Beiträge von schmidt3

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    Original geschrieben von <registered>
    schmidt3, unser Großmeister der ad-hominem-Arumentation.
    Dazu eine Prise Verschwörungstheorie...


    Ach weißt Du, eine "Verschwörung" würde ja voraussetzen, daß man sich die Mühe machen würde, etwas zu verbergen. Das ist allerdings tatsächlich nicht der Fall. Daß im deutschen Bildungswesen wie in großen Teilen der deutschen Medien ein äußerst einseitiges Welt- und vor allem Geschichtsbild transportiert wird, ist für jeden, der sich die Mühe macht, auch einmal einen Blick auf andere Quellen zu werfen ganz offensichtlich. Ich glaube also kaum, daß man hier von Verschwörungstheorie reden kann.


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    Original geschrieben von <registered>
    Außerdem strengt es mich zunehmend an, wie aggressiv du dein geschlossenes Weltbild zur Schau trägst. Dir ist hoffentlich klar, dass du dich nach deinen Äußerungen im damaligen Sozialdarwinismus-Biologismus-Thread eigentlich nicht mehr in die *demokratische* Rechte einordnen kannst.


    Es tut mir wirklich leid, wenn das Lesen meiner Beiträge Deine offenbar empfindlichen Nerven überanstrengen sollte. Ich glaube allerdings, daß es auch bei TT eine "Ignorier-Liste" gibt. Und solltest Du es nicht länger erdulden wollen, meine bösen "polemischen" Äußerungen zu lesen, so steht es Dir ja offen, mich auf diese Liste zu setzen. Darüber, ob ich meine Ansichten aggressiv vortrage, kann man sicherlich geteilter Ansicht sein, ich würde es eher engagiert nennen. Jedenfalls dürftest Du in keinem meiner Beiträge derartige Fekalausdrücke finden, wie sie Dich bei einigen anderen Foristen deutlich weniger zu empören scheinen.
    Ein "geschlossenes Weltbild" stellt in meinen Augen übrigens ebenfalls keinen Makel dar, ganz im Gegensatz zu einem unverrückbar festgefügten. Daß ich mich guten Argumenten prinzipiell verschließen würde, glaube ich allerdings nicht.
    Was den von Dir so genannten "Sozialdarwinismus-Biologismus-Thread" betrifft, so verstehe ich nicht ganz, warum Dich meine paraphrasierende Darstellung der These, daß auch der moderne Mensch weiterhin prinzipiell den Regeln der Evolution unterliegt, derart aufregt. Ich halte das eigentlich für eine eher banale Aussage.
    Abschließend sehr interessant finde ich übrigens Deine durchaus nicht ganz unaggressive Grundüberzeugung, Du seist die Instanz, die berechtigt wäre, darüber zu entscheiden, wer Demokrat ist und wer nicht. Das spricht in meinen Augen für sich.

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    Original geschrieben von Marian_78
    Um mal zum Ausgangsposting zurückzukehren: Mir stinken Leute, die absolut in der Überzahl sind, sich aber trotzdem über ein Häufchen NICHT-Deutschland-Fans aufregen müssen. Das sagt viel aus. Es scheint nicht zu reichen, wenn 80, 90 Prozent "zu Deutschland" halten. Es müssen schon 100 sein und wer was dagegen hat, soll nach Kuba gehen (die DDR gibt´s ja nicht mehr).
    Ich bin sehr froh, dass "uns" der Finalsieg erspart blieb. Und kaum ruft jemand mal ein kleines "Viva Espania" auf der Straße, pöbelt schon so ein Arschloch "Ich geb Dir gleich Espania" zurück.
    Weg mit den Deutschlandfahnen, weg mit den uniformierten "Fans"! Mit Fußball hat das alles ziemlich wenig zu tun, eher mit Massenphänomenen. Schickt den Mob zurück vor den Fernseher!


    Gegen Nationalismus und seine ekelhaften Erscheinungsformen!


