also grundsätzlich können wir in deutschland froh sein, dass es einiges an wettbewerb im bereich lebensmittel gibt. nur leider habe ich den eindruck, dass hier doch eine abgestimmte aktion der anbieter vorliegt, denn wie sonst war vor ein paar wochen zu beobachten, dass milch einheitlich statt 49/55cent 55/62cent kostet...
gut, man könnte mit einer oligopolen struktur mit preisführer argumentieren, aber das scheint mir unrealistisch. denke, das wurde intern abgestimmt. denn sonst wäre bei eigener kalkulation ja zumindest der ein oder andere cent preisunterschied herausgekommen.
hier ist der wettbewerb zumindest eingeschränkt, ebenso wie auf erzeugerseite: subventionen, quoten etc. sind ja bekannt.
was bereits genannt wurde ist die frechheit, dass von deutschland und der eu subventionierte erzeuger dann plötzlich auf den freien markt gehen, hier asien. quasi die positiven seiten des marktes ausnutzen, die negativen ausblenden. dies hat jahrelang die preise hoch gehalten, als sehr viele überproduktionen vorhanden waren.
um den preis wieder runterzubringen wird nur verbraucherdruck helfen: verbrauch einschränken, angebote und aktionen nutzen, preise vergleichen. ich werde es tun!
nobrain:
Jepp. Unverantwortlich von den Bauern, Dir nicht noch Geld dazu zu geben, damit Du ihnen die Rotze abkaufst. Ich gehe aber davon aus, daß sich auch Dein Einkommen - wenn nicht schon jetzt, dann vielleicht bald - ebenfalls nach dem Prinzip des niedrigsten Preises bildet. Nicht, weil Dein Arbeitgeber Dir nicht mehr bezahlen kann, sondern weil er es nicht will.
--> ein preis (auch das einkommen) bildet sich nie nach dem "Prinzip des niedrigsten Preises" , sondern immer nach Angebot und Nachfrage. Zumindest in der vorherrschenden Marktwirtschaft.
Kleine wirtschaftswissenschaftliche Nachhilfe Teil 2: Kein Arbeitgeber bezahlt soviel er bezahlen kann oder könnte...
Momentan ist es nämlich eher so, daß Arbeitgeber - hier vor Allem die Mittelständischen Unternehmer - kostenmäßig einfach keine Luft mehr haben, und der Grund sind Leute wie Du, die jede Scheiße fressen, hauptsache man hat nochmal einen cent gespart.
--> Dass Unternehmen kostenmässig keine Luft mehr haben mag in Einzelfällen vorkommen, das nennt man Fixkostenanteil. Problem sind niemals allein die Kosten, sondern das Verhältnis Erlöse zu Kosten. D.h. der Unternehmer könnte immernoch die Erlöse steigern, wenn er wirklich ein Kostenproblem hat.
Zweitens werden im nächsten Jahr nochmals massiv die Steuerlasten für Unternehmen gesenkt. Wer zahlt die Refanzierung? Der Beschäftigte in Form höherer Krankenversicherungsbeiträge (staat. festgesetzt), fehlender Abzugsmöglichkeit seiner Fahrkosten zu Arbeit und der MWSt.-Erhöhung.
Warum bitte sollte ich da mit Unternehmen Mitleid haben, die durch ihre mehr oder minder legale Lobbyarbeit den Gesetzgebungsprozess dahingehend zu Ihren Gunsten beeinflusst haben?
Dass ich jede Scheiße fresse finde ich eine ungehörige Unterstellung, deren Wortlaut mind. eine gelbe Karte verdient hätte.
Schön, wenn man Dir das Halbwissen vermittelt hat, dass Qualität einer Ware/Dienstleistung linear mit deren Preis steigt... Ich glaube dies nicht und weiss das auch. Ich beurteile die Qualität selbst und lebe nicht nach dem Spruch "was nichts kostet ist auch nichts wert".
Ein Preis kommt durch sehr viele Einflussfaktoren zustande, die enthaltenen Grundstoffe sind meist ein ganz kleiner Anteil. Ich bin nicht bereit den Werbekostenanteil usw. mit zu zahlen...
Ich persönlich wundere mich nur, wie man sich selbst bei der neuen Spielekonsole keinerlei Luxus versagt, aber den eigenen Körper - aus dem man nicht heraus kann - mutwillig mit billigem Zeug vollstopft
--> ich kann nicht verstehen, wie man so ignorant das tatsächliche geschehen ignorieren kann. glaube ich ehrlich gesagt auch nicht, denke es mangelt an verständis oder auch verstand in wirtschaftlichen zusammenhängen. somit eigentlich alle anlagen für eine politik-karriere...