Beiträge von Martyn

    3% Fahrpreiserhöhung ist eigentlich wirklich nicht dramatisch, aber das Problem ist einfach die viel zu hohe Preisstruktur auf Mittelstrecken.


    Günstig sind eigentlich nur die Sonderaktionen, Lander und SW Ticket (leider kein ICE möglich) und Fernstrecken bei denem man Sparpreis50 oder wenigstens Sparpreis25 nutzen kann.


    Aber beim Mittelstrecken wo man keine Zugbindung gebrauchen kann, ist die Bahn gegenüber dem Auto masslos überteuert.

    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    wenn du ein Superbillig-Ticket von einer Airline hast kannst du das oft überhaupt nicht Umbuchen, auch nicht gegen Aufpreis. Warum beschwert man sich dann nicht über 2 Stunden sinnloses Warten am Flughafen? Nur über die Bahn wird gemeckert...

    Wie ich schon sagte, wenn ich jetzt ne Woche Urlaub an der Ostsee machen will, dann kann ich mich schon vorher auf eine Verbindung festlegen, und mal auch ne Stunde oder zwei warten.


    Aber wenn ich ne ganz normale Mittelstreckenfahrt wie Stuttgart-Zürich oder Nürnberg-Jena will, dann will ich mich nicht vorher festlegen, da eine Pause einlegen wo ich will und nicht wo die Bahn will, und ich will auch ne flexible Rückfahrt.


    Die Bahn muss nicht nur gegenüber dem Flugzeug konkurrenzfähig sein sonder auch gegenüber dem Auto. Letztesmal als ich nach Jena wollte, sind wir dann doch mit dem Auto gefahren, weil der Normalpreis von 80€ einfach zu teuer ist.

    Ich denke egal was für einer politischen Ansicht man ist, jetzt noch die Neuwahlen am 18. September zu stoppen hätte einfach allen geschadet und wäre weder irgendeiner politischen Organisation noch der Wirtschaft oder den Privathaushalten zuträglich gewesen.


    So gesehen können wier froh sein das das Bundesverfassungsgericht so entscheiden hat ... aber mal erhlich, hat jemand von euch erwartet das sie anders entscheiden?


    BTW: Haben alle Richter so gestimmt oder gab es auch Gegenstimmen?


    Edit: 7:1

    Sagen wir es mal so. Wer arbeitet und ein mässiges Einkommen hat, zahlt nicht wirklich soviele Abgaben das er jammern muss. Und der ein grösseres Einkommen hat, zahlt eben mehr Abgaben und Steuern. Und er ein grosses Einkommen hat, zahlt eben auch entsprechend mehr Abgaben und Steuern. Das ist nunmal die Grundlage der sozialen Marktwirtschaft und das ist auch gut so.


    Ein Besserverdiener mit einem sechstelligen Jahreseinkommen oder darüber braucht sich imho über seinen Lebensstandart beschwerern, weil er zuviele Abgaben und Steuern bezahlen muss.

    Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Es muss endlich auch in die Köpfe der Gewerkschaften gehen, dass ein Unternehmen auch einen gewissen Bestand an Arbeitskräften zum "Atmen" braucht. Wenn die Auftragslage gut ist, dann muss man Leute einstellen können, ohne diese in schlechten Zeiten mit durchfüttern zu müssen.

    Aber gerade wenn man das will, muss man ein starkes Sozialsystem zur Vefügung haben, damit die Arbeitnehmer bei der Entlassung nicht automatisch auf der Gosse landen, bei der man sie bei Bedarf wieder rausholt.


    Die Unternehmer betrachten die Arbeitnehmer ja nicht mehr wie Partner, sondern wie Müll.


    Aber die Arbeitnehmer sollen sich schon um das Unternehmen kümmern.

    Re: Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    btw: es gibt genug 50h-Arbeitende, die sich kein Kino und kein McDonalds leisten können...


    Wenn ich regelmässig 50h die Woche arbeiten muss und mir nichtmal Kino und McDonalds leisten kann ... was für Vorteile habe ich dann noch gegenüber einem Leben in Angola, Gabun, Sudan, Somalia, Ruanda, Burundi ... Willkommen in der 3. Welt.


    Dann will ich mal antworten:


    Ein Trip ins Kino oder zu McD ist für ein Kleinkind eine Belohnung, aber für Erwachsene gehört sowas zwar nicht regelmässig, aber dennoch gelegentlich einfach zum Leben dazu. Ich denke das kann man jetzt nicht als Luxus ansehen, den man sich hart erarbeiten muss.


    Wer Arbeitslose so veramern lassen will das sie nicht mehr am normalen Alltagsleben teilnehmen können ist inhumen ... da lohnt es sich garnicht zu diskutieren.


    ICH AG sind imho völlig unsinnig ... ich finde es völlig richtig als Erwerbslose die sich eine eigene Existenz aufbauen können, Startuphilfe bekommen, aber meistens sind die ICH AG weder zukunftsfähig noch ohne Förderung überlebensfähig. Das dafür ausgegebene Geld ist reine Verschwendung.


    Dein Argument das Selbständige doppelt belastet werden sehe ich auch nicht. Den Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer zahlt der Arbeitslose genauso wie du auch. Und wer finanziell stärker ist kann auch mehr Abgaben bezahlen ... alles andere wäre unsozial ... ausserdem würde es dann am Ende nur noch arme Leute die am Existenzminimum dahinfristen und reiche Bonzen geben ... aber keine Mittelschicht mehr.


    Ich will keine sozialistische Politik, aber im Moment ist die Linkspartei einfach die einzige Partei, wo man zum einen seinen Protest zeigen kann, und die vielleicht das Politische Klima auch wieder auf einen normalen Weg zurückbringt, das dann wenigstens 2009 SPD/FDP/Union wieder wählbar werden.


    Eigentlich ist die Politik der Linkspartei nicht das was ich mir wünsche, viel besser wäre es wenn die SPD die Agenda 2010 überarbeiten würde und dann fortsetzen würde, aber die derzeitige Politik von SPD/FDP/Union ist einfach nicht tragbar.


    Wo sind den nur die ganzen Unions- und FDP Politiker mit einem Gefühl für soziale Verantwortung hin ... Kohl, Weigl, Seehofer, Töpfer, Süßmuth und Blüm waren doch ganz okay.