Beiträge von schmidt3

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Das ein Anbieter Rufnummernportierung anbietet, bringt Ihm für die gewinnung neuer Kunden nicht viel. Es ist eben nur eine kleine Minderheit der Mobilfunknutzer die Ihre alte Rufnummer portieren wollen. Daß Millionen deutsche bei "Aldi" einkaufen, daß bringt "Aldi-Talk" die Führung bei den Kundenzahlen unter den Mobilfunk-Discountern.
    Auf Wünsche sogenannter "Freaks" braucht man da gar keine Rücksicht nehmen.


    Ich sehe das ganz ähnlich. Den meisten Leuten ist eine Portierung nicht einal die 25€ wert, die sie ausgehend kostet. Wenn man nur 10 oder 20 Bekannten die neue Rufnummer mitteilen muß und von denen einen guten Teil auch noch regelmäßig persönlich sieht, lohnt sich das ja auch eigentlich nicht. Anders ist das natürlich bei Leuten mit einem sehr großen Bekanntenkreis oder teilweise beruflicher Handynutzung. Allerdings sind das vielleicht auch die Leute, die hohe Umsätze generieren.

    Zitat

    Original geschrieben von H&S

    Wir bekommen immer eine 0,75 Liter-Flasche Roederer Cristal "1988" , nach der Bezeichnung googlete ich dann mal. ... Dekadent, ihn für Cocktails zu nutzen ? :D


    Gruesse vom Kurti


    Endlich kommt mal einer auf die richtige Idee. Ich war schon schockiert darüber, was hier im Forum für lahme Vorstellungen von Dekadenz herrschen. :D:D:D
    Der Dekadenzler von Welt trinkt doch kein französisches Bizzelwasser. Ein 61er Chateau Petrus gemischt mit Orangensaft, wie ihn neureiche Chinesen angeblich zu konsumieren pflegen, das nenne ich dekadent.


    In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes und hoffentlich gänzlich undekadentes Weihnachtsfest. :D

    Es geht weniger um das Löschen der Fotos, sondern vielmehr um die Tatsache, daß Frau Wagenknecht dann wohl doch noch erkannt hat, daß es nicht bei jedem ALGII-Empfänger so gut ankommt, zu sehen, wie sich diese heilige Johanna der Luxusrestaurants von ihren Steuergeldern mit Hummer vollstopft. Aber naja, Lenin war ja auch begeisterter Rolls-Royce-Fahrer. Und Herr Lafointaine in seinem Palast der sozialen Gerechtigkeit scheint die Leute ja auch nicht zu stören. Die allerdümmsten Kälber werden wohl auch weiterhin ihre Metzger selber wählen. Und vielleicht wird dann endlich wahre soziale Gerechtigkeit a la Lafontaine erreicht:


    http://www.wiedenroth-karikatu…18_SozialGerechtLafon.jpg

    @registered: Ich würde die Karte eher so interpretieren, daß absolut gesehen wohlhabendere Länder eher gewillt und in der Lage sind, sich sozialen Frieden durch entprechende Umverteilung zu erkaufen. Der Begriff der Lebensquälität ist ja relativ schwer zu fassen. Es gibt sicher viele Leute die z.B. behaupten würden, daß die Lebensqualität etwa in den USA trotz der ungleichen Verteilung recht hoch liegt.


    Die von Dir erwähnte Studie kenne ich leider nicht, sie würde mich aber interessieren. Hast Du vielleicht eine Quellenangabe? Unzufriedenheit mit der "Fairness unseres Wirtschaftssystems" ist übrigens immer eine seltsame Sache, die meist auf Unkenntnis beruht. Befragt man z.B. Leute, wo sie sich in der Einkommensverteilung selbst einordnen würden, stellt man fest, daß sie sich systematisch zu niedrig einschätzen, also davon ausgehen, daß ein deutlich größerer Anteil der Bevölkerung mehr verdient als es tatsächlich der Fall ist. Auch wenn man jemanden bittet, einmal die Lohnqoute zu schätzen, also den Anteil der Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit am gesamten Volkseinkommen, liegt fast jeder zu niedrig. Meist werden Werte von 30-40% getippt, tatsächlich liegt die Lohnquote in Deutschland aber seit Jahrzehnten bei Werten um die 70%. Insofern erscheint mir die von Dir angesprochene Unzufriedenheit eher ein Zeitgeistphänomen zu sein.


