Beiträge von Marko

    Ein generelles SoKü wegen Arbeitslosengeld II wird niemals kommen. Das wäre eine ungerechte Ungleichbehandlung und kaum verfassungsgemäß.


    Der Staat kann nicht derart in die Privatautomie eingreifen, dass man durch den Bezug von bestimmten Transferleistungen automatisch aus abgeschlossenen Verträgen herauskommt. Dies hätte man bereits bei Sozialhilfebezug fordern können, aber es ist Unsinn. Was wäre die nächste Forderung? Dass der Staat laufende Kredite zur generellen Stundung verdonnert oder gar die Raten übernimmt?


    Nein, im Grundsatz ist jeder für sich selbst verantwortlich, auch was den Abschluss von Verträgen angeht. Der Staat hat nur in Ausnahmefällen zu handeln. Außerdem gibt es durchaus die Möglichkeit, sich gegen drastische Einahme-Einbußen abzusichern (Stichwort Restschuldversicherung, private Versicherung zur Schließung der Einnahmelücke). Wenn man vom Staat verlangt, dass er einem alles abnimmt, ist das imho zu viel des Guten. Jeder ist zunächst für sich selbst verantwortlich, auch das ist Teil eines freiheitlich orientierten Lebens.


    Der Staat hat nur dafür zu sorgen, dass essentielle Dinge abgesichert sind, die ein Mindestmaß an Lebensqualität erreichen. Und das gibt es heute schon, kein Mensch wird auf der Strasse hocken, wenn er es nicht will. Das Sozialamt zahlt fällige Mietkosten weiter usw. Aber für Mobilfunkverträge oder Probleme durch Zwangsvollstreckung ist er sicher nicht zuständig - abgesehen von der Sicherung des Existenzminimums (Pfändungsfreigrenze).


    Papa Staat kann nunmal nicht für alles sorgen. Eigenverantwortung und ein gewisses allgemeines Lebensrisiko (auch in Bezug auf Wohlstand) bleibt einem jeden erhalten.

    Genau, sie sind beide nah dran. Aber keiner wagt den einen notwendigen Schritt, der sie wirklich durch die Bank günstiger und attraktiver machen würde.


    Auf einem Prozent der Fläche günstig telefonieren? Nette Idee, aber was ist mit dem restlichen Netzgebiet?! 3 CT ins Festnetz? Hammerpreis, aber 45 CT in die restlichen und 35 CT ins eigene Netz? Ersterer Preis ist überzogen (für ein E-Netz, das sich preislich deutlich abzuheben hat) und letzterer einfach dreist! Unterm Strich sind die E´s für die Mehrheit nicht zu empfehlen, wozu denn auch - die Vorteile werden durch Fussangeln und die restlichen Tarifdetails wieder zum grossen Teil aufgehoben.


    Dann lieber Vodafone oder T-Mobile, ohne Roaming-Notwendigkeit oder Telefonieren vorwiegend am Fenster. Und um VDF geht es hier ja auch eigentlich. Und beim Durchschnittskunden mit Umsatz in Höhe von etwa 20 EUR sind es nunmal nur etwa 3-5 EUR Unterschied zwischen D und E.

    Tja, das ist eben eine Mentalitätsfrage. Der dt. Durchschnittskunde zieht es nunmal vor, sich über den Tisch ziehen zu lassen, und bei Kritik "seinen" heiligen Anbieter auch noch in Schutz zu nehmen (Ausreden a la, Staat sei Schuld wegen der UMTS-Lizenzgebühren - wer hat geboten, der Staat, der Kunde oder die albernen Vertreter der Anbieter?!). Und er zahlt schlicht ohne Murren und Knurren, man will ja keinen Ärger machen.


    Andere Völker zeigen den Unternehmen, wo der Hammer hängt, und nutzen ihre Macht als Kunden. Letzerer bestimmt nämlich am Ende die Preise, und nicht die Unternehmen. Die verlangen, was der Kunde bereit ist zu zahlen. Und das sind in D. offenbar 19 CT für popelige 160 Zeichen, 79 CT für ein Gespräch in fremde Netze und ähnlicher Irrsinn.


    Mich würden die Preise der Italiener interessieren, und ob wir dann nicht einige Stunden mehr streiken müssten... :D


    Ich wäre bei so einer Aktion dabei, es müsste aber mind. ein Tag sein, wenn man etwas bewegen will. Und eine grosse, bundesweite Aktion.

    Zitat

    Original geschrieben von flo1982m
    Hier zeigt sich mal wieder ganz deutlich der Unterschied zwischen D- und E-Netzen.


