Eben, Quam haben nicht unsere NBs versaut, sondern sie selbst. Im Wettbewerb kämpft man nunmal mit harten Bandagen, das wusste auch Quam vorher. Ich denke eher, dass ihnen die seltsame Subventionspolitik mit Handy PLUS GG-Befreiung das Genick gebrochen hat.
Auch der Kunde sollte mal seine Macht ausnutzen und anfangen, mit härteren Bandagen zu kämpfen (man muss teure Dienste nicht nutzen). Leider wird hier mehrheitlich alles geschluckt, und der Anbieter am Ende sogar noch in Schutz genommen - für Margen von im Extremfall etwa 2.000 Prozent (Bsp. SMS: Kosten ca. 1 CT Preis - 0,19 CT), ansonsten im Bereich einiger hundert Prozent - ein absoluter Irrsinn! Wenn den Anbietern also die Margen kaputt gehen, hätte zwar der grosse Reibach sein berechtigtes und bitter nötiges Ende, aber die Anbieter würden noch immer genug verdienen. Denn die Netze stehen seit über 10 Jahren (D-Netze), und müssen alles andere als noch immer anschubfinanziert werden. Es scheint eher Methode zu sein, liebgewonnene und zu Anfang durchaus nötige Geldeintreibungen einfach weiterlaufen zu lassen (hier haben Gesetzgeber und RegTP bitter versagt, die die ICs auf vielleicht 10 Jahre hätten befristen müssen, mit jährlich fallender Tendenz hin zu max. dem Doppelten oder Dreifachen, also max. 3 CT, dessen, was man der Telekom zubilligt). Nein, man muss gewiss kein Mitleid mit den NBs haben, selbst wenn ihnen die Margen größtenteils wegbrechen sollten. Der Einzelhandel lebt von 5-8 % Marge, jammert dabei zwar Jahr für Jahr herum, aber das grosse Kettensterben ist bisher ausgeblieben - man scheint also auch damit noch gut leben zu können...
Vielleicht sollte der Gesetzgeber darüber nachdenken, ob er Handyverträge nicht, wie in Österreich, auf Laufzeiten bis max. 12 Monate begrenzt. Anders wird sich an dem Hauptproblem, der unsinnigen Handy-Sub, und damit mittelbar an den Nutzungspreisen nicht viel ändern. Und er muss die ICs komplett auf das Maß herunterfahren, was gerechtfertigt ist. Nun, nach so vielen Jahren, kann er dabei auf eine stufenweise Absenkung über Jahrzehnte gerne verzichten.