Was macht ein (Film-/Musik-)Produzent?

  • Hallo,



    welche Aufgaben umfasst eigentlich der Job des Produzenten? Wie siehst das in der Musikbranche aus, Bohlen ist ja einer, von dem weiß ich, dass er komponiert und Texte schreibt sowie Platten aufnimmt. (bitte keine Bohlen-Diskussion! Sollte nur ein Beispiel sein). Was macht so ein Musikproduzent noch?


    Was macht demgegenüber eigentlich ein Film- bzw. TV-Produzent?



    Kennt sich da jemand aus?




    Brazzo

    FCB forever No. 1


    "Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk." [Daphne du Maurier (1907 - 89), engl. Schriftstellerin]


    Geht der Reichtum der Welt zu Grunde, dann stirbt die ROLEX zuletzt.

  • ich glaub der Produzent kümmert sich erstma darum, dass für das Projekt (sei es Film oder Musik) ausreichend Geld vorhanden ist. Bei Musik kümmert er sich glaub ich auch darum, dass alles richtig abgemischt wird.

  • Komponieren und Texte schreiben muss der Produzent nicht, sondern sich eher um die geschäftlichen Dinge kümmern, wei schon gesagt für die Finanzierung sorgen, aber sich auch um die Vermarktung kümmern und organisieren ...


    In der Regel "produzieren" sich die meisten Leute selbst, wer auf Bohlen und Co. angewiesen ist, ist imho sowiso arm dran. Komposition und Texte macht man dann meistens auch selbst ... aber oft auch gegenseitig.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    In der Regel "produzieren" sich die meisten Leute selbst, wer auf Bohlen und Co. angewiesen ist, ist imho sowiso arm dran. Komposition und Texte macht man dann meistens auch selbst ... aber oft auch gegenseitig.


    Aha.
    Es mag durchaus einige Künstler geben, die sich selber produzieren, in den meisten Fällen dürfte es immer noch jemanden im Hintzergrund geben, den Produzenten.


    Grade große Acts haben meist einen Produzenten, hier nur mal ein paar Beispiele:

    • Bon Jovi - Patrick Leonard
    • Michael Jackson - Marc Schaffels
    • Aaliyah - Timbaland
    • Pink - Linda Perry (ehemals Leadsängerin der 4 Non Blondes)
    • Alanis Morrisette - Glenn Ballard
    • Robbie Williams - Guy Chambers
    • Kylie Minogue - Rob Davis
    • David Bowie - Toni Visconti
    • Justin Timberlake - Timbaland


    Eric Foster White produzierte u.a. Whitney Houston und Britney Spears, Max Martin zB. ebenfalls Britney, sowie auch die Backstreet Boys.
    Gus Dudgeon etwa war Produzent von Stars wie David Bowie oder Elton John, des Weiteren arbeitete er u.a. auch mit Eric Clapton, den Rolling Stones oder Tom Jones zusammen.
    Aktuelle Produzentengrößen sind zB. auch P. Diddy oder Missy Elliot.
    Missy Elliot wiederum wird aber zB von einem der US-Produzenten schlechthin, nämlich von Timbaland, produziert.


    Die o.g. Namen müssen nicht immer aktuell sein, da Künstler gerne auch mal den Produzenten wechseln.
    Aber eines sollte klar sein: Es ist Schwachsinn zu behaupten, dass Bands oder Künstler, die auf einen Produzenten angewiesen wären, arm dran sind.


    Musik-Produzenten stellen zum Einen das Geld für die Produktion zur Verfügung, in dem sie ein Label ausfindig machen oder sonstwie Geldgeber an Land ziehen.
    Sie sorgen letztlich auch oft für das "akkustische Erscheinungsbild" eines Künstlers bzw. einer Band. Sie sorgen dafür, dass am Ende ein Produkt auf den Markt kommt, welches sich auch verkauft und nicht eines, welches ausschließlich dem Künstler selber gefällt.
    Nicht ohne Grund verändert sich im Laufe der Jahre auch mal der "Sound" einer Band, oft fand dann nämlich ein Produzenten-Wechsel statt.


    Und es kommt durchaus vor, dass der Produzent auch komplette Songs oder Alben "erstellt", also komponiert und vertont. Der eigentliche Star liefert dann nur noch seine Stimme dazu.
    Wobei es sicherlich so ist, dass dieser Part sehr stark variiert. Je nachdem, wie bekannt und "einflussreich" ein Künstler zB schon ist. So hat etwa Christina Aguilera die Produktion ihres Albums "Stripped" zum Teil in die eigenen Hände genommen.


    So long...

  • Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon


    Musik-Produzenten stellen zum Einen das Geld für die Produktion zur Verfügung, in dem sie ein Label ausfindig machen oder sonstwie Geldgeber an Land ziehen.
    Sie sorgen letztlich auch oft für das "akkustische Erscheinungsbild" eines Künstlers bzw. einer Band. Sie sorgen dafür, dass am Ende ein Produkt auf den Markt kommt, welches sich auch verkauft und nicht eines, welches ausschließlich dem Künstler selber gefällt.
    Nicht ohne Grund verändert sich im Laufe der Jahre auch mal der "Sound" einer Band, oft fand dann nämlich ein Produzenten-Wechsel statt.


    Korrekt :)
    Produzenten sind sogesehen Übermusiker, die den Geschmack des Volkes besser kennen und einfach wissen was geht und was nicht. Schaut euch den Pharrel Williams mit seinem Kollegen oder Dr.Dre an - was die anpacken wird zu Gold.
    Den Williams bewundere ich persönlich doch irgendwie. Hat ein todsicheres Hit-Gespühr und nicht nur Black Music unter Vertrag. Der spielt einfach so gut wie jedes Instrument und kennt sich in jeder Musikrichtung aus - absolut erstrebenswert wie ich finde.


    -SF³

  • Zitat

    Original geschrieben von noksie
      Chevygnon:
    Ist Patrick Leonard nicht auch der Produzent von Bryan Adams???


    Kann gut sein, ich hab nur auf die Schnelle in google gesucht und bei den Meisten Künstlern tauchten etliche Produzentennamen auf.
    Nach kurzer Suche deutet Alles darauf hin, dass Adams und Leonard wohl tatsächlich zusammengearbeitet haben, so stand Leonard u.a. auch als Musiker bei einem Event mit ihm auf der Bühne.


    Eigentlich wäre es ohnehin sinnvoller, einen Produzenten zu nennen und dann Künstler, mit denen er im Laufe der Jahre mal zusammengearbeitet hat. Aber dazu war ich zu faul (ich hab so schon knapp 1 Stunde für das Posting gebraucht :rolleyes: ).

  • Und was macht ein TV- bzw. Filmproduzent? Außer für Geld und Vermarktung zu sorgen? hat er auch Einfluss auf Inhalte?



    Brazzo

    FCB forever No. 1


    "Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk." [Daphne du Maurier (1907 - 89), engl. Schriftstellerin]


    Geht der Reichtum der Welt zu Grunde, dann stirbt die ROLEX zuletzt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon
    Es mag durchaus einige Künstler geben, die sich selber produzieren, in den meisten Fällen dürfte es immer noch jemanden im Hintzergrund geben, den Produzenten.


    Das gibt es auch, aber es gibt auch genug Leute die sich selber oder gegenseitig produzieren:


    selber:
    - Scooter
    - Kai Tracid
    - Brooklyn Bounce
    - Novaspace
    - Tommy Serano
    - Mark Oh'
    - Jan Wayne
    - Aqua


    gegenseitig:
    - Groove Coverage
    - Barracuda
    - DJ Volume
    - Lou Bega
    (Suprime)
    - Tomekk und Co.
    (Rhymes Galore)

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Das gibt es auch, aber es gibt auch genug Leute die sich selber oder gegenseitig produzieren:


    Aja. Und dass ein gegenseitiges Produzieren genau das gleiche ist wie "irgendeinen" Produzenten zu haben, ist dir schon klar, oder? :rolleyes:


    Außerdem: Brooklyn Bounce ist ein reinrassiges Produzentenprojekt, die Frontleute sind austauschbar und wurden (zumindest die weiblichen "Stars") auch bereits ausgetauscht.
    Die eigentlichen Macher der "Band" sind Dennis Bohn und Matthias Menck.
    Novaspace besteht aus dem Gesicht und der "Stimme" in Gestalt von Jessica "Jessi" Böhrs und dem Produzenten Felix Gauder.
    Groove Coverage wird von Axel Konrad und Ole Wierk produziert.
    Usw, usf...
    Gerade in der (deutschen) Trance-Szene sind derartige Show-Acts, bestehend aus Bühnenleuten und Produzenten, die typische Erscheinungsform.


    Generell wird man fast immer (insbesondere in der von dir so heiß und fettig geliebten Mainstream-Trance-Szene), egal wie "eigenständig" ein Star oder Act nach außen hin auch auftritt, einen Produzenten im Hintergrund finden. Wie weit dessen Einfluss letztlich geht, ist eher Nebensache.


    Brazzo
    Ich vermute mal, dass ein Filmproduzent ebenfalls Einfluss auf den Film hat.
    Einfach aufgrund der Tatsache, dass er ja letztlich ein entscheidendes finanzielles Risiko trägt und er somit auch dafür sorgen wird, dieses Risiko zu minimieren, in dem er den Film möglichst "massentauglich" gestaltet.
    Bei "Independence-Produktionen" steckt im Gegensatz dazu wohl eher eine Menge "Herzblut" und persönliche Interessen der Produzenten dahinter, auch wenn möglichst hohe Einnahmen natürlich trotzdem willkommen sein dürften.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!