Beiträge von schmidt3

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    Original geschrieben von Siemensanier
    info@raiffeisen.li


    Und sei es nur, dass die Linke 20xx mit einer absoluten Mehrheit in den Bundestag einzieht. Bei diesen Szenario würde selbst ich den Weg erstmal für einen mehrmonatigen Urlaub antreten ;)


    Da solltest Du Dich dann aber beeilen bevor der 20xx sicherlich unverzüglich zum Bundesstaatsratsvorsitzenden "gewählte" Oskar Lafontaine erklärt: "Keiner hat die Absicht eine Mauer zu bauen." :eek:

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    Original geschrieben von diger
    Übrigens lohnt sich das nicht bei nur einigen tausend Euros. Also wer jetzt mit seinem gesparten "Taschengeld" von vielleicht 20.000,- EUR da rüber machen will, kann froh sein, wenn er die Tür geöffnet bekommt :D


    Solche Kinkerlitz Beträge kann man auch getrost hier anlegen.


    Die Mindesteinlage für eine solche Stiftung beträgt 30000 Sfr., allerdings fallen Gebühren und Abgaben von mindestens 1000 SFr. pro Jahr an. Insofern dürfte sich das Ganze erst bei deutlich höheren Summen rechnen. Die ja nicht ganz so kleine Gruppe der Nicht-Millionäre in unserem Land kann sich das also wirklich schenken.

    Viel interessanter als ein Konto in Liechtenstein zu eröffnen ist es, dort eine Stiftung zu gründen. Die ermöglicht es Dir nämlich letztlich, anonym Geld anzulegen dessen Zinserträge Dir dann kaum mehr zuzuordnen sind. Und wenn Du nicht verpfiffen wirst, könntest Du dann auf die Idee verfallen, diese Zinsen nicht rechtmäßig in Deutschland zu versteuern.

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    Original geschrieben von superuser_reload
    Wahrscheinlich wolltest Du bloß eine besonders kontrastreiche Antwort auf die Einwürfe von raix verfassen, aber ich denke Du schießt hier etwas übers Ziel hinaus.
    Man könnte glatt meinen, Du wirfst Atheisten in einen Topf mit Nazis, Stalinisten und den Roten Khmer.
    Im übrigen verstehe ich eh nicht ganz, wozu an dieser Stelle ohne Not die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte gegeneinander aufgerechnet werden müssen.


    Ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß die übelsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte eben nicht von religiösen Fanatikern begangen wurden, sondern ganz im Gegenteil von Menschen die sich jeglicher religiöser Bindung entledigt und sich und/oder ihre Ideologie an die Stelle Gottes gesetzt hatten. Ich behaupte also durchaus nicht, daß alle Atheisten Verbrecher wären, sondern lediglich, daß alle diese Verbrecher Atheisten waren. Und ich vertrete die These, daß religiöse Fanatiker im Namen ihrer Religion zwar üble Untaten begangen haben und noch begehen, daß aber deren Willkür und Beliebigkeit durch die Fesseln des eigenen Glaubens häufig noch gewiße Grenzen gezogen werden. Und genau diese fehlen dem "weltlichen" Fanatiker, der nur noch seinem eigenen Willen Untertan ist.

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    Original geschrieben von raix
    Wieso sinnloses Gemaule?


    Ich bin glücklicherweise komplett ohne religiösen Quatsch erzogen worden. Den einzigen religiösen Feiertag, den ich vom Datum her mit Sicherheit benennen kann ist Weihnachten.


