Alles anzeigenDie nicht mal 13% setzen sich zusammen aus:
4,8% zum 1.8.2024 (also erst in einem halben Jahr überhaupt ein Cent mehr!)
5,0% zum 1.4.2025
2,7% zum 1.1.2026
Du hast diese Steigerung also über die Laufzeit eines üblichen Tarifvertrages und nur im höchsten Arbeitszeitmodell (29 Tage Urlaub, 39/40h Wochen AZ). Und bedenke: Die letzte Runde ist defacto ausgefallen wegen Corona, wir kommen also vom Stand 2019. Der Wechsel von GDL auf EVG Verträge führte in meiner Dienststelle zum Wegfall von Zulagen, ich verdiente auf einen Schlag netto 200€ weniger. Weniger!
Es sind schon 13% auf die ganze Laufzeit, wenn korrekt aufmultipliziert: 1,048*1,05*1,027=1,13. Und es gibt doch noch die Inflationssonderzahlung bis zur Tabellenwirksamkeit der ersten Erhöhung- gab es in einigen Tarifabschlüssen.
Aber 32 Monate Laufzeit sind schon eine Hausnummer. Beim öffentlichen Dienst sind es im Schnitt (Fixbetrag+prozentuale Erhöhung) etwa 11% auf 25 Monate. Bei der Post ein Fixbetrag, der bis zum einfachen Zusteller mindestens 11%, bei Neueinstellungen im BZ/PZ bis 16% bringt, auf 24 Monate. Btw: bei der Post können Tariferhöhungen in Freizeit (‚Entlastungszeit‘) umgewandelt werden, allerdings nur im Block nicht als Wochenarbeitszeitreduzierung (bis 2022 waren es meine ich bis zu 10%, jährlich wählbar, sprich 5 Wochen Entlastungszeit plus 6 Wochen Urlaub im Jahr). Btw: Dem letzten Posttarifabschluss haben nur 62% zugestimmt, also etwa einem Drittel war der Abschluss zu niedrig.
So verglichen ist das Angebot der Bahn nicht wirklich dolle, vor allem wenn es denn sogar vorher Nulldiät gab.