ZitatOriginal geschrieben von Boogieman
Dadurch hätten die Leute im Osten allerdings einen Vorteil, weil da einiges doch noch billiger ist als bei uns. Mieten, etc. (ein Kaffee oder ne Cola kostet da gerade mal zwischen 1 und 1,50 €)
Grossstädte haben immer ihr eigenes Preisgefüge, aber ich denke in einer Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern, eine durchschnittliche Wohnung mit so zwei bis drei Zimmern, ist in einem neuen Bundesland auch nicht günstiger zu bekommen als in einem alten Bundesland.
Ausserdem werden ja die Mieten im ALG II eh gesondert berücksichtigt.
Und bei grösseren Ketten wie Aldi, Netto, Galeria Kaufhof, newyorker, oder die Frauen bei Pimkie und Orsay, Mediamarkt, Saturn, McD und Burger King, ... zahlt man überall das Gleiche.
Und in der Gastronomie sind die Preise zwischen Ost und West auch nicht soviel unterschiedlich.
Und wenn man wirklich so kleinlich sein wollte, dann müsste ein ALG II Empfänger in Kerpen auch weniger bekommen als ein ALG II Empfänger in Köln.
ZitatOriginal geschrieben von Boogieman
Ich denke das wäre nicht so geschickt. Gerade bei Studenten würde es das "Spaßstudium" mit völlig berufsfremden Studienfächern fördern. Bei Schülern könnte es die Nullbock-Phase, die sie meistens in diesem Alter ebenfalls haben auch fördern. Das wäre IMHO ebenfalls kontraproduktiv.
Natürlich muss man Studenten nicht ein Luxusleben finanzieren, aber ich denke das 1,35 fache des ALGII Satzes wäre durchaus fair.
Viel wichtiger als der Bafögsatz ansich wäre allerdings der Vermögensfreibetrag, den mit den aktuellen 5.200€ ist es nicht möglich vernünftige Rücklagen zu bilden. Wenn jetzt ein Student einem Nebenjob nachgeht (vielleicht auch nur um zusätzliche Erfahrungen zu sammeln), und sich legal verhalten will, ist er ja gezwungen das Geld sofort zu verbrauchen, und kann keine Rücklagen bilden. Ich denke der Freibetrag müsste schon kräftig angehoben werden.