Je mehr ich mich damit beschäftige, desto ratloser werde ich ich. Also doch beim Festgeld bleiben? Warum muss alles so kompliziert sein?
Das muss so kompliziert sein damit die Bank dir andere Dinge verkaufen kann an denen sie Geld verdienen.
Ungefähr 2005 und dann nochmal 2018 habe ich bei der regionalen Volksbank, die mich bereits als Kleinkind mit nem 5,- Mark Guthaben Konto und später mit dem Prima Giro Konto (und kostengünstiger Fahrt zum Konzert von New Kids on the block) versucht Unterstützung beim Kauf von Aktien etc. zu bekommen.
Da kam null. Ich kann mich noch daran erinnern das ich in Schiffsbau und ein ander mal in Büroimmobilien investieren sollte...
Naja, ungefähr 1996 hatte ein befreundeter Bankmitarbeiter mir irgend so ein Volksbank Aktien Fonds Thema verkauft und undgefähr 2007 habe ich den monatlich besparten Fonds aufgelöst und rückblickend eine Jahresrendite von ungefähr 13% gehabt.
Nicht schlecht - aber seither habe ich lange auf Einstiegskurse gewartet und quasi viel Geld verloren denn der Aktienfonds von damals wäre heute vermutlich das doppelte Wert.
Da es mir genau so wie dir geht = alles viel zu kompliziert, habe ich 2022 entschieden monatlich via Trade Republic in die hier schon genannten weltweiten ETFs (MSCSI oder so ähnlich) zu investieren, ebenso in den DAX (denn der ist bei uns zu Hause und dann hab ich noch erwartet das die Chinesen abgehen werden und habe einen entsprechenden Fonds bei denen raus gesucht (ok, ne ehemalige Bankmitarbeiterin hat mir ein paar Begriffe an den Kopf geworfen damit ich ungefähr was passendens auswähle).
Trade Republic scheint verhältnismäßig günstig zu sein. Ich habe nen Anlass regelmäßig die Kursentwicklung anzuschauen (hab mir das zwei mal im Monat in den Terminkalender eingetragen) und sollten die Kurse irgendwann mal abstürzen plane ich größere Summen hinter her zu schieben (bei dem aktuell darniederliegenden chinesischen Fonds trau ich es mich momentan nicht.
Aktuell hat mein Portfolio ein Plus von über 7% (MCSI über 15, DAX über 13 aber die Chinesen ziehen den Schnitt runter).
Niedrige, chinesische Kurse führen dazu das ich monatlich mehr chinesische ETFs ins Portfolio bekomme als bei hohen Preisen = ich werd weiterhin jeden Monat einzahlen und immer schön beobachten.
Spätestens nachdem mein Nachbar die Tage hat durchblicken lassen das er seit Jahren mit ETFs arbeitet und so im Nebensatz meinte: 500.000,-€ in ETFs und jedes Jahr 50.000,-€ Ertrag (hm, da gehen dann sicherlich noch fast 50% Steuern ab...) ist für mich ein Anreiz da dringend bald mehr zu machen und ich habe bereits in Planung eine, aus Unwissenheit, weniger sichere Investition abzuziehen und in meine drei ETFs zu stecken (oder doch noch ein paar weitere dazu?).
= auch wenns kompliziert aussieht, wenn man es im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten macht dann sollte man besser gestern als morgen starten und Erfahrungen sammeln.
(In meinem Fall spare ich deutlich mehr jeden Monat im Rahmen der gesetzlichen Rente (als Selbstständiger), private Rentenvorsorge, uvm.
= ich will nicht sagen das es Peanuts sind die ich in ETFs stecke aber es ist nicht das Hauptinvestment das funktionieren muss.
Wenn ich an meinen Nachbarn denke ist es aber das einzige meiner Investments (außer meiner Selbstständigkeit) bei der richtig viel Geld raus springen könnte (wenn man dann mal den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg findet, denn nur realisiserte Gewinne sind echte Gewinne. Mir schwebt vor ne richtig tolle Immobilie zu kaufen die bei dem o.g. Beispiel meines Nachbarn wirklich mal möglich sein könnte.