Beiträge von scharl

    Das ist vermutlich regional recht unterschiedlich, aber in München haben die Telekom und Vodafone seit 2003 praktisch keine neuen GSM1800-Sender mehr aufgebaut. Nur bei der Eröffnung der Allianz Arena 2005 kamen noch ein paar hinzu.
    Die Telekom hatte verglichen mit Vodafone eh nie sonderlich stark auf GSM1800 gesetzt und sich praktisch nur auf Bereiche mit sehr hohem Gesprächsaufkommen (Messe, Olympiastadion, Allianz Arena) konzentriert. Viele sonstige GSM1800-Sender wurden schon vor mehr als fünf Jahren wieder außer Betrieb genommen. Seit Juli 2012 ist im Stadtgebiet überhaupt kein GSM1800-Sender mehr aktiv, so dass überall LTE1800 mit 20 MHz Kanalbandbreite genutzt werden kann.
    Wie schon erwähnt, wird Vodafone seine 1800-MHz-Frequenzen auf absehbare Zeit nicht für LTE verwenden. Trotzdem wurden in den letzten Jahren viele GSM1800-Sender abgebaut, wenn der Standort mit UMTS oder LTE nachgerüstet wurde.

    Zitat

    Original geschrieben von DTN
    Telekom und Vodafone haben bei einer Frequenzauktion 2002 (hoffe ich liege richtig) Spektrum im 1800er Band erhalten. Zunächst waren das jeweils ca. 5 MHz. Das waren die damals noch zwischen den Frequenzen von eplus und O2 freien Kanäle.

    Laut dieser PDF-Datei fand die Versteigerung am 28. Oktober 1999 statt. Die Telekom sicherte sich 2 x 5 MHz und Vodafone (damals noch Mannesmann) 2 x 5,4 MHz.

    In der EMF-Datenbank sieht man den Stand, der derzeit genehmigt ist. Wenn bei bestehenden Standorten weitere Sender hinzukommen, dauert es nach Aktualisierung der Standortbescheinigung oft Monate bis diese auch in Betrieb gehen.

    o2 nimmt doch tatsächlich noch UMTS-Sender in Betrieb, wo sie bisher nur mit GSM versorgten: Beim GSM-Sender in 83088 Kiefersfelden wurde inzwischen auch UMTS aktiviert.


    In München tut sich bei neuen UMTS-Sendern recht wenig, aber dafür werden immer mehr bestehende von drei auf sechs Sektoren umgerüstet. Inzwischen sind 14 Standorte umgebaut worden, wovon bei elf auch schon die zusätzlichen Zellen in Betrieb sind. Laut EMF-Datenbank ist für 13 weitere Sender eine Erweiterung auf sechs UMTS-Sektoren geplant. Häufig werden die Umbauten auch gleich dafür genutzt LTE-Antennen zu montieren.

    Vielen Dank für die Beispiele. Ich kann dabei tatsächlich ein System erkennen, allerdings nur wenn der zweite von dir genannte Sender DXBZ21 (entspricht GSM 35211) ist.


    Man nehme die Cell ID und rechne sie nach hexadezimal um:
    10273281 = 0x9CC201 bzw. 11141377 = 0xAA0101
    Die letzten 8 Bits (also hexadezimal die letzten beiden Stellen) ergeben dann den Sektor einer LTE-Basisstation.


    Rechnet man jetzt die oberen 20 Bit wieder nach dezimal um, ergibt das:
    0x9CC2 = 40130 bzw. 0xAA01 = 43521
    Man kann also hier die GSM-Cell-ID ohne die letzte Stelle wiederfinden.
    Da bei Vodafone Cell IDs nur innerhalb eine Niederlassung eindeutig sind, vermute ich mal, dass 4 für die Niederlassung West steht.


    Interessant wäre noch, welche Cell IDs für LTE2600 genutzt werden. Wahrscheinlich wird das so sein, dass dann auf die Sektor-Zahl einfach ein fester Offset addiert wird.

    Bei GSM hat die Cell ID eine Länge von 16 Bits.
    Für UMTS gibt es die UTRAN Cell ID, die sich aus der RNC-ID (12 Bits) und der Cell ID (wie bei GSM 16 Bits) zusammensetzt; insgesamt also 28 Bits.
    LTE verwendet keine RNCs mehr, aber die E-UTRAN Cell ID ist unverändert 28 Bits.


    Mich würde interessieren, wie diese 28 Bits der Cell ID bei LTE codiert sind. In 3GPP TS 36.413 Kapitel 9.2.1.37 heißt es, dass bei Makro-eNBs (im Gegensatz zu Home eNBs) die obersten 20 Bits der Cell ID die eNB ID ergeben. Im Umkehrschluss bedeutet das dann, dass die untersten 8 Bits die Zellen einer Basisstation identifizieren.
    Hat jemand dazu mehr Informationen?


    Mich würde auch interessieren, wie die Cell IDs bei Vodafone-LTE-Sendern aussehen. Bisher ist es ja so, dass wenn an einem Standort GSM- und UMTS-Sender vorhanden sind, die 16-Bit-Cell-IDs pro Sektor bei beiden Technologien gleich sind.
    Kennt jemand Vodafone-LTE- und GSM- bzw. UMTS-Cell-IDs vom selben Standort?

    Die hellblauen Sender sollten ja eigentlich nur diejenigen sein, für die keine Standortbescheinigung nötig ist, da die Sendeleistung niedriger als 10 Watt EIRP ist. In München ist aber deutlich mehr eingezeichnet:
    1. ehemalige E-Plus-Sender, die teilweise schon seit Jahren abgebaut sind
    2. ursprünglich von Mobilcom aufgebaute UMTS-Sender, die von E-Plus nie in Betrieb genommen wurden und teilweise auch wieder abgebaut wurden
    3. offensichtlich auch geplante Standorte
    Einige E-Plus-Suchkreise für München tauchen genauso in der Karte auf.

    Re: Telekom an MetroPCS interessiert


    Zitat

    Original geschrieben von Bilo
    Metro PCS hat in 15 Regionen schon LTE (sogar Voice over LTE) am Start, und wäre somit sofort startklar.

    Die benutzen in manchen Gegenden für LTE allerdings nur 1,4 MHz Kanalbandbreite, womit man selbst mit 2x2 MIMO und idealen Bedingungen keine 10 MBit/s schafft.