Telefonwarteschleifen bald kostenlos?

  • Zitat

    Original geschrieben von jungmario
    Wenn ich bisher mit Firmen telefonieren musste, dann nicht wegen MEINER Dummheit, sondern aufgrund von Fehlern, die eindeutig bei der Firma liegen!
    Ofen nach 2 Wochen kaputt ist schlechte Ware und kein Bedienfehler. Eine Kabelfirma schiebt einem unberechtigt Verträge und Optionen unter ist kein Bedienfehler. Warum soll man hier als Kunde noch was zahlen, wenn die Fehler eindeutig beim Verkäufer/Händler/Hersteller liegen?


    es soll aber auch genug Leute geben die bei einem Internetprovider anrufen und sich erklären lassen wie sie z.B. die Telefonanlagenfunktion ihrer Fritzbox einrichten müssen etc.


    Und wenn dann noch die Hotline kostenlos ist und ohne Warteschleife dann kommen die Kunden die wirklich Probleme mit dem Produkt haben und denen es in dem Moment egal ist wie viel das kostet gar nicht mehr durch. Haupsache es geht wieder, übers Geld kann man später reden bzw. die Rechnung für das Telefonat hinfaxen, ich behaupte die meisten Anbieter werden das mit einer Gutschrift auf dem Kundenkonto erstatten wenn es wirklich ein Fehler von ihnen war.



    Man kann es auch anders machen, kostenlose Hotline anbieten und wenn ein Kunde ankommt und wissen will wie man Nebenstelle 3 mit der 2. ISDN-Leitung verknüpft ihn darauf aufmerksam machen dass es z.B. 19,99€ übers Kundenkonto kostet, aber da würden sich einige noch mehr darüber aufregen ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von archie83
    Was sind für dich normale Gespräche? Aus dem Festnetz sind 0180-Nummern in der Regel günstiger als Telefonate in die Mobilfunknetze.


    Das sind solche mit einer Ortsvorwahl bzw. Netzvorwahl. Und überhaupt was ist das für eine Frage, rufst du etwa deine Omi auf eine 0180 an? Oder deine Freunde? Wenn das irgendwann mal alle in Deutschland machen würden - dann wird man diese Gespräche sicherlich als normal bezeichnen.


    Und was heißt hier aus dem Festnetz? Es soll ja Leute geben, die nicht bei der Telekom sind bzw. VoiP nutzen und da sehen diese "Centbeträge" ganz anders aus. Und Telefonate in die Mobilfunknetze (aus dem Festnetz der Telekom) kann man auch nicht als Maßstab nehmen, denn ich zahle schon vom Handy aus 9ct. in alle Funknetze. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Und überhaupt was ist das für eine Frage, rufst du etwa deine Omi auf eine 0180 an? Oder deine Freunde?


    Nein, aber wenn ich sie von meinem Festnetzanschluss auf ihrem Handy anrufen würde (Handy kaputt, Netzausfall, etc.), kommt mich das sogar teurer als ne 0180-Nummer.


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Und was heißt hier aus dem Festnetz? Es soll ja Leute geben, die nicht bei der Telekom sind bzw. VoiP nutzen und da sehen diese "Centbeträge" ganz anders aus.


    Warum geht man nicht dagegen vor? Warum wird nicht verlangt, dass 0180 - wie damals - nur soviel wie ein nationales Ferngespräch kostet, und zwar bei jedem Anbieter?


    Warum dürfen die Mobilfunkanbieter 42 Cent verlangen? Das sind 28 Cent mehr als im Telekom-Festnetz. Die Weitervermittlung ins Festnetz ist sicher keine 28 Cent wert.


    Das gleiche sollte auch bei anderen Sonderrufnummern passieren. Es ist doch unerklärlich, wieso die gleiche Dienstleistung vom Handy aus wesentlich teurer sein soll als aus dem Festnetz der Telekom.


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Und Telefonate in die Mobilfunknetze (aus dem Festnetz der Telekom) kann man auch nicht als Maßstab nehmen, denn ich zahle schon vom Handy aus 9ct. in alle Funknetze. ;)


    Bei anderen Festnetzanbietern sind die Telefonate auch nicht günstiger.
    Dass du (und ich) vom Handy aus nur 9 Cent zahlen ist ja schön und gut, Discounter sind hier aber irrelevant.

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

  • Zitat

    Original geschrieben von archie83
    Warum wird nicht verlangt, dass 0180 - wie damals - nur soviel wie ein nationales Ferngespräch kostet, und zwar bei jedem Anbieter?


    Weil sich dann die ganzen 0180 erübrigen, denn man würde sie dann in jeder Flatrate (Festnetz,Mobil) mit aufnehmen. Aber genau das wollen bestimmte neoliberale Kreise nicht und die Telekom freut sich um so mehr. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Weil sich dann die ganzen 0180 erübrigen, denn man würde sie dann in jeder Flatrate (Festnetz,Mobil) mit aufnehmen.


