Beiträge von kues

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    Original geschrieben von CV990i Zur Einordnung: Gerüchten zufolge (-> ich erinnere mich daran, dass es in einem Nokia-Thread zitiert wurde, finde es aber gerade nicht), hat die komplette Entwicklung für das erste iOS nur 900 Millionen Dollar gekostet.

    Was aber auch nicht so überraschend ist, da iOS keine komplette Neuentwicklung war. Und auf 3 Jahre umgelegt sind es immerhin 300 Millionen pro Jahr. Die wirklich 'Magie' sind bei Apple auch nicht die Entwicklungskosten, sondern der ROI. Wenn man eben eine Vision und einen Plan hat... ;)

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    In der Symbian-Entwicklung wurden 3000 Leute beschäftigt.
    Gut, man kann fragen, wieviel von Leuten und Budget für die etwas albernen internen Konkurrenz-Spielchen (Linux vs. Symbian) draufgegangen ist, aber ein Großteil wurde für Symbian verbraten, ohne dass man in der Lage war, den Anschluss an die Konkurrenz zu schaffen, und zwar an Konkurrenzsysteme, die seit langem auf dem Markt waren. Beispiel N8: Ein Jahr hat es gedauert, bis es nach zwei Kompromissen endlich das OS hatte, das ihm angemessen war.

    Wenn es mal so wenige gewesen wären. Die 3000 wurden alleine an Accenture ausgelagert! Insgesamt dürften 8-10 Tsd bei Symbian involviert gewesen sein. Und genau da ist das Problem, wenn ich solche Kohorten konkurrierend, aber ohne Vision und übergeordneten Plan 'arbeiten' lasse (Nokia hat Symbian erst 2008 gekauft, dann die Symbian Foundation gegründet, x Partner waren vorher und hinterher beteiligt), beim UI auch noch das schlimmste (Series60) zum Standard nehme- kommt bei immensen Kosten wenig raus. Zug in die Bude ist erst Anfang/Mitte 2010 gebracht worden (die ersten Entlassungen bei Symbian kamen im Herbst 2010- wahrscheinlich um 1500 Leute!). Das Belle UI dürfte parallel zum Harmattan UI (Stichwort Qt Components für Symbian und Meego) in etwa einem 3/4 Jahr entwickelt worden sein.

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    Resistive Touchscreens wollte schon 2008 kein Schwein mehr, das sollte Nokia damals schon begriffen haben. Trotzdem bekam das N97 ein resistives Display.

    Series60 konnte ja auch kein Multitouch bis zu Symbian^3. Ein Display wie beim X6 hätte wohl auch wenig am N97 'verbessert'...

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    Das Symbian 5th eklatante Schwächen hatte, muss Nokia schon zur Präsentation des 5800 klar gewesen sein (Unsinnige Logik von Doppel- und Einfachtaps zur Bestätigung von Eingaben...), trotzdem dauerte es 2 Jahre, bis das auch noch nicht ganz runde Symbian^3 erschien.

    Auch hier ist dem UI Moloch Series60 zu danken.

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    Symbian unterstützt verschiedene Auflösungen? Ja, seit 5th immerhin 640x360. Mehr ist es in 3 Jahren nicht mehr geworden, obwohl beim Erscheinen des E7 auf dem Screen deutlich zu sehen war, dass man technisch extrem hinterherhinkt (Retina beim IP4...).

    Nicht vergessen: Das E90 hatte schon Anfang 2007 800x352 auf dem Hauptdisplay und sogar noch das Zweitdisplay- noch bevor das iPhone mit 480x320 erschien... Mit der Auflösung hat Nokia wieder mal nicht weit genug gedacht, da offensichtlich nicht mit der Verdopplung auf 960x640 beim iPhone4 im Juni 2010 gerechnet wurde. Bei der Festlegung auf (weiterhin) 640x360 für dier ersten Symbian^3 Modelle (das N8 sollte ja eigentlich im Sommer 2010 starten!) dachte Nokia wohl noch sie hätten die bessere Auflösung wie zuvor gegenüber den iPhones bis inklusive 3GS... :(

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    Es gibt gute Gründe Elops Aussagen zu glauben, dass die R&D-Kosten für Symbian Nokia die Haare vom Kopf gefressen haben.

