Beiträge von diger

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    Original geschrieben von D-Love
    Und dein Beispiel aus der Telekommunikation trifft auch nicht zu. Wenig Haushalte können keinen DSL-Anschluss bekommen, richtig, aber dafür zahlen heute die über 95% anderen Haushalte im Vergleich nur noch einen Bruchteil für Telefon und Internet. Natürlich sind dadurch viele Jobs bei der Telekom verloren gegangen, aber dafür wurden auch viele neue Jobs direkt und indirekt geschaffen. Das Leben ist eine ständige Bewegung. Und ohne Bewegung keine Entwicklung.


    Wenige?


    Ich frage mich langsam, auf welchem Planeten Du lebst. Die Erde kann es nicht sein.


    Und es haben weitaus mehr Menschen Ihren Job verloren, als das neue geschaffen worden sind. Aber Du siehst es als akzeptabel an, das viele Ihren Job verlieren, damit Du ein paar Cent sparen kannst.


    Sorry, aber darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Und denke daran, das auch irgendwann Du an der Reihe sein könntest und arbeitslos wirst, weil andere halt Geld sparen wollten.


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    Original geschrieben von tobias2k
    Das "Recht" auf einen Telefonanschluß gab es vor der Privatisierung und gibt es noch heute. § 35 Abs. 1 Satz 1 TKG.


    Das gilt nur für die T-Com.


    Und ja, Vermutlich wäre DSL teuerer, aber dafür könnten wirklich 95% oder mehr in Deutschland einen DSL Anschluß haben.


    Aber hier zeigt sich der Egoismus, der in Deutschland in Mode gekommen ist. Was interessiert es mich, ob andere Ihren Job verlieren; Hauptsache ich kann doof, ähh pardon, geil sein. Und wenn 5 Leute Ihren Job verlieren, damit mein DSL Anschluss 80 Cent billiger wird, dann ist das OK.

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    Original geschrieben von D-Love
    Printus, ich will einfach nur Wettbewerb und das ist es am Gesetzgeber sich endlich gegen die Apothekerlobby durchzusetzen.


    Weißt Du eigentlich, was passiert, wenn hier der Wettbewerb kommt?


    Es werden nur noch "lohnende" Medikamente vorgehalten. Man wird dann öfters weite Wege in kauf nehmen müssen, ob dann ggf. sein Medikament zu bekommen. Und das würde für Rezepte genauso sein.


    Das ist so ähnlich wie mit der Telekommunikation. Als es noch keinen Wettbewerb gab, hatte man einen Anspruch auf einen Anschluß, egal wo man lebte (also in Deutschland natürlich). Heute, danke Wettbewerb, bekommen viele Kunden kein DSL Anschluss, weil es sich nicht lohnt.


    Ich will den Wettbewerb nicht verteufeln und finde ihn gut. Aber es gibt Branchen, da hat er meiner Meinung nach nichts verloren.


    Du würdest ein paar wenige Vorteile, durch etliche Nachteile erkaufen. Auch ist das Thema der gefälschten Produkte dann erst recht interessant. Da ja nun der Markt offen ist, muß überall gespart werden.


    Und es helfen auch keine Vergleiche mit Nachbarländern. Es ist zwar nett, wie jeder irgendwie die Sahne aus den Nachbarländern abschöpfen möchte, aber dann das gesamte System nicht übernehmen möchte. Nur kann man sich halt nicht immer die Rosinen raus picken.

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    Original geschrieben von Printus
    Irgendwie ist es allerdings auch eine typisch deutsche Neiddebatte... klar, niemand möchte zu viel bezahlen. Aber es beschwert sich auch jeder wenn die eigenen Bezüge immer kleiner werden. Sowas hängt aber zusammen, wenn niemand mehr bereit ist fair zu bezahlen oder man sich darüber aufregt dass der Apotheker 2,50 EUR im Notdienst kassiert, darf sich nicht wundern wenn die eigenen Zuschläge auch immer kleiner werden. Der Apotheker wird nämlich zu Recht argumentieren dass andere in Nacht-, Sonn- und Feiertagsdiensten auch nicht mehr bekommen sollen als er selber.


    Du bringst es wie immer auf den Punkt! :top: :D


    Genau das ist es nämlich, was diese ganze "Geiz-macht-doof", ähh, Pardon, ich meinte natürlich "Geiz-macht-Geil" Mentalität an Problemen mitbringt. Auch wenn viele immer noch glauben, die Firmen machen das alles nur aus Spaß und verschenken gerne ihre Waren, so sieht die Realität aber anders aus.


