Betrug bei Auktionshaus

  • Hallo,


    ich habe vor kurzem bei einem bekannten Auktionsahus ein Handy ersteigert und dem Anbieter nach zwei drei E-Mails das Geld überwiesen. Das Handy ist allerdings nie angekommen. Vielleicht kennen ein paar von euch solch ein Problem. Die Adresse, die der Anbieter bei dem Auktionhaus hinterlassen hat stimmt auch nicht, ich habe jedoch die richtige Adresse und Telefonnummer rausgefunden. Das Telefon ist aber nicht angeschlossen.
    Nun möchte ich Anzeige erstatten, da es sich um 300€ handelt. Hat einer von euch schon Erfahrungen mit so einer Art des Betruges? Ich weiß nur, dass man die Anzeige bei der Polizei erstatten muß. Was brauch ich alles dafür? Kostet mich das irgendetwas?
    Vielen Dank für die Antworten.
    MfG
    Stephan


    P.S. Ich hoffe das ist im richtigen Forum.

  • Am Besten funktioniert es, wenn Du alle Beweise zusammenträgst, die Du hast.
    Du solltest zudem vorher noch eine schriftliche Aufforderung per Einschreiben an den Verkäufer senden und eine letzte Frist setzen, falls es andere Gründe gibt, warum er nicht mit Dir in Kontakt getreten ist.
    Falls er das Paket abgeschickt hat, so bitte um einen Beleg für die Einlieferung.
    Wenn Du Strafanzeige stellst, dann protokollier möglichst einfach und mit wenig Umschreibungen die Vorgehensweise vom Ersteigern bis zum letzten Kontakt Deinerseits und füge Ausdrucke aller Internetseiten bei. Außerdem alle Daten, die Du über den Verkäufer hast, also auch Bankverbindung, E-Mail und eine Begründung woher Du vermutest, dass die herausgefundene Anschrift die richtige ist.
    Wenn Du zudem ein öffentliches Interesse deutlich machst, erhöht das die Chancen, dass das Verfahren nicht sofort eingestellt wird. Z.B. indem Du eine Liste ausdruckt aus der hervorgeht, dass der Verkäufer ständig zahlreiche Auktionen nach ähnlichem Schema fährt und hier genauso betrügt. Außerdem kannst Du Dich ggf. mit anderen Geschädigten zusammentun, indem Du über das Bewertungsprofil des Anbieters mit den einzelnen negativen Bewertern in Kontakt trittst.
    Die Strafanzeige schickst Du am Besten direkt an den Staatsanwalt.


    Außerdem kannst Du beim Gericht auch einem Mahnbescheid beantragen. Widerspricht der Verkäufer nicht innerhalb von 14 Tagen kannst Du das Geld pfänden lassen.


    siehe auch:


    -> http://www.telefon-treff.de/showthread.php?s=&threadid=3696
    ->http://www.telefon-treff.de/sh…eadid=9046&highlight=ebay
    -> http://www.telefon-treff.de/sh…eadid=8905&highlight=ebay
    -> http://www.telefon-treff.de/sh…09&highlight=mahnbescheid



    und wenn nochmal eine Frage aufkommt: http://www.telefon-treff.de/search.php?s= ;)

    "Technisch sind wir Übermenschen; moralisch sind wir noch nicht einmal Menschen." Aldous Huxley

  • Ich hatte mal einen ähnlichen Fall. Ich habe auch bezahlt und keine Ware erhalten. Damals ging es um 900 DM.
    Die Anzeige bei der Polizei hat nichts gebracht, da der betreffenden Person kein Betrug nachgewiesen werden konnte. Schliesslich konnte man ja keinen Zusammenhang zwischen Nickname und dem realen Namen sehen (das Geld war zwar auf seinem Konto, aber das war ja egal). Diese Begründung fand ich super. Es handelte sich dabei also zumindest um ungerechtfertigte Bereicherung, da das Geld bei ihm angekommen war, er es aber nicht hätte bekommen dürfen, da er ja laut eigener Aussage nicht der Auktionspartner war.
    Deswegen habe ich dann einen Mahnbescheid wegen der ungerechtfertigten Bereicherung incl. aller Kosten (Zinsen, Portokosten für die vorhergehenden Briefe, Mahnbescheidskosten usw.) zustellen lassen. Daraufhin habe ich das Geld nach insgesamt ca. einem Jahr zurückbekommen. Aber daraus habe ich gelernt. Nur noch Nachnahmelieferungen bei größeren Summen.


    CU, Viel Glück,


    Cheesy

  • Noch sicherer ist wohl der Treuhandservice, denn bei Nachnahme kannst Du ja auch nur einen Backstein im Paket bekommen

    \/\/olfgangS

  • Also, ich hab vorhin mal nen Brief als Einschreiben abgeschickt. Bin mal gespannt, was das wird. Andere Bieter haben anscheinend schon Anzeige erstattet, wie ich das mitbekommen hab.
    Aber es wird mir auf alle Fälle ne Lehre sein!!!
    Danke für eur Antworten.

  • Hallo,


    also hab inzwischen von ner anderen Betroffenen ne Mail bekommen und erfahren, dass die Anbieterin Betrug in einem ziemlich großen Rahmen begangen hat. Sie hat sich jedoch schon in das Ausland abgesetzt... Ihr Konto wurde zum Glück gesperrt und die Chance, dass jeder wenigstens nen Teil seines Geldes zurückbekommt, ist recht groß.
    Trotzdem vielen Dank für eure Tips.
    MfG
    Stephan

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