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Original geschrieben von derAL
Wir erinnern uns:
Da wäre wichtig zu wissen an welchen Zeitpunkt(en) das jeweilige Erinnern anknüpft bzw. anknüpfen soll.
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- Nokia war mit Symbian nicht mehr überlebensfähig.
- auch mit MeeGo war die Situation vergleichbar, auch wenn es die Hätte-Wäre-Wenn-Fraktion als die Lösung allen Übels romantisch verklärt hat und das erstaunlicherweise immer noch tut.
- mit Android hätte Nokia zu damaliger Zeit niemals gegen die Platzhirsche Samsung & Co. einen nennenswerten Stich machen können.
Gründe/Begründung jeweils hierfür?
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- daneben war der Wasserkopf bei Nokia zu groß. Überkapazitäten, gleich wo man hinblickte. Er verbrannte wahnsinnig viel Geld. Er war es auch, der unnötig Ressourcen im Lagerkampf zwischen Symbian und Meego verbrauchte. Und der Abbau ebenso stark belastend.
Wo gab es denn überall Überkapazitäten? Ich sehe (wie anscheinend auch Nokia an/zu 11211) nur/vorallem exorbitante Geldverprassung (Größenordnung 1 Milliarde im Jahr) bei der Symbianentwicklung (hauptsächlich bei S60 was schon EOL war).
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- die vorhandenen Fertigungshallen verbrannten ebenso Geld, während die Mitbewerber fremdfertigen ließen. Schon allein dies machte ein Weiter-So oder einen Android-Switch unrealistisch.
Was war grundlegend falsch an der Eigenfertigung- sie war an 11211 hochprofitabel? Schon seit Jahren hatte Nokia an den teuren Produktionsstandorten abgebaut und in Asien aufgebaut (mal vom Irrweg Rumänien abgesehen). Überkapazitäten hat Nokia an 11211 nicht gesehen, sondern wollte mit Vietnam als neuem Standort nur weiter die Kosten drücken. btw: Läßt Samsung überwiegend Fremdfertigen?
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Hätte Nokia damals die Android-Option gewählt, wären sie schon längst pleite. Weil deren erste nennenswerten Produkte in die Sättigungsphase hineingelaufen wären.
Ernsthaft? Mit Android hätte Nokia seine bestehende Produktproduktpipeline auch mit/für Android nutzen können (relevant vorallem für lowend Smartphones)- aufgrund der Restriktionen von WP7 (SoCs und Gerätedesignvorgaben) unmöglich. Bis Ende 2013 konnte Nokia zudem im margenstarken Highendbereich nicht das technisch Mögliche nutzen.
Und um die Leier von mir nochmal zu bemühen: Nokia ist letztendlich daran gescheitert, daß sie wegen der WP-Strategie nicht ihre Featurephonekäufer zu lowend Smartphonekäufern machen konnten. Nokia hatte schlicht um das 100€ Segment (und drunter) bis zur aufgrund der aussichtslosen Lage erzwungenen Preissenkung fürs Lumia 520 kein zukunftsfähiges Produkt für die 40 bis 50 Millionen (pro Quartal) verlorenen Käufer zu bieten.
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- die Entscheidung, die Kapitalspritze von MS zu wählen, war unternehmerisch absolut richtig
- mit ihr konnte sich Nokia einerseits wieder fit machen (Cash-Burn reduzieren, Personal abbauen, sich hin zu Core-Assets hinwenden etc.)
Welche Kapitalspritze von MS?
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- Nokia brachte seinen Teil der Kooperation. Die Hardware war bezeichnend gut (so auch die Fachpresse). Gewohnte Nokia-Qualität eben.
Na ja, Nokia lag weiterhin gut ein Jahr bei den Hardware Specs im Highend zurück.
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- Microsoft konnte oder wollte bei der OS-Entwicklung nicht Schritt halten. Das war ex-post das Dilemma, das man damals aber noch nicht vorzeichnen konnte.
Letzteres halte ich für wenig glaubwürdig. Die strategisch technischen Nachteile waren offensichtlich und die Unbeweglichkeit des Tankers Microsoft war ebenso bekannt.
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Ich bleibe dabei > Android in der damaligen Situation wäre absolut tödlich gewesen. Insofern war W8 damals die beste Entscheidung unter einer Vielzahl von Optionen und letztlich auch die große Rettung für Nokia. Die Entscheidung brachte im Endergebnis eine äusserst erfolgreiche Unternehmenssanierung.
Und ich halte das nach wie vor für Zufall, weil Nokia und Siemens NSN 2011 nicht wie geplant verkauft bekamen, ansonsten gäbe es jetzt wahrscheinlich wirklich keinen Nokiakonzern mehr. Klar das Abladen nur der verlustbringenden Teile der durch die WP-Strategie endgültig vor die Wand gefahrenen D&S Sparte an Microsoft und der Kauf des Rests von NSN von Siemens in 2013 war natürlich ein finnisches Meisterstück, die sich bietende Chance für einen Neuanfang zu nutzen.