6 % ist relativ. Wieso lohnt es sich für den Händler bei einer Autoreparatur für 500 EUR eher als bei einem Burger für 4.50 EUR? Es zählt der Anteil an den Kosten, und der ist bei beiden identisch. Strom kostet auch Geld, wieso also nicht das Licht aus im Laden und die Artikel dafür 0,5 % billiger? 
Den größten Einbruch hat ein Händler nicht, wenn Kunden massenhaft mit Karte zahlen (das werden sie ohnehin irgendwann, siehe USA), sondern wenn die Kunden fern bleiben. Es gibt ohnehin kaum größere Läden (und als solche bezeichne ich gerade große Ketten), die Karten nicht akzeptieren. Denen bleibt der Mob eben irgendwann fern. Also besser 100 % Einbruch als 4 %? 
Visa/Mastercard liegen bei 4 %. EC verlangt nen Pauschalbetrag plus nen kleineren Prozentanteil. So gesehen lohnen Kreditkarten für Händler bei Kleinbeträgen eher...
Ein Laden hat IMMER irgendwelche Kosten. Die interessieren den Kunden aber herzlich wenig. Wenn die Meute mit Karte zahlen will, muss ich mich als Händler darauf einrichten, ob mir das gefällt oder nicht. Das hat auch Aldi irgendwann erkannt und nach Jahren der Verweigerung EC endlich akzeptiert. Sollte ich vom Kunden erwarten, dass er bar zahlt, weil ich dadurch Vorteile habe? Das ist wohl reichlich viel verlangt.
Und wenn man es ganz genau nimmt, hat der Kostenfaktor zwei Seiten. Der Händler zahlt die Gebühr, die Bank lebt davon. Wie sollen sich kostenlose Onlinekonten für die Banken rechnen, wenn nicht über Sekundäreinnahmen? Man könnte also umgekehrt sagen, wer nicht mit Karte zahlt schadet sich ebenfalls. Denn dann werden die Konten wieder vermehrt gebührenpflichtig. 