Die Anbieter verlangen voneinander nichts für den Empfang. Dafür bezahlen sie auch nichts für die Weiterleitung (analog Auslandspost)...
Wer wirklich viel SMS schickt (wie ich innerhalb D1) holt sich nen Vertrag zu 1,8 CT pro SMS; und auch daran verdient der NB noch mehr als die hälfte.
Deine Umsatzrechnung hakt, denn der Kunde hat ein Budget X, das er entsprechend der Kosten verbrauchen kann. Wer nur die GG bezahlen will (oder kann...), verschickt keine SMS, wenn sie etwas kosten. Es bliebe beim mutmaßlich geringeren Umsatz. Dein Modell funktioniert nur bei Kunden, die jeden Monat SMS ohne Ende verballern und dadurch dem Anbieter 24 EUR weniger einbringen (habe ich umringt von o2lern aber bisher keinen einzigen getroffen). Der Durchschnittskunde verschickt 20 SMS pro Monat, daraus wird auch bei 125 Frei-SMS kein Power-SMSer. Hier würde ich daher eher meine Einstellung als die der Mehrheit betrachten als die der deutlich geringeren Zahl der Power-SMSer; diese holen sich garantiert keinen o2-Vertrag zu 19 CT pro SMS.
o2 verdient am Online-Tarif letztlich noch mehr als am Standardtarif; die Frei-SMS rechnen sich bei der Masse dank Gegenrechnung der ersparten Rechnungskosten praktisch von selbst (plus einem enormen Werbe- und Imageeffekt), wer darüber liegt, weil er sich mangels Kontrolle verzockt, zahlt, was er womöglich nicht genutzt hätte, und wenn einer die Hotline anruft, bringt er erst so richtig Geld.
Ich bleibe dabei, dass der Online-Kunde unterm Strich mehr einbringt als der reguläre Kunde - trotz der "geschenkten" 24 EUR. o2 würde es sich nicht leisten können, wenn es anders wäre. Sie schenken nichts, sie wollen Umsatz generieren, zur Not mit Lockangeboten (gilt selbstredend auch für E+).
Aber zugegeben, es ist ein tolles Angebot (wenn auch mit faulem Beigeschmack wegen der fehlenden Kontrollmöglichkeit) und verdient die entsprechende Verbreitung. Aber man sollte dennoch den Blick für Zahlen und Preise nicht völlig verlieren und glauben, man bekomme 24 EUR geschenkt... 