Die Schuld liegt bei den Politikern.
Immerhin haben die Gesetze geschaffen, die eine Anschreibung in dem Maße zulassen, dass negative Werte herauskommen. Nur dadurch kann es dazu kommen, dass Unternehmen auf Jahre von Steuern freigestellt werden!
Ich sage nicht, dass Abschreibungen nicht berechtigt sind. Aber man hätte eine Begrenzung einbauen sollen, dass eben nur ein Teil (!) auf die jährliche Steuerlast angesetzt werden kann. So verliert die Firma nichts (da längere Abschreibungsdauer), aber - und das ist entscheidend - der Staat steht zumindest mit kalkulierbareren jährlichen Einnahmen und nicht auf längere Zeit komplett leer da. Dies war dämlich und liegt am Steuerrecht und ist damit klar ein Verschulden der Politiker (wurde inzwischen imho geändert).
Etwas anderes ist es, extra hohe Kosten auszuweisen, um dann entsprechend höhere Kosten abschreiben zu können. Sollten dort Ungereimtheiten auftauchen, werden die Posten gestutzt.
Die Kündigungen sehe ich ebenso positiv. Eine abgehängte Nummer Zwei wird vermehrt um Kunden kämpfen müssen, was mittelbar bei allen die Preise rutschen lassen wird (die beiden Nummer Vier sehen darin eine Chance, aufzuholen). Aus Kundensicht ein Vorteil für alle. Zumal D1 derzeit Vodafone leicht unterbietet (Weekend ab Fr. 20h, SMS in alle Netze etc.), das wird abwechselnd mit fallender Tendenz weiter auseinanderklaffen.
Außerdem finde ich sowieso, dass staatliche Verträge möglichst bei dt. Unternehmen abgeschlossen werden sollten. Soviel Patriotismus muss auch in D. noch erlaubt sein, dass unser Staat mit unseren Steuergeldern unsere und nicht ausländische Unternehmen unterstützt - gerade, wenn es preislich kaum einen Unterschied macht (wie zwischen D1/D2).