Koch bin ich selbst nicht aber sowohl mein Bruder als auch mein Cousin.
Ich selbst bin u.a. Ausbilder (kaufmännisch).
Die Aussagen des Chefs hören sich für mich nach der heute häufig vorkommenden Anspruchhaltung an das man als Auszubildender schon unheimlich viel mitbringen muss. Dein Sohn ist erst 17 und ich bin der Meinung das er die genannte "Persönlichkeit" nicht mitbringen kann (suche selbst deshalb idR Auszubildende die älter sind, gerne auch nach abgebrochenem Studium o.ä.).
Hört sich hinsichtlich des "Untergehens" auch so an als würde unheimlich viel Selbständigkeit erwartet (ganz allein in der Küche?) - dein Sohn soll aber was lernen, augebildet werden = es dauert mindestens bis ins 2 . Lehrjahr bis man solche Erwartungen erfüllt bekommen kann (ausnahme siehe meine bevorzugte Auswahl an Azubis).
Also soll sich dein Sohn auf keinen Fall vorwürfe machen! Speziell in der Gastronomie bin ich skeptisch ob es vernünftige Ausbildungsbetriebe gibt = noch mehr Aufwand bei der Stellensuche betreiben, auch ehemalige oder aktuelle Azubis befragen. Selbständiges Arbeiten ist wichtig, es darf aber auf keinen Fall der Azubi als vollwertiger Mitarbeiter eingeplant ein.
Besteht diesbezüglich auch die Möglichkeit "auswärts" zu suchen? Speziell die Gastronomie ist ein Bereich in dem man nicht davon ausgehen sollte "vor der Haustüre" nen guten Platz zu finden!
Ich persönlich halte von Berufsgundschuljahr und Berufsfachschule gar nichts. Mancher wird das als Widerspruch zu meinen eigenen Art Azubis auszusuchen verstehen - ist aber nicht so. Hintergrund ist u.a. das die genannten Einrichtungen viel zu sehr zum Auffanglager für gescheiterte geworden sind und wenn das abfärbt...
Ist vielleicht mit dem Ausbildungsbetrieb nochmal zu reden hinsichtlich den gegenseitigen Erwartungen?