nachbestellen.
- Wenn der Platz knapp ist: Gemischte Trays in den Verkauf stellen, aber zusaetzlich sortenreine Trays bestellen, und dann regelmaessig nachfuellen.
Ja, ich spreche von Discountern. Bei Edeka und Rewe läuft das vermutlich eher so wie du es beschreibst und bringt meiner Meinung nach erst recht Chaos.
=> das was du beschreibst würde bei einem Discounter schon alleine mangels freiem Platz nicht funktionieren.
Ein Lager zum nachfüllen gibt es nicht wirklich.Non Food ist in meiner Erklärung gleichbedeutend mit Aktionsware. Da ist nichts mit Startersets und gezieltem nachbestellen. Wenn weg = dann weg.
Tatsächlich ist es so dass Filialen untereinander auch mal aushelfen. Üblich ist aber übriggebliebenes ins Zentrallager zurück zu schicken. Dann wird von der Zentrale entschieden wie die Restevermarktung läuft (z.B. 8 Wochen später in der Region wo die Artikel am besten liefen). -
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Original geschrieben von scaleon
polliAlso ich denke sehr wohl dass das individuell gehandhabt wird. Denn zum einen gibt es Filialen (ob im Bahnhof + So + Feiertag) oder anders hochfrequentierte -der Umsatz/Warenverkauf ist enorm, da muss einfach anders geliefert werden. Mit für jede Filiale 2 Paletten oder so ist es nich getan -da hat man den Umsatz schon im Auge. Auf der anderen Seite muss man doch sehen können welche Filiale wirtschaftlich arbeitet um ggf. Potenziale zu erkennen. Für jede Filiale (gleich viel oder gleich wenig geliefert) macht doch ökonomisch gar keinen Sinn, denn daraus kann man nichts ablesen.
Klar wird es individuell gehandhabt.
Zum Beispiel im Nonfood Bereich bei deutschlands führendem Discounter wird auf Basis von Verkaufszahlen vergleichbarer Artikel in der Vergangenheit eine Verteilung der Varianten festgelegt.
Also z.B. im Klamottenbereich XXL nur in schwarz, XL, L, M in allen Farben und S nur in weiss - natürlich je nach Größe und Farbe unterschiedliche Mengen.
Diese Aufteilung geht dann in die Filialen raus.
Große Filialen erhalten z.B. 10 so gepackter Verpackungseinheiten, kleinere nur 5 oder nur 3.Im Foodbereich wird das genau gleich laufen => es gibt eine festgelegte Verteilung der z.B. Geschmacksvarianten wie es deutschlandweit in alle Filialen geht und eine große erhält mehr, eine kleine weniger dieser Verpackungseinheiten.
Wegen der Diskussion zu den Öffnungszeiten - als arbeitender Teil der Bevölkerung gefallen mir die südeuropäischen Öffnungszeiten:
Morgens auf, mittags zu und dann abends wieder auf (ok - am liebsten hätte ich 7-9:30; 11:30 - 13:30 und dann nochmal 16:30-22 Uhr = 10 Stunden und idR geöffnet wenn verhältnissmäßig viele Menschen Zeit haben einzukaufen. -
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Ja, du hast mich schon richtig verstanden -denn genau das erwarte ich! Salopp gesagt bietet ein Supermarkt/Discounter nur eine begrenzte Auswahl (ich sage mal 4 Sorten) vom gleichen Hersteller und diese 4 Sorten muß man nur in 4 Kundenprofile steuern: 1 Profil mehr Erdbeere, 1 Profil mehr Himbeere, 1 Profil mehr Maracuja und 1 Profil mehr Kirsche z.B. Hat man also einmal unterschiedliche "Packungsgrößen", so kann man die entsprechend verteilen. Ein Hersteller (z.B. Bauer) liefert ja nicht eine 1/2 Palette für die eine Filiale in XYZ, sondern liefert vollgepackte Paletten die dann im Händler-Lager je nach Bedarf und Tour auf das Lieferfahrzeug geladen werden.
Genau dieses Filialindividuelle verteilen auf die Filialen geht eben nicht.Klar, geht nicht gibt’s nicht aber die Lebensmittelhändler machen es eben ganz einfach nicht.
Hängt im Zweifel auch einfach mit der eingesetzten Lagerlogistik zusammen.