    Welche Gründe sollten das sein? Selbst bei 10 Tsd Leuten a 100k pro Jahr kostet der Wahnsinn 'nur' 1 Milliarde im Jahr (btw zufällig auch die ursprüngliche Summe, die nach/mit 11211 von Nokia pro Jahr bei D&S bis 2013 eingespart werden sollte). Stellen sollten (und konnten) bei Symbian sowieso abgebaut werden, Kosten für eine Übergangs-/Auslaufzeit (sei es nun zu WP oder Meego/Meltemi) sind/wären sowieso angefallen. Was hat Nokia nun wirklich dadurch gespart, daß Symbian komplett zugunsten von WP abgekündigt wurde, statt es noch ein paar Jahre länger in Meego/Meltemi auslaufen zu lassen? Wenn ich mal annehme, daß sowieso 50% bei Symbian bei eingespart worden wären, können es maximal 500 Millionen pro Jahr sein. Angesichts der Tatsache, daß Nokia trotz 11211 immernoch 150 Millionen Symbiangeräte (fast 8 Quartale 20 Millionen Stück)verkaufen wollte, wären die 125 Millionen R&D Ersparnis im Quartal selbst bei nur 100€ ASP, ergo 2 Milliarden Umsatz, schon von nur 6,25% gross margin 'erschlagen'...

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    Original geschrieben von 6210
    Dazu kommt noch dass ein verbitterter, von Elop gefeuerter Manager sicher objektiv und mit der nötigen Distanz an die ganze Sache heran geht.

    Ahonen nervt zwar ordentlich, war aber -so ich recht erinnere- schon bei Nokia weg, als Elop noch nicht mal bei Microsoft angefangen hatte...

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    Original geschrieben von imagomundi
    Die mit Spannung erwarteten Q4/2012 Zahlen sind veröffentlicht - und sind besser als erwartet - vor allem besser als von den notorischen Schwarzsehern in diesem Forum. Insbesondere ein im laufenden Geschäft erwirtschafteter Gewinn (erwartet war vor noch nicht allzu langer Zeit noch ein empfindlicher Verlust), auch wenn dazu NSN erheblich beigetragen hat, und eine ebenfalls erhebliche Verbesserung der Liquiditätsposition werden hoffentlich ab sofort zu weniger hektischen Aktienkursbewegungen beitragen.

    Wie du schon geschrieben hast wozu "NSN erheblich beigetragen hat".
    "net cash from operating" von NSN 740 Millionen €, Nokia ohne NSN also weiter bei -177 Millionen €.
    "net cash" bei NSN 1,3 Milliarden €, Nokia ohne NSN 3,06 Milliarden €- im Q3/2012 waren es bei NSN 620 Millionen €, Nokia ohne NSN 2,95 Milliarden €. Da sagt man natürlich "prima selbst Nokia ohne NSN hat mehr Cash". Nur hat Nokia im Q4 750 Millionen € mit dem "convertible bond" eingesammelt, gleichzeitig 23 Millionen long und 287 Millionen short term borrowings zurückgezahlt (6 Millionen Dividend), macht zusammen 434 Millionen positiven "cash flow from financing". Mithin Nokia ohne NSN hat selbst in Q4 noch um 300 Millionen cash verbraucht. Zusätzlich dabei nicht vergessen, daß der Verkauf von Vertu 52 sowie des HQ in Helsinki 79 Millionen gebracht und 50 Millionen einmalig IPR (wahrscheinlich von RIM) sowie 75 Millionen "net benefit from releases of restructuring provisions in Devices&Services" positiv im Q4 angefallen sind. Deshalb ist im Q4 auch erstmals seit langem der non-IFRS profit niedriger als der IFRS/'normale' profit!
    btw: Schon gesehen, daß der cash flow Microsoft-Nokia langsam von positiv auf negativ dreht?

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    Thus for the remainder of the life of the agreement the total amount of the minimum software royalty commitment payments are expected to exceed the total amount of the platform support payments.


