Spielt ja im Ergebnis für E+ keine Rolle, ob sie mit der Stamm- oder den Submarken Leute ins Boot holen. Wenn sie aber im Moment als einzige merklich die Kunden- oder besser die Kartenzahlen erhöhen können, sind sie im Moment nicht wirklich unter Zugzwang.
Aber sie müssen die Abwerbungen der anderen drastisch erhöhen, wenn man E+ in wenigen Jahren für viel Geld verscherbeln können will a la Telering. Da wird also noch einiges kommen, mit Simyo&Co haben sie ja gezeigt, dass sie im Gegensatz zu manch anderer Preissenkungs-Labertasche tatsächlich handeln können und wollen.
Wie viel z.B. bei SMS geht, zeigt folgender Vergleich:
T-Mobile´s SMS Kracherpakete: popelige 40 SMS zu 5 EUR (im besten Fall 12,5 CT), 150 SMS zu 15 EUR (im besten Fall 10 CT), jede weitere SMS 19 CT
VS.
One AT: 75 SMS zu 5 EUR (6,6 CT), 200 SMS zu 10 EUR (5 CT), jede weitere SMS 15 CT (One Plus).
Im Hinblick auf die vielen Aussagen, T-Mobile wolle gegen das Teuer-Imgage des Mobilfunks vorgehen, ein doch beachtlicher Unterschied, oder? In diesem Sinne: Preislich geht im Mobilfunk (Umsatzrenditen jedenfalls bei den D-Netzen laut eigener Bilanz-PKs 40-50 Prozent!) noch einiges...
Aber solange es Leute gibt, die denen horrende Margen gewähren, wären sie blöd, wenn sie weniger verlangen würden. Hier wäre die Presse gefragt, die teils drastischen Differenzen diverser Angebote eines Anbieters gnadenlos unters Volk zu bringen: T-Mobile SMS ab 10 CT im 150er Paket, mit Voice&Data ab 1,8 CT. Dieser Unterschied läßt sich mit nichts begründen, außer dass eine SMS nur wenige Cent wert ist und dem Endkunden deutlich überteuert verkauft wird. Nur sollten die zur Aufdeckung von Mißständen berufenen Medien so etwas auch regelmäßig aufzeigen. Noch schlimmer ist aber, dass die dafür zuständige Behörde diese Preisdifferenzen kennt (Antwort der damaligen RegTP auf eine diesbezügliche Anfrage, für SMS seien sie nicht zuständig. Laut TKG definieren sie aber die Märkte, die sie überwachen, und damit im Ergebnis ihre Zuständigkeit...) und dennoch nicht mit den Ohren schlackert bei so einer Diskrepanz. Wenn bei Aufschlägen von 1.000 % (von 1,8 CT aus auf die üblichen 19 CT gerechnet) dort keiner muckt, wer soll die NBs dann bremsen? Vielleicht ja ein "echter" Markt, sofern E+ seine Ankündigungen wahr macht. 13 Jahre nach Marktstarkt wären marktgerechte Preise nun wirklich an der Zeit und zwar durch die Bank und nicht in einzelnen Mini-Parzellen oder einzelnen Tarifoptionen, die zusammen mit den restlichen Tarifen kaum ins Gewicht fallen.