Beiträge von scharl

    o2 nimmt doch tatsächlich noch UMTS-Sender in Betrieb, wo sie bisher nur mit GSM versorgten: Beim GSM-Sender in 83088 Kiefersfelden wurde inzwischen auch UMTS aktiviert.


    In München tut sich bei neuen UMTS-Sendern recht wenig, aber dafür werden immer mehr bestehende von drei auf sechs Sektoren umgerüstet. Inzwischen sind 14 Standorte umgebaut worden, wovon bei elf auch schon die zusätzlichen Zellen in Betrieb sind. Laut EMF-Datenbank ist für 13 weitere Sender eine Erweiterung auf sechs UMTS-Sektoren geplant. Häufig werden die Umbauten auch gleich dafür genutzt LTE-Antennen zu montieren.

    Vielen Dank für die Beispiele. Ich kann dabei tatsächlich ein System erkennen, allerdings nur wenn der zweite von dir genannte Sender DXBZ21 (entspricht GSM 35211) ist.


    Man nehme die Cell ID und rechne sie nach hexadezimal um:
    10273281 = 0x9CC201 bzw. 11141377 = 0xAA0101
    Die letzten 8 Bits (also hexadezimal die letzten beiden Stellen) ergeben dann den Sektor einer LTE-Basisstation.


    Rechnet man jetzt die oberen 20 Bit wieder nach dezimal um, ergibt das:
    0x9CC2 = 40130 bzw. 0xAA01 = 43521
    Man kann also hier die GSM-Cell-ID ohne die letzte Stelle wiederfinden.
    Da bei Vodafone Cell IDs nur innerhalb eine Niederlassung eindeutig sind, vermute ich mal, dass 4 für die Niederlassung West steht.


    Interessant wäre noch, welche Cell IDs für LTE2600 genutzt werden. Wahrscheinlich wird das so sein, dass dann auf die Sektor-Zahl einfach ein fester Offset addiert wird.

    Bei GSM hat die Cell ID eine Länge von 16 Bits.
    Für UMTS gibt es die UTRAN Cell ID, die sich aus der RNC-ID (12 Bits) und der Cell ID (wie bei GSM 16 Bits) zusammensetzt; insgesamt also 28 Bits.
    LTE verwendet keine RNCs mehr, aber die E-UTRAN Cell ID ist unverändert 28 Bits.


    Mich würde interessieren, wie diese 28 Bits der Cell ID bei LTE codiert sind. In 3GPP TS 36.413 Kapitel 9.2.1.37 heißt es, dass bei Makro-eNBs (im Gegensatz zu Home eNBs) die obersten 20 Bits der Cell ID die eNB ID ergeben. Im Umkehrschluss bedeutet das dann, dass die untersten 8 Bits die Zellen einer Basisstation identifizieren.
    Hat jemand dazu mehr Informationen?


    Mich würde auch interessieren, wie die Cell IDs bei Vodafone-LTE-Sendern aussehen. Bisher ist es ja so, dass wenn an einem Standort GSM- und UMTS-Sender vorhanden sind, die 16-Bit-Cell-IDs pro Sektor bei beiden Technologien gleich sind.
    Kennt jemand Vodafone-LTE- und GSM- bzw. UMTS-Cell-IDs vom selben Standort?

    Die hellblauen Sender sollten ja eigentlich nur diejenigen sein, für die keine Standortbescheinigung nötig ist, da die Sendeleistung niedriger als 10 Watt EIRP ist. In München ist aber deutlich mehr eingezeichnet:
    1. ehemalige E-Plus-Sender, die teilweise schon seit Jahren abgebaut sind
    2. ursprünglich von Mobilcom aufgebaute UMTS-Sender, die von E-Plus nie in Betrieb genommen wurden und teilweise auch wieder abgebaut wurden
    3. offensichtlich auch geplante Standorte
    Einige E-Plus-Suchkreise für München tauchen genauso in der Karte auf.

    Re: Telekom an MetroPCS interessiert


    Zitat

    Original geschrieben von Bilo
    Metro PCS hat in 15 Regionen schon LTE (sogar Voice over LTE) am Start, und wäre somit sofort startklar.

    Die benutzen in manchen Gegenden für LTE allerdings nur 1,4 MHz Kanalbandbreite, womit man selbst mit 2x2 MIMO und idealen Bedingungen keine 10 MBit/s schafft.

    Auf meiner Internetseite habe ich auch dieses Jahr wieder die temporären Mobilfunksender auf dem Oktoberfest aufgeführt.


    Der teltarif-Artikel ist sehr interessant. Im folgenden mal ein paar Anmerkungen von mir.


    Allgemein:
    Die acht Telekom-Masten gibt es schon seit Jahren immer wieder an denselben Standorten. Diese werden teilweise auch von Vodafone, E-Plus und o2 hergenommen. Vodafone verwendet zusätzlich noch zwei Lichtmasten und drei eigene Masten, die sonst von keinem Netzbetreiber genutzt werden.


    Telekom:
    Das Zitat "Vor allem in der Nähe des Haupteingangs im Norden des Geländes werde das UMTS-Netz in diesem Jahr nochmals ausgebaut" bedeutet, dass der Standort am Hippodrom dieses Jahr zusätzlich zu GSM auch UMTS bekommen hat. Damit nutzen jetzt alle Telekom-Standorte GSM und UMTS. Das war dann aber auch schon die einzige Änderung gegenüber dem Vorjahr.
    Interessant ist, dass die vier GSM1800-Zellen die Kanäle 512, 514, 609 und 610 nutzen. Man versucht diese also noch an den oberen und unteren Rand von LTE1800 zu quetschen.


    Vodafone:
    Die 110 temporären Zellen sind sogar noch abgerundet. Wenn ich mich nicht verzählt habe, komme ich auf 113.


    E-Plus:
    Ich konnte nur vier temporäre UMTS-Standorte auf dem Oktoberfest messen und sehen. Mit den beiden anderen ist vermutlich gemeint, dass eine GSM-Basisstation am Rand der Theresienwiese kürzlich mit UMTS nachgerüstet sowie bei einem anderen UMTS-Sender die dritte Frequenz ergänzt wurde.
    Von den zusätzlichen GSM-Basisstation konnte ich nichts feststellen, aber solche gab es in den letzten Jahren auch nie. Ich vermute eher, dass auch hier gemeint ist, dass die Kapazität der vorhandenen Sender erhöht wurde.


    o2:
    Wieso so zurückhaltend? Erstens gibt es von o2 auch einige temporäre GSM- und UMTS-Sender. Zweitens haben sie vermutlich an zwei Standorten auch LTE (800 MHz) im Einsatz und damit als einziger Netzbetreiber.

    E-Plus hat in den letzten Monaten alle UMTS-Sender, die früher auf Kanal 10687 waren, nach 10639 verschoben. Außerdem werden inzwischen bei Vodafone, E-Plus und o2 drei UMTS-Frequenzen genutzt.
    Zur Übersicht mal die aktuelle UMTS-Kanalbelegung in Deutschland:

    Zitat

    Original geschrieben von gangsti
    Interessant. Weißt Du, wo der eplus-Mast ist (lt. E-Plus-Karte vermutlich Dandlberg) ?

    Auf dem Dandlberg sind Sender von Vodafone und E-Plus; Telekom und o2 haben dort keine. Dass E-Plus besser ankommt als Vodafone dürfte an den Abstrahlrichtungen und der unterschiedlichen Antennenhöhe liegen: Standortbescheinigung
    Vodafone ist auf 28,6 m, E-Plus auf 37,8 m (übrigens GSM1800).