    Der "gross margin" (+18%) bei den Smartphones hat einen erfreulichen Sprung gemacht (selbst wenn man die 10 Prozentpunkte für die Lagerabschreibungen des Q3 rausrechnet, Q3 gross margin war -3,5%) reicht aber bei weitem noch nicht, um Profit zu bringen: contribution -264 Millionen € (-21,6% contribution margin). Bei gleich gutem ASP (186€ im Q4 höher als die vor zwei Wochen genannten 181€!- Q3 waren es 155€), gross margin und "operating expenses" müsste Nokia über 14 Millionen Smartphones verkaufen um im Plus zu landen!
    Wirklich bemerkenswert finde ich den Lumia ASP: 192€ (Q3 160€, Q2 186€ [sic!], Q1 220€), denn das bedeutet nur marginalen Anstieg im Vergleich zum Q2 und vorallem der ASP der Symbiangeräte ist auf etwa 174€ im Q4 (ca 150€ Q3, 120-125€ in Q2 und Q1) gestiegen!


    Und wie schon bei den vorläufigen Zahlen geschrieben, sinken Gewinn, Marge und Verkaufszahlen bei den Featurephones weiter. Der Nachfolger von Series40 ist eingestampft und Nokia hat bisher keinerlei Ankündigung über die Zukunft für die Featurephones gemacht.
    Positiv finde ich da was anderes als die Q4 Zahlen von Nokia. Wenn die Verkaufszahlen im Q1 jetzt gehalten werden oder hochgehen -insbesondere in China mit den Lumia mal was erreicht würde- dann sähe ich einen Hoffnungsschimmer...

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    Original geschrieben von bernbayer
    Naja, in den Wahlprogrammen von SPD und Grünen stand da zumindest nichts,der Wähler wurde da vor Wahl schon getäuscht.

    Kann ja auch schlecht, da die Wahlprogramme natürlich weit vor dem Hartz-Kommissionsbericht beschlossen wurden.
    Aber z.B. bei der SPD ist ganz klar die Marschparole "Fördern und Fordern" (nicht nur im Arbeits- und Sozialbereich) im Wahlprogramm. Und SPD und Grüne haben sich vor der Wahl ganz klar zu den geplanten Hartz-Reformen bekannt.
    Zzumindest der Bezug auf die Hartz-Kommission findet sich im SPD Wahlprogramm doch noch

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    Die Bundesregierung hat die Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (Hartz-Kommission) eingesetzt. Sie hat den Auftrag, bis Sommer 2002 konkrete Vorschläge zur Umgestaltung und zur künftigen Arbeitsweise der BA vorzulegen.


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    War jetzt nur ein Beispiel,es gab noch viele weitere wenn man etwas zurückschaut. Unsere Parteien sind nicht ehlich gegenüber den Wählern, dies ist einfach Fakt.

    Selbstverständlich, die meisten Wähler wollen doch auch keine Veränderung und wenn dann nur "bei den Anderen", da braucht es eben Versprechungen, daß im Wesentlichen alles beim Alten bleibt. Zudem ist "der Wähler" so vergesslich- nicht nur bei dem, was ihm schon alles mal 'versprochen' wurde, sondern auch bei dem was er selbst alles schon mal wollte/forderte. "Der Wähler" ist oft selbst das Fähnchen im Wind- man denke nur mal an Atom-/Kernenergie: 2011 konnte die Abschaltung der Kraftwerke plötzlich der großen Mehrheit gar nicht schnell genug gehen. Heute sieht die Meinung im Zweifel schon wieder etwas anders aus. Auch nur ein Beispiel von vielen...

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    Original geschrieben von bernbayer
    Das stimmt so nicht. Das komplette Harz-Reformpaket wurde in der zweiten Wahlperiode von ROT-Grün von Peter Harz ausgearbeitet und dann mit etlichen Veränderungen und Nachbesserungen verabschiedet.

    Aber vor der Wahl 2002 angestoßen. Die Hartz-Kommission wurde Anfang 2002 eingesetzt und lieferte ihren Bericht/Vorschläge im August 2002 VOR der Bundestagswahl. Und die damalige rot-grüne Bundesregierung beschloß noch um August die Kommissionvorschläge umzusetzen. Du hattest geschrieben

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    Die standen in keinen Wahl-Programm von Rot und Grün und auch nicht im Koalitions-Vertrag.

