Media- & Musikplayer:
Einen hauseigenen Videoplayer besitzt das P1 eigentlich gar nicht. Selbstverständlich ist es mit dem P1 dennoch möglich, Videos abzuspielen – aber einen eigenen Menüpunkt wird der Nutzer vergeblich suchen. Alle Videos müssen zwangsweise über die Galerie oder den Datei Manager ausgewählt werden. Das wäre ja für mich auch nicht sooo tragisch, wenn da nicht die etwas unvorteilhafte Darstellung der Videos in der Galerie wäre: Diese erfolgt nämlich schön groß mit Vorschaubildchen – die allerdings weder animiert sind (sodass man ahnen könnte, um welches Video es sich handelt), noch weisen diese den Dateinamen auf. Man muss sich also wild durch die Dateien klicken, sofern man seine Videos nicht direkt erkennt. Ähnliches Fazit muss sich leider der Datei Manager gefallen lassen: Dieser ist vom Prinzip her wie eine „ordentliche“ Galerie aufgebaut und listet alle Videos dann auch mit Dateinamen – aber dafür ohne Vorschaubilder.
Doch machen wir mal mit der eigentlichen Videowiedergabe weiter: Egal welchen der oben genannten Wege der Nutzer wählt: Man landet letztendlich beim gleichen Wiedergabebildschirm. Dieser kann entweder im Hoch- oder im Querformat dargestellt werden. Negativ: Die Wiedergabe lässt sich dann nur noch Pausieren bzw. fortsetzen – möchte man den nächsten bzw. den vorigen Clip anwählen, muss man zunächst die „Zurück“-Sensortaste betätigen. Dann stoppt das aktuelle Video und der Nutzer bekommt in einer Leiste am unteren Bildschirmrand die weiteren Videos präsentiert – wieder mit Vorschaubild, aber ohne Bezeichnung. Auch sonst kann man nicht wirklich viel Einstellen – lediglich der „Dolby Audio“-Modus kann aktiviert werden. Und genau das würde ich auch empfehlen, denn dieser gibt dem rückwärtigen Lautsprecher nochmal so richtig Power. Im Ernst: Der Lautsprecher auf der Rückseite ist dem des SGS II deutlich überlegen – sowohl bei der maximalen Lautstärke als auch beim Klang. Das P1 vermittelt nämlich einen richtig kräftigen Klang der durchaus auch das Wort „Basswiedergabe“ verdient hat.
Wenn ich gerade schon beim Lautsprecher bin, mache ich genau da weiter, nur dass es jetzt um den hauseigenen MP3 Player des P1 geht. Die maximale Lautstärke ist für mich und wohl den Großteil der anderen Nutzer absolut ausreichend – sofern das Gerät nicht direkt auf dem Lautsprecher aufliegt. Ich habe dieses Problem bereits etwas weiter oben angesprochen: Je nach Untergrund kann hier ein Großteil der Lautstärke verschluckt werden (SGS II Nutzer wissen, was ich meine). Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Huawei P1 einen Lautsprecher verbaut hat, den ich mir genau so auch im SGS II gewünscht hätte. Schön kräftig bei der Wiedergabe, da kommt Freude auf!
Noch ein paar Facts zum Player selbst: Nach dem Start über das Hauptmenü hat der Nutzer die Möglichkeit, seine Songs nach verschiedenen Kategorien ordnen zu lassen. Diese wären:
- - Playlists
- - Interpreten
- - Lieder
- - Alben
- - Genre
- - Ordner
Nachdem der Nutzer dann den gewünschten Titel angewählt hat, startet die Wiedergabe mit einer neuen Bildschirmansicht. Mittig wird (sofern vorhanden) das Album-Cover dargestellt. Darüber findet der Nutzer Shortcuts die ihn zurück zur Musikbibliothek führen oder aber den Dolby Mobile Modus aktivieren bzw. deaktivieren. Unterhalb des Covers erscheinen die Informationen über die momentan abgespielte Datei. Ausserdem ist hier der Button zur Aktivierung des Shuffle- und des Wiederholungsmodus. Für Nutzer die neben den Ohren auch die Augen mit beanspruchen möchten, bietet das P1 zudem eine Lyric-Funktion die ebenfalls aus dem Wiedergabebildschirm heraus zu erreichen ist. Ganz unten letztendlich finden sich die klassischen Steuerungstasten des Musikplayer sowie die Zeitleiste, die ein Scrollen innerhalb des Songs ermöglicht.
Wer die weiteren Funktionen des Players sucht wird schnell feststellen, dass da gar nicht mehr sooo viele Funktionen zur Verfügung stehen. Ein Druck auf die linke Sensortaste öffnet zwar ein Pop-Up Menü, hier kann man aber nur „normale“ Funktionen wie beispielsweise das Einstellen des Songs als Klingelton oder zusätzliche Details zum Titel anwählen. Eine andere Player-Optik etwa ist ab Werk nicht vorgesehen.
Man sieht also, dass Huawei die Grundlagen zwar sehr gut umgesetzt hat, im Detail aber sowohl beim Video- als auch beim Musikplayer noch Verbesserungen möglich und auch nötig sind. Natürlich kann sich jeder Nutzer auch eigene Player aus dem Play-Store laden – eine funktionelle und auch optisch ansprechende Lösung (wobei das nicht das Problem sein sollte beim P1) ab Werk ist für die breite Masse der Benutzer aber definitiv besser.
Verbindungen:
In Sachen Verbindungen steht das P1 dem SGS II in (fast) nichts nach. Beide Geräte unterstützen neben den etablierten GPRS und EDGE-Standards auch HSDPA sowie WLAN. Das SGS II hat hier den Vorteil, dass neben den gängigen Standards b/g/n auch der a-Standard unterstützt wird – das P1 muss hier passen. Zudem beherrscht das P1 keine WiFi-direct Verbindungen, welche Prinzipiell eine deutlich höhere Datenrate ermöglichen als reguläre Bluetooth-Verbindungen. Ansonsten bieten beide Geräte den Bluetooth 3.0 Support sowie DLNA.
Die genauen Daten der Verbindungsmöglichkeiten des P1:
- - 2G: GSM 850/900/1800/1900 Mhz
- - 3G: UMTS 850/900/1700/1900/2100 Mhz
- - GPRS/EDGE
- - HSPA+ mit bis zu 21 Mbit’s Download und 5,65 Mbit’s Upload
- - WiFi 802.11 b/g/n
- - Bluetooth 3.0 HS
- - DLNA
- - GPS Empfänger mit A-GPS Support
- - HTML, Flash
- SMS, MMS, Email, Push Mail, IM
- HDMI
Übrigens: Das P1 verfügt ab Werk über einen sehr schnellen Internet-Browser. Da macht das Surfen sowohl via WLAN als auch über das Mobilfunknetz richtig Spaß.
Man sieht also dass sich die beiden Geräte nicht überall nur um Haaresbreite verfehlen. Zwar ist das P1 mit den oben genannten Features gut ausgestattet – speziell die WiFi-direct Funktion die ich seit dem SGS II eigentlich auch regelmäßig nutze würde ich eigentlich nicht mehr missen wollen. Das sind aber technische Features die bei Weitem nicht jeder Nutzer benötigt, sodass man in diesem Punkt mit sich selbst einig werden muss ![]()