    Der garnicht einmal so feine Unterschied zwischen aggressiv-überheblichem Nationalismus und friedlichem Patriotismus, der die Vaterlandsliebe anderer Völker als gleichberechtigt respektiert, scheint Dir schlichtweg entgangen zu sein. Bei einem sportlichen Wettbewerb, die schwarz-rot-goldene Fahne der deutschen Demokratie zu zeigen, hat per se mit Nationalismus überhaupt nichts zu tun.
    Dagegen scheinst Du mir das typische Produkt des im deutschen Bildungswesen und der deutschen Medienlandschaft seit Jahrzehnten ablaufenden Umerziehungsexperiments zu sein, mit dem linke Gutmenschen versuchen, den "neuen Menschen" aus ihren marxistischen Seminaren der 60er über die Klassenzimmer und das "Bildungsfernsehen" a la Guido Knopp doch noch zu erschaffen.

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    Original geschrieben von Marian_78
    Um es mal ganz klar zu sagen: Die "Vorkommnisse" haben auch einen anderen Namen: Diktatur, Judenvernichtung, Anzettelung eines Weltkrieges etc.


    Was Du hier strickst sind Nazi-Mythen. Die Befreier waren Befreier, ohne Anführungsstriche. Oder hättest Du gerne weiter ein Nazi-Deutschland gehabt?


    Und was Du hier strickst sind Alt-68er-Mythen. Du kannst ja mal die Millionen deutscher Frauen fragen, die den Massenvergewaltigungen durch die sowjetischen "Befreier" zum Opfer gefallen sind, wie begeistert die über diese Befreiung waren. Und daß sich zigtausende deutscher Zivlisten ihrer "Befreiung" durch Selbstmord entzogen haben, läßt ebenfalls tief blicken.
    Das gab es übrigens nicht nur im Osten, auch die französischen "Befreier" haben sich z.B. derartig übel aufgeführt, daß etwa der überzeugte Antifaschist, Antikommunist und spätere SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher sie als "Westrussen" bezeichnete.
    Die Alliierten, auch die Westalliierten haben es übrigens auch ganz deutlich gesagt, daß es sich auch aus ihrer Sicht um keine "Befreiung" gehandelt hat. In der US-Direktive JCS 1067 vom 26. April 1945 heißt es unter Punkt b) wörtlich:"Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat. "
    Und auch wenn das nicht in Dein Geschichtsbild passen mag, bleibt es eine durch unzählige Quellen belegte Tatsache, daß die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung bis zum Kriegsende eine ausländische Besatzung zutiefst gefürchtet hat. Eine der einigenden Grundüberzeugungen des deutschen Widerstands bestand gerade darin, Deutschland das Schicksal der Besatzung insbesondere durch die Sowjets möglichst zu ersparen. Was übrigens nichts mit der Frage zu tun hatte, daß diese Leute das nationalsozialistische Regime beenden wollten.

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    Original geschrieben von kkrammer
    Menschen sind keine Maschinen. Sie haben Gefühle. Wenn jemand ein abscheuliches Verbrechen begangen hat, dann kann ich das nicht einfach ungesühnt lassen, ohne Wut und Haß zu empfinden. Eine lebenslange Gefängnisstrafe in einem hiesigen Gefängnis mit freier Kost, Logis und medizinischer Versorgung ist für mich keine adäquate Sühne bei besonders schweren Kapitalverbrechen. Die Todesstrafe würde die Welt nicht besser machen, aber sie würde mein Gerechtigkeitsempfinden beruhigen.


    Die Frage ist aber, wo man die Grenze ziehen sollte. Sicherlich werden die Eltern von brutalst ermordeten Kindern häufig den Wunsch verspüren, den Täter seinerseits auf möglichst entsetzliche Art sterben zu lassen. Das ist wohl verständlich, aber Rachedurst kann in einem moderen Rechtsstaat kein Kriterium der Straffestlegung sein.