    Aus dem Koalitions-Vertrag:

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    Deshalb bündeln wir die Ressorts Arbeit und Wirtschaft in einer Hand, um Reibungsverluste im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Vorschläge der Hartz-Kommission schnellstmöglich Punkt für
    Punkt umzusetzen. Das ist die größte Arbeitsmarktreform in der Geschichte der Bundesrepublik.

    Das einzige, was SPD und Grüne wirklich nicht eingehalten haben, waren ihre Ankündigungen, daß bei der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe nicht das niedrigere Sozialhilfeniveau Maßstab sein sollte. Das ist es beim ALG II dann aber doch geworden- denn hier hat sich die CDU/CSU durchgesetzt, die genau das auch schon 2002 gefordert hatte...

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    Original geschrieben von bernbayer
    Wieso mußte Rot-Grün, die Harz-Reformen machen? Die standen in keinen Wahl-Programm von Rot und Grün und auch nicht im Koalitions-Vertrag. Das war deshalb eine plumpe Wählertäuschung von Rot-Grün und kostete letztendlich auch Rot-Grün die Macht.

    Das ist schlicht historisch inkorrekt! Die ersten Beschlüsse des Kabinetts zu den Hartz-Reformen wurden direkt vor der Bundestagswahl 2002 gefasst- und direkt nach der Wahl umgesetzt.
    Und die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe stand in den Wahlprogrammen aller relevanten Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne).
    Wie auch bei der Niedersachsenwahl zu hören war, hätte Rot-Grün 1999 zuletzt die Mehrheit im Bundesrat- diese also schon kurz nach der Bundestagswahl 1998 verloren. Im Mai 2002 schließlich erreichte schwarz-gelb eine Mehrheit im Bundesrat, ohne daß die Hartz-Reformen auch nur beschlossen worden waren. Und genau deshalb haben natürlich auch CDU/CSU und FDP bei den Hartz-Reformen dann kräftig mit in die Suppe reingespuckt. Und dank CDU/CSU und den klammen öffentlichen Kassen ist dann statt "Fördern und Fordern" ein "Sparen und Fordern" bei den Hartz-Reformen herausgekommen.

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    Original geschrieben von Gaestle
    Zwischen API und Hardware steht u.a. noch der Treiber.
    Jeder Treiber arbeitet anders. Beispiel (erneut) Grafikkarten.
    [...]
    Und deswegen gibt es z.B. einen Unterschied zwischen ARMv11- und A9-Chips.

    Ok, da haben wir uns anscheinend gegenseitig missverstanden. Das was du beschreibst meinte ich auch- die Optimierung findet in den Regel in den Treibern/APIs (oder drauf aufbauenden Tools/Frameworks- Unity, Marmalade etc pp) statt.
    Ich hatte angenommen du meinstest mit Software die Apps/Anwendungen und nicht (vorallem) die Treiber. :gpaul:



    Nokia spart noch mehr Geld und Mitarbeiter ein, 820 aus 'der IT' sollen outgesourced werden, 300 entlassen werden: http://press.nokia.com/2013/01…-with-its-business-focus/
    Mal schauen, ob wir noch erfahren wo genau das sein soll- ob z.B. auch der Betrieb der Maps/Here.net Infrastruktur betroffen ist...

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    Original geschrieben von Primetime
    Frage: Kann meine Ehefrau das Einschreiben (laut Benachrichtigung nicht eigenhändig) ohne Vollmacht abholen oder ist diese hierfür erforderlich?

    Ehemann/-frau sollte es eigentlich auch ohne Vollmacht können: vergl. http://www.deutschepost.de/dpa…&xmlFile=link1015321_3957 bzw. http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=link1015318_28900
    Aber mit Vollmacht bist du auf der sicheren Seite- es dürfte sich auf der Benachrichtungskarte eigentlich immernoch ein 'Vollmachtsvordruck' befinden: einfach ausfüllen/ankreuzen und unterschreiben.