    ChickenHawk: Ich kann die Aufregung ehrlich gesagt auch nicht ganz verstehen. Natürlich sind 50 Mio. wie bei Herrn Wiedeking ein riesiges Jahreseinkommen. Man sollte aber bedenken, daß 95% seines Einkommens ertragsabhängig sind und somit auf die enormen Gewinne zurückzuführen, die Porsche in diesem Jahr erzielt hat. Er ist also zumindest keine von den "Nieten in Nadelstreifen". Und anders als etwa Herr Schumacher, der in seinen guten Zeiten als Rennfahrer ein in etwa genauso hohes Jahreseinkommen erzielt hat, zahlt Herr Wiedeking immerhin in Deutschland Einkommenssteuer. Bei Herrn Schumacher hat sich allerdings merkwürdigerweise kaum jemand daran gestört. Weiterhin entläßt Porsche unter Wiedeking keine Arbeitnehmer, sondern läßt sie durchaus am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren. Im Schnitt erhält jeder Porsche-Mitarbeiter in diesem Jahr immerhin 13,7(!) Monatsgehälter plus einer zusätzlichen Einmalzahlung von 5400€. Davon können andere Arbeitnehmer nur träumen.

    peteradolf86: Stimmt mit "Gleichheit" wäre der Beitrag Unsinn gewesen.


    @<registered>: Wie Du aus dem ersten link in meinem letzten Beitrag erkennen kannst, wird nur in wenigen Ländern in einem solchen Ausmaß Umverteilung wie in Deutschland betrieben, um diesen sozialen Frieden zu erhalten. Die Verteilung der Markteinkommen ist deutlich ungleicher als die sekundäre Einkommensverteilung. Somit wird denen, die ihr Geld am Markt verdienen drastisch in die Tasche gelangt, um die Grundbedürfnisse derer zu befriedigen, die kein eigenes Markteinkommen erzielen. Ich weiß also nicht, woher die soziale Empörung kommen sollte außer eben durch die Hetzproganda der PDS und ihrer Kumpane.

    Zitat

    Original geschrieben von peteradolf86
    Also Bitte! Das glaubst Du ja wohl selbst nicht...


    Das glaube ich nicht nur, das weiß ich sogar. Die sekundäre Einkommensverteilung (also die personelle Einkommensverteilung nach staatlichen Umverteilungen) ist in Deutschland (wie in fast allen Ländern der Welt, übrigens auch den skandinavischen) in den letzten Jahren zwar ungleicher geworden, Deutschland liegt im internationalen Vergleich aber immer noch ziemlich gut. Wirf z.B mal einen Blick ins Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2006/2007. Der internationale Vergleich kommt auf S.444ff:


    http://www.sachverstaendigenra…ad/ziffer/z580_601j06.pdf


    Wenn Du nicht soviel lesen möchtest, hier eine Grafik. Grün steht hier für eine relativ gleichmäßige personelle Einkommensverteilung, rot für eine ungleichmäßige:


    http://de.wikipedia.org/wiki/B…_Map_Gini_coefficient.png

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Der Kommunismus ist sicher nicht das was viele Linksparteiwähler wollen, aber das was die die beiden Volksparteien in den letzten Jahren verzapft haben, die Reduzierung der sozialen Sicherungssysteme in Verbindung mit der Reduzierung der bürgerlichen Freiheitsrechte ist ja auch nicht viel besser. Überspitzt formuliert bleibt im Endeffekt dann eh nur noch die Flucht aus Deutschland, also kann man es ja vorher nochmal mit der Linkspartei versuchen.


    Ich finde es einfach erstaunlich, wie schnell manche Tatsachen in Vergessenheit geraten. Es ist noch nicht einmal 20 Jahre her, daß die kommunistischen Systeme in Europa krachend zusammengebrochen sind. Welche Freiheiten und welche sozialen Absicherungen kommunistische Parteien bieten, wenn sie an die Macht gelangen, läßt sich deshalb heute nur noch in Nordkorea studieren. Und mit falschen Heilsversprechungen, wie sie die Rattenfänger von der PDS heute wieder streuen, hat das ganze Elend ja auch angefangen. Lenin versprach den russischen Massen zu Beginn der Oktoberevolution das was sie sich am meisten wünschten: Brot, Land und Frieden. Es folgten schreckliche Hungersnöte, brutale Zwangskollektiverung und jahrelanger Bürgerkrieg.
    Auch wenn Gysi und Lafontaine den Leuten heute wieder das Arbeit(nehm)erparadies auf Erden versprechen, werden auch sie an den grundlegenden Realitäten nichts ändern können: Alles was verteilt werden kann, muß vorher von irgendjemandem erarbeitet werden. Trotz Hartz IV einerseits und Ackermann und Wiedeking andererseits gibt mit Ausnahme der skandinavischen Länder und der Niederlande nirgends auf der Welt weniger soziale Ungleichheit als in Deutschland.