    Und je geiziger man wird, desto weniger Geld wird man auf lange Sicht verdienen. Denn je weniger Marge gemacht wird, desto weniger Geld bleibt übrig, welches an die Mitarbeiter verteilt werden kann. Und man muß nicht meinen, das halt eben dann die Verkäufer eben auf Hartz IV Niveau arbeiten gehen müssen, denn es kann ja nicht sein, das man für einen Plasma TV oder ein Handy einen entsprechenden preis bezahlen muß.


    Denn früher oder später, schlägt sich das auf alle Branchen nieder.


    Aber wie schon mal gesagt, das ist hier oftmals das gleiche Gebrabbel wie in der Stammkneipe. Erst wird darüber geschimpft, das es dieses Jahr wieder nur 1,3% Lohnerhöhung gibt. Dann wird darüber geschimpft, das alles teurer wird, aber am Schluß kommt dann die Stolzgeschwellte Brust und wie man durch Tipps in Foren wieder kräftig (teilweise knapp am Rande der Legalität vorbei) abgesahnt hat und auch Schnäppchen gemacht hat, die jetzt an der Steuer vorbei bei eBay mehrfach verkauft werden.


    Jungs (und auch Mädels), so funktioniert das nicht auf Dauer. Das System ist dabei, umzukippen. Und je billiger die "Schnäppchen" werden, desto weniger Geld werdet Ihr auf lange Sicht mit nach Hause bringen.


    Und da spielt es keine Rolle, ob alle 150m oder alle 150km eine Apotheke kommt.


    Wenn ich mir in Oberhausen, Essen oder Köln-Kalk die Shoppingmeilen anschaue, da sind auf 150m um die 20 Klamottenläden. Und die verkaufen die Klamotten zu absoluten Mondpreisen (gefertigt in Indien aus Kinderhand). Da werden läppische T-Shirts mit einem Material und Herstellungspreis von vielleicht 10,- EUR zu 80,- EUR verkauft. Und nur weil irgend ein Label drauf klebt, wird der Mist gekauft (und teilweise ist das minderwertiges Material).


    Das scheint aber für die meisten OK zu sein. Aber wenn eine Apotheke nachts Notdienst machen MUSS (!!!) und durch 3 Kunden vielleicht 20,- EUR Umsatz gemacht hat, ist das eine Schweinerei. Ich möchte einen von euch mal sehen, ob er 12 Stunden Nachts (nachdem er Tags auch schon gearbeitet hat) in einer kleinen Kammer in einer Apotheke hocken will um dann vielleicht netto 8,- Euro gemacht zu haben.


    Ich kann mir das Geschrei schon vorstellen, wenn das ein Arbeitgeber von euch verlangen würde.

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    Original geschrieben von Superlug
    Übrigens gibt es rund 21500 Apotheken, die 82 Millionen Deutsch versorgen. Das heißt, dass im Schnitt eine Apotheke 3800 Menschen versorgt. (wenn ich richtig gerechnet habe) Das klingt doch gleich nicht mehr ganz so extrem, wie es definitiv aussieht, wenn man in einer Straße gleich mehrere Apos nacheinander sieht. Finde ich zumindest.


    Über solche "läppischen" Zahlen lachen Anwälte nur müde :D


    Denn zwischen den 150m von zwei Apotheken, sitzen im Schnitt 4 Anwälte. Und die braucht man auch nur im Notfall. Aber da regt sich niemand auf, wenn die einen bis auf die nackte Haut ausziehen. Von den "Gebühren" träumen Apotheken nur.


    Und dann könnte man auch noch gleich auf die Notare einschlagen, etc. etc. pp.

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    Original geschrieben von amikaro80
    BTW: Was hier alles unter "Nicht-Fachhändler" abgetan wird. In welchen Weltmetropolen wohnt Ihr denn? Mir fallen da nur MM, Saturn und Co. ein. Gravis? :D


    Fachhändler sind spezialisierte Geschäfte, die sich auf ein ganz bestimmtes Marktsegment festgelegt haben. Und nur auf diese Art, ist eine Beratung überhaupt möglich.


    Du kannst von einem Angestellten bei der SaturnMediamarkt Holding nicht erwarten, das er das gesamte Sortiment kennt. Morgens bedient er bei der weißen Ware, mittags bei den Computern, und am Nachmittag soll er Fernseher verkaufen.


    Da da nur Blah Blah rum kommen kann, ist doch wohl klar. Und das Problem laste ich nicht den Angestellten an.


    Diese ganzen riesigen "Wie-verkaufen-alles-Läden" können gar kein Fachhändler sein.

    Nun ja, Sie haben nicht die gleichen Rollen genommen. Aber der Versuch, Data als Spock Ersatz einzuführen, hat ja auch Anfangs kläglich versagt. Erst, als man dann davon weggegangen war, wurde es besser.