    Das hast Du aber auch nur "oberflächlich" betrachtet. Auch bei D1 gelten die SMS in fremde Netze. Von daher ist mittlerweile eher ein deutlicher Unterschied zwischen Voodoofone und den restlichen Drei... ;)


    Dass die D´s ein paar Euro mehr verlangen als E+ und o2 (wenn man die Telefonierpakete inkl. Fremdnetzoption betrachtet), ist klar und geht in Ordnung. Vielmehr ist die Kluft zwischen E´s und D´s imho viel zu gering. Das liegt aber eher an den E´s, die sich seit der Jahrtausendwende allmählich und klammheimlich an die Grossen angepasst haben - mal von einigen werbewirksamen Zuckerln abgesehen.

    Zitat

    Original geschrieben von NoxX
    hast du dazu mal einen link ???


    Das geht doch seit Monaten durch die Presse und ist seit ein paar Tagen durch alle Hürden in Bundestag und -rat. Auf ZDF kam ein Bericht, was wann kommen wird.

    Die 100 km sind wohl für die Personengruppe, die einfach zwanzig mal die Leopoldstraße in München auf und ab fahren wollen. Jetzt weiß ich auch, wo die alle ihre Kisten herhaben. :D


    Ich würde so ein Auto nicht anderen präsentieren (was habe ich davon, außer Zeitverlust), sondern eine nette Spritztour machen. Vielleicht hol ich mir zum 30. mal ein nettes Wägelchen für ein Wochenende. Die Altersgrenze finde ich ok, es ist ein Unterschied, ob man 21 oder 30 ist (selbst bei gleicher dreijähriger Fahrpraxis). Man fährt einfach mit den Jahren anders - gerade mit so einer Kiste unterm Hintern. Zumindest, wenn man mal vom Durchschnittskunden ausgeht.

    Das kann ich mir nicht vorstellen, dass man bei Vodafone niemals einen netten Hotliner oder eine nette Hotlinerin an die Strippe bekommt. So weit kann der Laden ja nun auch wieder nicht seit der Mannesmann-Verscherbelei abgestürzt sein.


    In fünf bis zehn Jahren sieht das vielleicht anders aus, wenn die zunehmend dubiosen Methoden noch weiter geführt und gesteigert werden. :D


    Selbst bei o2 kann ich mich an Nette erinnern, nur hat es eben selten was gebracht. Was nützt ein freundliches "wir kümmern uns darum", wenn das Problem dem Empfinden nach sofort nach dem Auflegen in den Papierkorb wandert?! Freundlichkeit ist wichtig, aber sie allein reicht noch nicht aus.


    Und die Tatsache, dass man jede zumutbare Arbeit annehmen muss (übrigens erst in mind. einem Jahr, ab 1.1.05 geht es erstmal los mit dem stufenweisen Leistungsabbau), heißt nicht, dass Firmen sogleich jeden annehmen werden. Gerade in einem Call-Center darf man zurecht erwarten, dass die Leute gut geschult und vor allem fähig sind. Da gibt es nichts schönzureden oder in Schutz zu nehmen; wer sich hier derart hinreißen läßt (selbst wenn es der Kunde provoziert), ist im falschen Job.

    "Im" Netz bedeutet so oder so, dass die SMS "im" Netz bleibt. Wie man da etwas anders herauslesen soll, leuchtet mir nicht ganz ein. Von Verschleierungtaktik würde ich also hier (noch) nicht sprechen.


    Wäre es auf den Ort des Absendens bezogen, würde es "aus" dem Netz heißen.


    Und ich finde es gut, dass sich die beiden D´s so langsam zumindest in einigen nennenswerten Bereichen (Wochenendoption, SMS-Pakete) unterscheiden. Bliebe es beim D-Einheitsnetz, bräuchte man ja wohl eines der beiden D´s nicht wirklich... ;)

    Moment, wer in der Hotline arbeitet, sucht sich den Beruf aus. Daran sind andere Erwartungen zu knüpfen als an den Anrufer - der hat sich davon nicht ein Bild zu machen... ;)


    Außerdem gehört es zu dieser Tätigkeit, dass man in Gesprächs"führung" fit ist. Wer als professioneller Telefonierer ein Gespräch eskalieren läßt, ist eindeutig fehl am Platze. Oder nimmst Du die Piloten auch nach einer Bruchlandung in Schutz, indem sich die nörgelnden Passagiere mal selbst ins Cockpit setzen sollten?! Nein, ich denke der Ansatz ist falsch.


    Richtig ist, dass man es so und so erwischen kann. Bei meinem Urteil über o2 kam über mehrere Jahre einfach dieses Urteil zustande; das angemahnte Gespräch war bestenfalls das i-Tüpfelchen. Aber nach jahrelanger Erfahrung bildet sich bei jedem ein Eindruck, welcher Anbieter wo auf der Serviceleiter anzusiedeln ist. Und so falsch kann ein Eindruck aus Erlebniussen der letzen 11 Jahre Mobilfunk nicht sein.