    Brainstorm: Die PDS ist direkt aus der SED hervorgegangen, die Mitglieder wurden direkt übernommen. Wenn man Deiner Logik folgen würde, müßte heute auch eine Nachfolgepartei der NSDAP frei arbeiten dürfen, denn die könnten sich ja auch auf den Standpunkt stellen, daß sie nichts dafür können, daß man ihre "feinen Ideale" vor 60 Jahren so schändlich mißbraucht hat. Anders als Du behauptest, steht in den Programmen heutiger rechtsextremer Parteien übrigens nichts von einer Wiedereinführung des Führerprinzips oder der Nürnberger Rassegesetze. So doof sind die auch nicht, daß sie ihre Verfassungsfeindlichkeit gleich schriftlich niederlegen. Genausowenig steht natürlich im Parteiprogramm der PDS die Forderung nach der Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats und seiner Kaderpartei. Die sind auch nicht so blöd.
    Natürlich kann man den heute lebenden Deutschen (zumindest denen unter 85) schon aus biologischen Gründen nicht die Schuld für das dritte Reich geben. Und noch weniger kann man den meisten ehemaligen Bewohnern der DDR eine Schuld für das SED-Regime zuschieben. Die meisten waren ja Opfer des sowjetischen Imperialismus und haben sich ihr System niemals freiwillig ausgesucht. Den SED-Schärgen, die selbst nach dem kläglichen Untergang ihres Systems verbohrt an dessen Richtigkeit festhalten und die sich mit ihren westdeutschen Spießgesellen wie Lafointaine in der PDS/Linkspartei organisiert haben, kann man allerdings einen Vorwurf machen. Das sind unverbesserliche stalinistische Betonköpfe die ihre wahren Absichten unter dem Feigenblatt eines "demokratischen Sozialismus" verbergen, das sie sich auch noch mit den Sozialdemokraten teilen können (wie ja auch einige Landesregierungen). Und viele von ihnen (natürlich nicht die in der ersten Reihe) sagen auch ganz offen, was für ein System sie gerne wieder hätten. Ich habe zumindest noch nicht gehört, daß etwa Frau Wagenknecht (das ist diese Rosa-Luxemburg-Kopie von der "Kommunistischen Plattform") aus dieser Partei ausgeschlossen worden wäre.
    Falls Du von der Wiedereinführung des Kommunismus durch die PDS/Linkspartei noch nichts gehört hast, dann frage mal die Leute von dieser "Kommunistischen Plattform". Die wollen nämlich genau das. Und ihre prominenteste Vertreterin, Frau Wagenknecht, sitzt für die PDS/Linke im Europäischen Parlament. Du siehst also, daß sicherlich ein höheres Risiko dafür besteht, daß die PDS/Linke den Kommunismus wiedereinführt, als daß diese versprengten rechtsextremen Zwergparteien ein Viertes Reich errichten. Deswegen spielt jeder, der vielleicht auch nur "aus Protest" bei denen sein Kreuzchen macht, ein ziemlich riskantes Spiel und mißachtet letztlich die Opfer der kommunistischen Diktatur.
    Übrigens wird die PDS/Linke in einigen Bundesländern (in Berlin und Meck-Pom natürlich nicht) vom Verfassungsschutz überwacht, ganz genauso wie die NPD. Offenbar sieht man da durchaus verfassungsfeindliche Ziele dieser Partei.
    Und falls Du tatsächlich Informationen darüber haben solltest, daß im Bundesinnenministerium ehemalige Mitarbeiter des MfS beschäftigt sein sollten, so bin ich sicher, daß Dir Herr Schäuble dankbar wäre, wenn Du sie ihm zukommen ließest. Ich glaube kaum, daß ehemalige MfS-Mitarbeiter heute (bewußt) irgendwo im öffentlichen Dienst beschäftigt werden. ;)