    Dieser Nomadenglaube hat viel zu viel Einfluß ;)



    Ich weiß natürlich, daß man im Vollbesitz seines jugendlichen Leichtsinns gerne dazu neigt, die Ablehnung jeglicher religiöser Bindung für etwas äußerst fortschrittliches zu halten. Ich weiß auch, was Fanatiker im Namen ihrer jeweiligen Religion schon Übles angerichtet haben und immer noch anrichten. Allerdings sind selbst die Kreuzüge, die Inquisition, der 30jährige Krieg, der Dschihad und der 11.September oder was einem noch so alles einfallen könnte vergleichsweise kleine Hausnummern, wenn man sie mit den wirklich großen Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts vergleicht, die im Namen atheistischer oder neo-heidnischer Ideologien verübt wurden. Die Selbstvergötzung des "gottlosen" Menschen und seiner mehr oder weniger beliebigen Glaubensgrundsätze erscheint mir in diesem Kontext durchaus bedrohlicher als selbst der glühenste Fanatismus eines religiösen Eiferers, der immerhin noch eine höhere Autorität als die eigene anerkennt. Nach dem Gulag, nach Auschwitz und den killing fields hat der Atheismus in meinen Augen jeden Anspruch verloren, sich per se als progressiv oder gar emanzipatorisch zu bezeichnen. Zumindest die drei großen Buchreligionen erfüllen in ihren Grundüberzeugungen wenigstens ansatzweise die Anforderungen des kategorischen Imperativs. Dies haben die großen Ideologien die Moderne, seien es Kommunismus, Faschimus oder der hemmungslose Hedonismus der westlichen Demokratien durchaus nicht geschafft. Insofern solltest Du Dir vielleicht überlegen, ob es wirklich gerechtfertigt ist, dem "Nomadenglauben" mit so großer Verachtung entgegen zu treten.

    Na mit maximal 60 Minuten und 25 SMS wärst Du bei einem Discounter mit unter 8€ monatlich dabei. (Abrechnung erfolgt allerdings im 60/60-Takt.) Eine Datenflat gibt es da allerdings nicht. Datenvolumen kostet bei Simyo oder Blau 24ct./MB, bei Congster 49ct. Wenn Du nur e-mails abrufen willst ist das eine Überlegung wert, wenn Du mit dem Notebook surfen willst wird das aber zu teuer. Wenn Du allerdings in der "Pampa" sitzt, solltest Du Dir vielleicht doch eher etwas im D-Netz suchen. In der echten tiefsten Pampa gibt es bei E+ schon noch die eine oder andere Lücke. Außerdem ist bei denen das UMTS-Netz nicht annähernd so gut ausgebaut wie in den D-Netzen.

    Hast Du schon mal an eine Discounter-Prepaid-Karte gedacht? Keine Grundgebühr, keine Mindestvertragslaufzeit und Anrufe in alle Netze sowie SMS für 9ct. pro Minute bzw. pro Stück, Anrufe zur Mailbox sind kostenlos. Bei einigen E-Netz-Discountern (Simyo oder Blau) ist auch schon eingehende Rufnummernportierung möglich, beim D1-Discounter Congster allerdings noch nicht. Preislich dürfte das zumindest für Deine Frau sehr interessant sein, über Dein eigenes Nutzungsverhalten hast Du ja nicht allzu viel geschrieben.

    Zitat

    Original geschrieben von Zeus
      schmidt3


    Der Großteil der Professoren würde auch sagen dass die Rente ab 65-67 die Wirtschaft schwächt denn es könnte doch einfach jeder solange arbeiten bis er körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist.


    Du verwechselst hier den Unterschied zwischen einer positiven und einer normativen Aussage. Ein Großteil der Professoren wird Dir sicherlich sagen, daß man angesichts unserer demographischen Entwicklung mit einerseits niedrigen Geburtenraten und andererseits steigender Lebenserwartung und unter Beibehaltung eines umlagefinanzierten Rentensystems die Wahl zwischen drei Alternativen bzw. einer mehr oder weniger auswogenen Kombination aus diesen Alternativen hat:


    1. Man kann das Rentenniveau senken


    2. Man kann den Beitragssatz erhöhen


    3. Man kann das Renteneintrittsalter erhöhen


    Das ist eine positive Ausage und ein simples Rechenexempel, das so vergleichweise einfach ist, daß es auch jeder nur mittelmäßig begabte Politiker seit mindestens 25 Jahren nachvollziehen kann. Jeder Politiker, der innerhalb dieses Zeitraums etwas anderes behauptet hat, war entweder saudumm oder er hat gelogen.
    Nun kann man zu normativen Aussagen kommen. Das wäre z.B. die Aussage, daß das durchschnittliche Rentenniveau breits heute so vergleichsweise niedrig ist, daß man es nicht mehr sehr viel weiter senken sollte. Und man könnte sagen, daß die Beiträge zur Rentenversicherung schon heute so relativ hoch sind, daß man sie nicht mehr drastisch erhöhen sollte. Wenn man diese Meinungen teilt, dann bleibt als einziges Fazit übrig, daß man das Renteneintrittsalter erhöhen muß. Das soll nicht bedeuten, daß man das gerecht oder gut findet, sondern das heißt nur, daß man gewiße Realitäten anerkennt. Tatsächlich wird in Zukunft aber wohl jede dieser drei unschönen Alternativen Realität werden: Die realen Renten werden sinken, die Beiträge zur Rentenversicherung werden weiter steigen und das Renteneintrittsalter ebenfalls. Das ist die sichere Konsequenz einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft.



    In russischen Fabriken des 19.Jahrhunderts soll es angeblich Arbeitszeiten von 18 Stunden täglich und mehr gegeben haben. Daß das kein Pferd länger als ein paar Wochen ausgehalten hat liegt auf der Hand. In den USA beträgt der durchschnittliche Jahresurlaub 14 Tage, in Japan sogar nur 12. In Japan hört man allerdings zunehmend vom Phänomen des plötzlichen Tods am Arbeitsplatz infolge von Überarbeitung. Unsere (Groß)eltern haben in den Anfangsjahren der Bundesrepublik i.d.R. ihr Arbeitsleben mit einer 48-Stunden-Woche und 14 Tagen Jahresurlaub begonnen. Tatsächlich haben die meisten das einigermaßen gut überstanden. Wieviel Stunden ein Mensch täglich arbeiten kann ohne krank zu werden und wieviel Urlaub er zur Erhaltung seier Arbeitskraft benötigt ist eine medizinische Frage, keine ökonomische.
    Was den mangelnden Umweltschutz in China betrifft, so sehen sich die Chinesen bereits heute mit so verheerenden Umweltschäden konfrontiert, daß Experten davon ausgehen, daß dren Kosten einen Großteil ihres beeindruckenden Wirtschaftswachstums aufzehrt.Das werden sie nicht mehr lange durchhalten können. Umweltschutzauflagen sind in der ökonomischen Theorie seit vielen Jahrzehnten unter den Stichwort der Pigou-Steuer etabliert, und zwar schon lange bevor irgend jemand etwas von den Grünen gehört hätte.


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    Original geschrieben von Zeus
      schmidt3


    Am Ende muß man sich halt fragen wo man seine persönlichen Präferenzen setzt und in welcher Gesellschaft man leben möchte.


    Am Ende muß man sich vor allen Dingen auch fragen, was man sich leisten kann. Soziale Wohltaten verursachen wie auch Maßnahmen zum Umweltschutz eben auch Kosten. Diese müssen irgendwie erwirtschaftet werden. Wenn ein ähnlich gut qualifizierter chinesischer oder indischer Informatiker für 600€ im Monat 10 Stunden am Tag mit 2 Wochen Jahresurlaub arbeitet und seine Leistungen am gleichen Weltmarkt anbietet wie ein Deutscher, dann kann der mit 35-Stunden-Woche und 6 Wochen Jahresurlaub u.U. nicht auf Dauer mithalten. Und daran könnten auch böse deutsche Kapitalisten nichts ändern, selbst wenn sie das wollten.