Was würde das ändern? 30 Tage mehr für den alten Kanzler geschäftsführend, nicht so prickelnd. Und eventuell ein paar Stimmen von in Ausland lebenden Deutschen, aber ob sie Sahra wählen würden? Echter Wahlkampf würde es auch in 90 Tagen nicht geben, alle haben ihre Programme auch in 60 Tagen umfangreich vorgestellt, was wirklich Neues kam da nicht raus.
Ein ‚Problem‘ ist/war, dass erst nach Aufstellung (Wahlen auf Parteiversammlungen nötig) der Landeslisten bzw. der Prüfung derselben nach BWG bzw BWO Wahlzettel erstellt und dann gedruckt werden können. Dieses mal haben die Kommunen ja sogar im Vorgriff auf den mutmaßlichen Wahltermin (noch bevor die Vertrauensfrage im Dezember gestellt wurde) die Wahlämter aktiviert (aufgestockt bzw. Personal umgeschichtet) und bei Druckereien Aufträge für die Wahlunterlagen reserviert/beauftragt. Und trotzdem gab es z.B. hier in Nürnberg die ersten Briefwahlunterlagen erst zwei Wochen vor dem Wahltermin. Gehen die dann auf dem Postweg verloren oder gehen ins Ausland (und müssen auch noch rechtzeitig zur Kommune zurück) wird es sehr knapp.
Es gibt anscheinend eine Vielzahl an Briefwahlunterlagen, die ins (außereuropäische) Ausland gingen und erst ein paar Tage vor dem Wahltermin dort ankamen- in der Regel zu spät, um sie noch (ohne sehr hohe Kurierkosten) rechtzeitig zurückzusenden.
Auch der Termin für Beschwerden über den Eintrag ins Wählerverzeichnis lag sehr spät erst etwa 3 Wochen vor der Wahl.