Sie wollen im Prinzip, dass das Inlandsgedöhns aufhört und EU-weit die Preise fürs Inland gelten. Es ist eben EIN Wirtschaftsraum, der vereinheitlicht werden soll, soweit das sinnvoll ist (siehe auch bei den Banken). Es sind schließlich überwiegend auch dieselben Betreiber, die in den jeweiligen Ländern agieren. So gesehen hätte man zu Beginn des GSMs auch die eine Stadt als Netz sehen können, und die nächste dann als teureres Roaming. Das waren und sind ja letztlich auch zwei Netze. Nur, dass da eben keine Landesgrenze dazwischen liegt. Deren Bedeutung soll aber gerade sinken innerhalb der EU.
Es geht ja nicht darum, die Mobilfunkpreise insgesamt zu diktieren. Aber, dass die reine Durchleitung fremder Anrufer in allen Netzen (und damit zum grossen Teil sogar innerhalb derselben Betreiber) in etwa dasselbe kosten sollte, das erscheint schon vernünftig.
So weit liegen die reinen Netzkosten wohl innerhalb der EU nicht auseinander. Zumal die Anbieter ja gerade durch ihre Marktmacht mit den vielen Netze auch die Netzausrüsterpreise drücken. Sie kaufen nicht nur für das deutsche oder österreichische Netz ein. Die reinen lokalen Unterschiede (vor allem Löhne) rechtfertigen sicher ein gewisses Spektrum (z.B. EU-weit 1-3 CT), aber eben nicht, dass in einem Netz 1 CT, in einem anderen, womöglich noch vom selben Betreiber, 10 CT verlangt werden.