    Was zunächst das Strafmaß "mehrfach lebenslänglich" bertrifft, so ist das natürlich geradezu grotesk. Ich weiß nicht ob Dir bekannt ist, daß das bis dato härteste Urteil der bundesdeutschen Kriminalgeschichte 1985 gegen die RAF-Mörder Klar und Mohnhaupt verhängt wurde. Sie wurden wegen neunfachen Mordes und elffachen Mordversuchs(!) zu jeweils fünfmal lebenslänglich plus 15 Jahren verurteilt. Mohnaupt wurde betreits 2007 auf Bewährung freigelassen, Klar wird es wohl bald werden, wenn er sich nicht wieder so saudumm anstellt. Im Falle von Mohnhaupt hat sie also für jeden Mord bzw. Mordversuch gerade mal 14 Monate abgesessen. Von übertriebener Härte kann man da wohl kaum sprechen, von "fünfmal lebenslänglich" plus 15 Jahren schon garnicht. Und damit in deutschland einmal eine Sicherungsverwahrung verhängt wird, die übrigens regelmäßig überprüft wird, muß man schon ziemlich üble Verbrechen als Wiederholungstäter begangen hat. Und selbst dann ist die Sicherungsverwahrung eher selten. Bei aller wohlmeinenden Rehabilitationsabsicht, steht meiner Ansicht nach in Deutschland zu selten der Opferschutz und zu häufig der Täterschutz im Vordergrund. Und das hat garnichts mit "Wegsperren und Schlüssel fortwerfen" zu tun. Wenn man aber davon ausgehen muß, daß ein verurteilter Straftäter weiterhin eine ernsthafte Gefährdung der Gesellschaft darstellt, dann sollte er auch in Haft bleiben. Und bei dieser Abwägung wird meiner Ansicht nach oft sehr fahrlässig vorgegangen, wie die zahlreichen Rückfalltaten echter Schwerverbrecher deutlich zeigen.


    Was das Verschwindenlassen in psychiatrische Kliniken und Lobotomien betrifft, so wurde ersteres in kommunistischen Diktaturen ja gerne als Unterdrückungsmittel gegen Regimekritiker eingesetzt, da nach deren Logik jeder "Feind des Sozialismus" ja per se entweder böswillig oder verrückt sein mußte.
    Die Lobotomie galt dagegen vor der Erfindung von Psychopharmaka als psychiatrisches Wundermittel. (Wie übrigens die Elektroschocktherapie auch, die heutzutage wieder eine Renaissance erlebt.) Einer der Entwickler dieser Methode erhielt dafür 1949 sogar den Nobelpreis. In den fünfziger Jahren wurde sie v.a. in den USA aber auch in skandinavien und Osteuropa tausendfach angewandt und durchaus nicht nur bei Kriminellen. Der Ehrlichkeit halber muß allerdings gesagt werden, daß es auch in den USA Lobotomien politisch Andersdenkender, insbesondere von Kommunisten gegeben haben soll, die dort ihrerseits in den 50ern als "geisteskrank" galten.

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    Original geschrieben von Brainstorm
    Mit nur einem kleinen Unterschied:




    Eben das ist bei den Linken nicht passiert.



    Ich bestreite garnicht, daß die grüne Jugendorganisation das etwas pragmatischer gehandhabt hat als die tiefrote, aber meinst Du ernsthaft, daß das mehr als reine Lippenbekenntnisse waren? Die hatten diese Bilder immerhin mehrere Tage auf ihrer Internetseite stehen. Oder sind bei den etwa alle extrem kurzsichtig.

    Ich sehe das auch so, die Todesstrafe ist eine Brutalität, für die es eigentlich keine rationale Begründung gibt. Eine generalpräventive wirkung der Todesstrafe läßt sich nicht zeigen und zur Spezialprävention gibt es genügend andere Möglichkeiten. Insbesondere sollte "lebenslänglich" wieder zu dem werden, was es vom Namen her eigentlich sein sollte.



    Es ist immer die gleiche alte Leier. Wenn man in einer Sachdiskussion keine Argumente mehr hat, wird eben versucht, dem Andersdenkenden eins mit der braunen Keule überzuziehen, so abwegig das auch sein mag.


    Allerdings gehst Du dabei doch wohl etwas zu weit. Als Polizeikommissar z.A. weißt Du sicherlich besser als ich, daß Deine öffentliche Behauptung, ich wolle "hier alle arisieren", durchaus als eine üble Nachrede in Sinne von §186 StGB aufgefaßt werden kann. Und da hört der Spaß langsam auf.