Den Ansatz finde ich nichtmal falsch.
Unser System funktioniert nunmal so, dass die jetzt Erwerbstätigen die jetzigen Rentenempfänger bezahlen. Die sinkende Geburtenrate ist ein wichtiger Faktor (neben der hohen Arbeitslosigkeit), und das findet nicht erst seit wenigen Jahren statt. Viele der heute Jammernden ernten die Früchte ihrer Wahl in den 60/70er Jahren, nämlich der, Karriere einer Familie vorzuziehen.
Nicht anders wird es uns gehen, wenn die Kluft zwischen Erwerbstätigen und Leistungsempfängern noch grösser sein wird. Nur woher sollen die später für uns Einzahlenden kommen, wenn sie nicht heutzutage von uns selbst in die Wiege gelegt werden...
Dementsprechend kann es so verkehrt nicht sein, diejenigen härter zur Brust zu nehmen, die an dem Lauf der Dinge maßgeblich beteiligt sind. Leider wird der Faktor Familie in der Gesellschaft allzu stark verkannt, obwohl er einer der bedeutendsten Faktoren eines solchen Systems ist.
Und ich sage das als Kinderloser als einer der dadurch benachteiligten Personen! Aber man muss einfach einsehen, dass das Sozialsystem den geänderten Bedingungen Rechnung tragen muss. Einer der grössten Fehler an uns ist, dass wir Änderungen nur tolerieren, wenn sie uns nicht betreffen. Und genau dadurch klemmt es überall, weil immer irgendwer benachteiligt sein wird. Und schon gleicht alles einem Stillstand.