Laut Aussage einer leitenden Mitarbeiterin eines Lebensmitteldiscounters ist (zumindest zu ihrer Zeit im Lager vor ein paar Jahren) der Lagerumschlag so hoch das gar nicht groß mit IT und auf Lagerplatz buchen gearbeitet wird sondern da fährt eben der Joghurtlaster hin, läd x Paletten identische Ware aus und die wird anschließend in den Mengen wie benötigt in die Filialen weiter geleitet.
Da ist nichts mit ein paar Paletten mit bevorzugt Erdbeergeschmack und ein paar exakt gleich verteilte usw.Wieder ein Grund mehr weshalb der logistikoptimierte Amazon die Nase vorn hat (denn für den ist eben nunmal jeder Artikel individuell in der Betrachtung).
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Original geschrieben von stanglwirt
Das ist auch der Sinn einer Inventur und *muss* so gemacht werden. Ohne händische Bestandsaufnahme kannst du auch Diebstähle etc. nicht erfassen.
Ich könnte mir vorstellen dass Action Andy auf die vorsintflutliche Art und Weise der Inventur hinweisen wollte.
Vielleicht wäre eher etwas wie bei amazon in der Entwicklung sinnvoll => Regal wird mit IT Systemen überwacht um zu registrieren was aus dem Regal genommen wird.
Eigentlich müsste man sowas doch auch ganz gut über RFID machen können =>das Regal würde wissen was sein Inhalt ist.ZitatOriginal geschrieben von scaleon
Ja und? Es ist doch immer eine willkürliche Zusammensetzung, die der Hersteller vornimmt. Würden die unterschiedlichen Zusammensetzungen in unterschiedlichen Bestell-Nr. erfasst, so könnte der Händler entsprechend bestellen. Es wird ja ohnehin alles vollautomatisch bestückt, Hase.Auf der einen Seite hast du recht, auf der anderen ist es so dass die für Filiale 4711 zusammengestellte Spezialbestellung (weil in dieser scaleon ständig die Kirschjoghurts in Massen weg kauft
) nicht durchs System geschleust werden kann.Lebensmittellogistik ist sicherlich nicht mit DHL vergleichbar wo man eine bestimmte gezielt von A nach B schicken kann sondern eine Lebensmittelkette legt sich auf ihre Mengeneinteilung fest, der Hersteller beliefert Zentrallager und von dort wird nach Bedarf verteilt.
Ich habe den Eindruck dass diese Mengenverteilungen (der verschiedenen Sorten) zu selten angepasst werden und dabei eventuell auch nur die Verkaufszahlen, nicht aber die "nicht verkauft weil ausverkauft Zahlen" genutzt werden. -
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Original geschrieben von harlekyn
Das Gerät ist ja i.d.R. nicht aktiv, sondern schläft. Wenn du es aufweckst (z.B. per Tipp aufs Display, durch Anheben oder Drücken der Seitentaste) wird FaceID aktiv und versucht dich zu authentifizieren. Je nach Positionierung in Bezug auf dein Gesicht kann das funktionieren, oder eben auch nicht.Verhält sich nicht anders als TouchID. Wenn du deinen Finger auf das schlafende, gesperrte Gerät legst, geschieht garnix.
Also wenn ich die Seitentaste drücken muss dann kann da genau so ein Touch ID rein... -
Ist übrigens im nachhinein betrachtet tatsächlich einer der Vorteile derArbeit im Einzelhandel - für mich wars echt immer angenehm Montag den ganzen und Mittwoch den halben Tag frei zu haben.
Besuche bei Ämtern, Ärzten oder auch einkaufen war vergleichsweise stressfrei möglich.
Sogar mein Abendstudium konnte ich zumindest teilweise (an 2 von drei Abendterminen) entspannt nach einem freien (halben) Tag absolvieren.=> wenn es nicht ständig wechselnde Schichten sind empfinde ich die Arbeitszeiten im Einzelhandel eigentlich gut.
Heute arbeite ich dort nicht mehr, gehe Samstag gerne arbeiten und schaue, vor allem in der Vorweihnachtszeit, gerne zu wie sich die Kunden zerfleischen. Wieviel los ist usw. - das fehlt einem wenn man nicht mehr im Handel arbeitet