    Man muss sie ja nicht in die Flatrate mit aufnehmen. Hauptsache, die Kosten sind nicht höher als bei einem Festnetztelefonat außerhalb einer etwaigen Flat.
    Beim o2 o Prepaid sind Telefonate zur eigenen Mailbox auch nicht in der netzinternen Flat mit drin. Allerdings zahlt man für Verbindungen zur Mailbox mit 15 ct/Min genauso viel wie für ein "normales" Telefonat.


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Aber genau das wollen bestimmte neoliberale Kreise nicht und die Telekom freut sich um so mehr. ;)


    Vodafone, E-Plus und Telefónica freuen sich nicht, wenn sie sogar 42 ct/Min verlangen dürfen? Das sollte zumindest auf die 29/19/15 ct/Min runter, die ein "normales" Telefonat bei diesen Anbietern kostet, bei den Discountern eben 9 ct/Min. ;)

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

  • Mir ist bekannt, dass die (mangelnden) Gewinnmöglichkeiten bei 0180-er Nummern hier schon diskutiert wurden. Nur hat hier wohl niemand bemerkt, dass sich die Regelungen betreffend die 0180-er Gasse zwischenzeitlichlich komplett geändert haben.


    Nach den neuen Bestimmungen ist 0180 ausdrücklich kein "Shared Cost"-Service mehr. Die diesbezüglichen Regelungen sind komplett entfallen und Auszahlungen an den Nummerninhaber sind inzwischen als Regelfall vorgesehen und völlig legal.


    Wers nicht glaubt, kann bei der BNetzA ja mal nachlesen. ;)


    Frankie



    Erg.:
    Hier mal ein Link zu Heise:


    >>>>> Klick mich! <<<<<


    Auszugsweises Zitat:


    "Die Umbenennung in "Service-Dienste" hat einen ganz praktischen Grund: Die früher verbotene, aber dennoch verbreitete Praxis, einen Teil der Entgelte für die Anwahl von 0180-Rufnummern an den Betreiber des Dienstes auszuschütten, ist mit einer Änderung des TKG offenbar zulässig geworden, zumindest findet sich dort kein ausdrückliches Verbot mehr für Auszahlungen."


    Bei dieser sich bietenden Gelegenheit hatte man dann auch gleich den Preis für 0180-5-er Nummern angehoben, damit es für die Callcenter noch attraktiver wird, die Kundschaft möglichst lange zu "bedudeln", bevor man eine kostenauslösende Leistung erbringt.


    Und weil es heute "Sevice-Dienste-Nummern" heißt muss in der Folge natürlich gelten: "Kein Service = keine Kohle".


    Wer das nicht nachvollziehen kann, tut mir schon fast ein wenig Leid ...



    Erg.2:
    Wer mit seinem Anwalt ein nach Zeit bemessenes Honorar ausmacht, darf vorher komplett für umsonst im geheizten Wartezimmer sitzen und bekommt dazu noch Lesestoff und vielleicht Kaffee gereicht - auch das "für lau".


    Das alles verlangen wir Verbraucher den Call-Centern doch gar nicht ab! Nur das Warten bei mir zu Hause bei selbst finanziertem Lesestoff und Kaffee ... dafür will ich nicht auch noch zahlen müssen!

  • ich klingt mich hier mal ob der sinnlosen Diskussion aus.



    Zitat

    scaleon:
    Tja, also klassische Service-Leistungen, die mir einem Mehrwert überhaupt nichts zu tun haben.


    der Mehrwert liegt darin das dem Kunden vorhandene Informationen aus dem Internet vorgelesen wird - habt ihr jemals erlebt das der Hotlinemitarbeiter eures z.B. Mobilfunkbetreibers mehr wusste als ihr schon auf der Internetseite gelesen habt (mit Ausnahme von Gerüchten zur Einführung neuer Handymodelle welche man idR nicht ernst nehmen sollte).
    Was soll man denn machen wenn Kunden unbedingt mit jemandem sprechen wollen?



    Zitat

    scaleon:
    wenn du parallel eine kostenpflichtige und eine kostenlose Nummer betreibst


    das kannst du nur ganz anders meinen als ich es hier lese - die Preisabsatzfunktion wird IMMER dazu führen dass das günstigere Angebot mehr genutzt wird...

    Zitat

    scaleon:
    Es soll ja Leute geben, die nicht bei der Telekom sind bzw. VoiP nutzen und da sehen diese "Centbeträge" ganz anders aus.


