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Original geschrieben von rannseier
Ihr scheint zu vergessen das es bereits seit Jahren Ortsnetze mit Rufnummernknappheit gibt.
Das bestreite ich gar nicht, nur wurde vom TE es fast so dargestellt als würde Bundesweit die 12 Stelligkeit eingeführt. Im Dokument steht ja explizit drin, das ab 2010 die BNetzA erwägt die 12 Einzuführen ,abhängig von der Lage im Ortsnetz und vorerst nur für Anlagenanschlüsse nur falls wirklich nötig für Privatkunden.
Dies hat zwei gründe:
1. Die BNetzA hat sich auferlegt min 24Monate vorher die 12 Stelligkeit anzukündigen. Und wer kann schon voraussagen was 2010 wirklich ist. Also lieber vorsichtig die 12 vorbereiten und dann 2010 doch drauf zu verzichten.
2. Der Momentane Boom beim Rufnummernbedarf.
Diese ist von der BNetzA nicht vorhergesehen und schwer abzuschätzen.
Hier kommt wieder die Genion Card S Geschichte zum tragen, wo viele O2 wegen der angeblich von der BnetzA verordneten 25€ Gebühr angegriffen hatten. Ich denke das dies eben keine offizielle von der BNetzA besiegelte Sache war/ist. Sondern lediglich eine mündliche Androhung der BNetzA irgendwas zu unternehmen um Rufnummernverschwendung zu unterbinden. Kann mir gut vorstellen das eine Gebühr von 25€ ein ausreichendes "Angebot" war um der BNetzA zu signaliseren, das sie sich nicht bei 02 einmischen braucht.
Auch die aus dem Boden sprießenden Voip Anbieter sind für die BNetzA wenig kalkulierbar. Wie groß ist der Bedarf an VOIP Festnetznummern überhaupt? Ich denke sobald 032 von den Anbietern akzeptiert und vernünftig tarifiert wird, wird der Run auf 032 losgehen. Wer will dann überhaupt noch eine Ortsrufnummer haben die er nicht in eine andere Stadt mit umziehen kann.
Die eigentliche Frage bei Voip ist, muss wirklich jeder Hinterhof Voip Provider der meint Bundesweit an der Start gegen zu müssen, in jedem Ortsnetz wegen 3 Kunden einen kompletten tRNB belegen?
Ich denke das die BNetzA sich auch Gedanken machen muss wie sie langfristig mit Schubladennummern (bei Mobilfunk und Voip) umgehen will. Z.B. einen verordneten Mindestumsatz von 1€ pro Ortsnummer bei GG freien Angeboten oder ähnliches. Dann würden die Leute auch ihre ungenutzen Genioncards oder Voip Accounts stillegen oder portieren. Auch ein sehr geringe Gebühr für die MSN 4-10 bei ISDN würde massenhaft Rufnummern freigeben. Hand aufs Herz, wer von denen die 10 MSN haben nutzt diese auch wirklich 100% aus? Wer die Nummern braucht der würde auch z.B. 25ct/Monat für die 4-10 Nummer zahlen. Wer diese Nummern nur aus Jux und weils umsonst war gebunkert hat, der wird sich schnell von den überflüssigen trennen.
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Nehmen wir mal 33439 mit fiktiven Daten.
Alt:
2xx
3xx
4xx
5xx
6xxx
80xx
81xxx
82xxx
83xxx
84-89xxxx
1xxxxx (ist der wirklich vergeben? Zumindest 11x dürfte nicht vergeben sein)
Der 7er Block (7xxxxx) sei noch frei.
So sehen viele Ortsnetze haus.
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Nun dann muss man aber auch von einer lückenlosen Vergabe der Nummern 200-900 ausgehen um wirkliche Probleme zu bekommen. Jede einzelne freie Nummer zwischen 200-999 stellt gleich einen Kompletten freien tRNB(11) dar.
Und das glaube ich nicht das ein einem Ortsnetz alle dreistelligen Nummern lückenlos vergeben sind. Wenn dann die Portierung von zu kurzen Rufnummern auf neue Inhaber konsequent verweigert wird, dann löst sich das Problem der zu kurzen Rufnummern innerhalb der nächsten Jahrzehnte von selbst.
Zitat
Wenn der 7er Block vergeben wird so stehen die Blöcke 7000xx-7999xx für andere Netzbetreiber zur Verfügung, also 1000 Blöcke (natürlich nur, wenn da nicht sich die ein oder andere 3 oder 4 stellige Nummer drin ist, hier in unserem fiktiven Beispiel nicht).
Also ich komme da auf 100 tRNB(11)=100000 Rufnummern. Nun muss ich mich eben fragen, ist es wirklich möglich, das eine Gemeinde mit 5 Stelliger Vorwahl
in kurzer Zeit einen echten Rufnummernbedarf von 100.000 neuen Rufnummern hat.
Selbst wenn jeder neue Bürger ISDN mit 10 MSN bestellt, ist das eine Bevölkerungszuwachs von 10.000Personen. Ein Vergleich mit den Bevölkerungszahlen von Berlin zeigt: 10.000 Personen ist die Größenordnung um die die Einwohnerwahl Berlins jährlich schwankt. Ein kleines Ortsnetz halte ich für utopisch in kurzer Zeit einen solchen Rufnummernbedarf aufzubauen. Zumal es dann auch 10000 Singles sein müssten und keine Familien bei denen 3 Nummern für 2-5 Personen ausreichen.
Die aktuelle absolute Spitze an Rufnummernbedarf erkläre ich mir vorallem an Techniknerds wie wir TTler , die (mehr oder weniger Sinnlos) 10 ISDN MSN , mehrere Genioncards und etliche Voipaccounts ihr eigen nennen. Irgendwann ist der anfängliche Bedarf dieser Nerds aber auch ausreichend gedeckt.
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[...] bestellen, soweit möglich, ISDN. Damit lassen sich mit einem der 1000 Rufnummernblöcke 33 ISDN-Kunden versorgen.
Vorsicht mal mit der terminologie, wenn ich mich nicht ganz täusche den bezeichent die BNetzA die zurzeit vergebenen tRNB als "normale" RNB,bzw. gibt nur tRNB an die Anbieter aus. Nur das wir hier nicht aneinander vorbei reden sollten wir besser zRNB (10), hRNB(100),tRNB(1000), ztRNB(10000) verwenden.
Gut mit einem hRNB lassen sich 33 ISDN Kunden versorgen mit einem tRNB 333 ISDN Kunden.
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Man kann auch nicht mal ebend einen Block neu vergeben, wenn da noch eine Einzige Nummer drin ist.
Nun, das ist eben die Frage. Bisher vermied die BNetzA teilbelegte tRNB auszugeben. Wie gesagt, fraglich ob es nicht sinnvoller wäre für Kleinprovider nur noch hRNB auszugeben. Würden hRNB ausgegeben, dann wären noch IMHO massenweise freie hRNB aus den Restbeständen der Post/Telekom vorhanden die momentan nicht anderweitig genutzt werden können. Da von Tkom verwaltet, aber zu kurz sind um einen eigenen tRNB(11) zu bilden sondern nur einen hRNB(11) abgeben.
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