Man kann es aber auch so sehen, dass man sich für zwei Jahre an einen Anbieter bindet. Wechsel sollten innerhalb vergleichbarer Produktgruppen (Handy) daher möglich sein, wenn ein Anbieter nicht nur Neukunden bekommen will, sondern auch Altkunden behalten will. Ansonsten läuft es darauf hinaus, dass er alle Kunden nur zwei Jahre hat und damit stets und ausschließlich auf Neukunden angewiesen ist. Ab einer gewissen Größe geht das nach hinten los.
Bevor ich einen Zweitvertrag bei demselben Anbieter abschließen würde, weil der mich nicht wechseln läßt, würde ich ein vergleichbares Konkurrenzprodukt nehmen (die gibt es nach einiger Zeit wohl immer). Man züchtet sich mit diesem Denkansatz eine Horde Dauerwechsler, was nun auch nicht im langfristigen Interesse eines Anbieters stehen kann. Klar, einige lassen sich vergrätzen und bleiben dennoch z.B. irgendwelchen Luftblasen treu, aber die Masse denkt sich ihren Teil und berücksichtigt solches Störverhalten vor eine VVL. Jedenfalls würde ich das von einem mündigen Verbraucher erwarten.
Man kann die Sache nicht mit einem Produkt vergleichen, das man einmal zu einem Preis X gekauft hat und später nichts machen kann, wenn es billiger ist. Hier handelt es sich um Dauerschuldverhältnisse, bei denen es nunmal zu gelegentlichen Anpassungen während der Laufzeit kommen kann, die im weiteren Verlauf berücksichtigt werden dürfen. Das gilt erst Recht in Bereichen wie dem TK-Sektor, bei denen die Preise mitunter in den Centbereich und Bruchteile davon rutschen können (siehe CbC).
Außerdem wollen wir bei 10 CT noch nicht das Ende der TK-Branche annehmen, wenn dieser Betrag auch Altkunden gewährt würde. In Österreich sind wir bei 5 CT die Minute (ok, 5 EUR GG, aber mit Handy!) und auch die machen Gewinne. Ich würde mir also zweimal überlegen, ob ich als Kunde irgendeinen unserer Anbieter (alle in einen Sack...) bei ihrer Tarifpolitik in Schutz nehmen muss.