    Mit diesem Problem stehst du bei weitem nicht allein da - das Problem ist aber nicht vom angerufenen verursacht sondern von der Abzockerfirma bei welcher du deinen Telefonvertrag abgeschlossen hast. Bei diesem ist nämlich die Vermittlung von Telefonaten eine Hauptleistung (bei der du dich hättest im Vorraus nach den Kosten erkundigen sollen). Die telefonische Erreichbarkeit einer Firma ist hingegen eine Nebenleistung (bei der du idR nicht so sehr drauf achtest weil dir das Hauptprodukt wichtiger ist) :top: (Insider kennen das O2 Thema zur Nebenleistung)

    Zitat

    scaleon:
    neoliberale Kreise


    Verfolgungswahn? Oder versteh ich das nur nicht richtig? Da hilft mir auch der Smiley nicht weiter...


    frank_aus_wedau:
    das mit der Gewinnmöglichkeit beziehe ich persönlich auf die Relevanz des Betrages.
    Eine Firma die ausreichend Kundenkontakte hat um durch die telefonische Erreichbarkeit "nennenswerte" Beträge einzusammeln bewegt in ihrem Hauptgeschäft idR so große Summen das die Gelder aus der 0180-Nummer Peanuts sind.
    Eine Rufnummer muss ja auch irgendwie unters Volk kommen damit sie angerufen wird - wollte man damit Missbrauch machen währen zumindest bei 0180-Nummern die Werbekosten ein viel zu großer Kostenfaktor.


    Das hat NICHTS mit der Rechtslage zu tun!

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Rechnen wir die hier in Frage stehenden Hotlines nach der aktuellen Praxis mal durch:


    Pro Hotline-Mitarbeiter hängen (vorsichtig geschätzt) im Schnitt zehn zahlende Anrufer in der Leitung, von denen einer gerade beraten und die anderen bedudelt werden. Der anfallende Brutto-Umsatz, von dem das Call-Center einen Anteil erhält beträgt unter diesen Voraussetzungen etwa 84,- € pro Mitarbeiter und Stunde (0,14 € x 60 x 10). Ein wesentlicher Teil hiervon wird an das Call-Center fließen.


    Selbst wenn nur die Hälfte davon ans Call-Center geht, dürfte der Reibach im Hinblick auf die im Regelfall beschäftigten unterbezahlten Dumpfbacken beträchtlich sein. Wer dann noch GEMA-freie Mucke verwendet, kommt nachts vor Lachen kaum noch in den Schlaf (wenn er in der Schule wenigstens ein bisschen aufgepasst hat).


    Ich will die Diskussion jetzt und hier nicht wieder anleiern, weil wir keine Einigkeit erzielen werden.


    Worauf ich als Verbraucher aber weiterhin bestehe:


    KEINE LEISTUNG = KEINE VERGÜTUNG.


    Was in anderen Branchen selbstverständlich ist, muss so schnell wie möglich auch im TK-Sektor umgesetzt werden - es ist schon viel zu viel Zeit verloren gegangen, in der der Staat diesem in meinen Augen schon an Betrug grenzenden Treiben tatenlos zugesehen hat.


    Zudem hatte es die Branche selbst in der Hand, die nun beabsichtigte Regelung zu verhindern. Wenn sich die Wirtschaft (wie seinerzeit beim Einwegpfand) aber nicht an die der Politik gegenüber abgegebene Selbstverpflichtung hält, lässt man dem Staat doch gar keine andere Wahl als den Erlass gesetzlicher Regelungen. Wenn der Staat glaubwürdig bleiben will, muss er in geeigneter Weise reagieren. Für den, dann dann jammert, habe ich wirklich nicht das geringste Verständnis. Wenn man den Staat verschaukeln will, muss man ziemlich früh aufstehen - dann klappt das auch. Und diese hellen Köpfe arbeiten bereits in lukrativeren Branchen. :p


    Frankie

  • die 10 Menschen in der Warteschlange sind absolut unrealistisch (unter Altagsbedingungen).
    Gehe davon aus das idR nicht mehr als 2 oder 3 Leute warten. Du kannst das schön anhand der Wartezeit fest machen. In den Medien wird immer wieder von Extremfällen von 20 Minuten Wartezeit berichtet. imho wird als übliche Wartezeit 2 bis 3 Minuten genannt.
    Da man meistens mehr miteinander spricht als sich zu begrüßen darfst du davon ausgehen das mehr als 90 % der Gespräche länger als 1 Minute dauern.



    Lies dir aber mal die aktuellen News bei teltarif.de durch - ich würd ja aus dem lachen nicht mehr rauskommen wenn die Prepaidnutzer wirklich (zeitweise) überhaupt keine 0180-Nummern mehr anrufen könnten (0900 sind ja z.T. schon gesperrt).

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Der von pollin angerissene Artikel lässt eine gesetzlich regulierbare Möglichkeit offen:
    Es darf zunächst das volle Gespräch (zu 42 Cent / Minute) berechnet werden, binnen x Stunden / Tagen muss jedoch eine Gutschrift für die in der Wartezeit verbrachte Zeit erfolgen.
    Dies muss möglich sein, da auf diese Weise auch die Gutschrift bei Post-Paid-Verträgen erfolgen soll. Gespeichert werden diese Daten (auf Grundlage der Vorratsdatenspeicherung nach dem Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG) bereits.

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